Strategien für deine positive Zukunft

Shownotes

Es ist überwältigend, so viel positive Energie zu tanken und zu wissen, dass das neue Jahr viel für dein Business bereithält. Nach der Zukunftswerkstatt und dem Treffen der Peergroup kommen Thorsten und Uwe optimistisch zurück. Woran liegt es, dass hier alle Teilnehmenden zuversichtlich und positiv, ja fast euphorisch ins kommende Jahr blicken, wenn doch so viele andere in der Branche schwere Zeiten erleben? Was kann ich tun, wenn mir als Unternehmer*in alles über den Kopf wächst? Wenn ich in meinem Hamsterrad gefangen bin? Uwe und Thorsten teilen ihre Einschätzung mit dir und haben außerdem Florian Schöps von der BBE eingeladen. Du erhältst Einblicke in mögliche Methoden, wie du deine persönliche und berufliche Zukunft anpacken kannst.

Highlights:

  • Rückblick auf Händlergespräche: Warum 2025 voller Chancen steckt
  • Florian Schöps von der BBE über Prozesse, Mindset und Aktivität im Handel
  • Dringend-wichtig-Matrix: So priorisierst du richtig
  • Warum die Werkstatt dein Schlüssel zum Erfolg ist
  • Inspiration für die Feiertage: Klarheit finden und neue Perspektiven gewinnen

Am Ende erwartet dich warme Worte von Sandra Da Vina, welche die Faszination des Fahrrads zelebrieren und dich auf eine besinnliche Reise schicken.

Hör rein, lass dich inspirieren und starte mit einem starken Mindset ins neue Jahr!

Du bist interessiert an der Matrix zur Priorisierung deiner anstehenden Themen, Aufgaben und Ziele? Dann sende uns eine Mail an podcast@vsf-mail.de

Du möchtest zu Weihnachten etwas Gutes tun und am Spendenaufruf von Sandra Da Vina teilnehmen? Dann schau doch mal bei der Aktion Medica Mondiale vorbei und hinterlasse deine Spende für Frauen, die sexualisierte Gewalt in Kriegsgebieten erfahren haben.

Ein großes Dankeschön geht auch in unserem letzten Podcast des Jahres an alle Unterstützer und Unterstützerinnen, die diesen Podcast möglich machen. Dir als Hörer und Hörerin möchten wir für deine Treue danken und dass du immer einschaltest. Habt schöne Weihnachten und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

Transkript anzeigen

00:00:07: Speaker Bikes for Future, der Podcast mit Uwe und Thorsten für deinen Erfolg im Fahrradbusiness. Wie so vieles auf dieser Welt funktioniert auch dieser Podcast nicht ohne Unterstützung. Vielen Dank an Bike Leasing Service, Simplon, Toutorrent, Brompton-Falträder, Velo Pro, Versicherungslösung für deinen Betrieb. Uwe, Radtouren machen ja eigentlich immer Spaß, auch bei November und Dezember Wetter. Aber musst du denn immer so schnell fahren, sag mal?

00:00:37: Speaker Ich würde ja gar nicht mit euch reden, weil ihr so schnell gefahren seid. Ja, nur weil du so kurzatmig bist. Ja, das mag ja sein, dass ich schwach bin, aber es hat keinen Grund, das auszukosten und dann schnell zu fahren. Ja, wir waren ein bisschen zu schnell, das stimmt, aber es war nicht viel. Wir haben sie nicht geheizt.

00:00:54: Speaker Ich konnte aber die Umgebung nicht wirklich genießen, nicht wie bei einer Radreise. Ja ich ehrlich gesagt auch nicht, aber das lag nicht. Das lag nicht an der Geschwindigkeit, sondern daran, dass die Umgebung jetzt nicht so... Die war jetzt nicht so der Hammer fand ich. Also entlang von Seen und Kanälen und so war das schon eigentlich ganz schön und vor allem keine Berge. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Aber der Kuchen war gut.

00:01:20: Speaker Ich glaube, ich muss die Hörerinnen aufklären, was wir gemacht haben. Der Kuchen war groß vor allen Dingen und der war sehr lecker, aber auch ein bisschen feist. Also bei Kilometer 60 von 80 war der aber genau richtig, fand ich. Wir sind von Münster nach Waldtrop gefahren.

00:01:37: Speaker Und zwar in die Zukunftswerkstatt, ein Treffen von Händlern und Herstellern und Dienstleistern, die sich Treffen für die Zukunftswerkstatt und tatsächlich mal so einen Zukunftspin machen. Wir waren in Waldtruppe-Hase-Breik eingeladen, was ich sensationell fand. Genau so sensationell wie den Kuchen, den ich im Übrigen auch gar nicht ganz aufessen konnte. Von dem Kuchen ist mir schlecht geworden, von Hase nicht. Das ist auf jeden Fall schon mal ein Unterschied.

00:02:05: Speaker Du hast zu viel gegessen. Das letzte Häppchen war zu viel. Eine schöne Winterradtour von Münster nach Waltrop mit einem kleinen Umweg über Haltern am See.

00:02:16: Speaker Und dann sind wir in Waldtrop angekommen und dann ging es ja auch direkt los. Das war ja wunderbar. Genau, ging direkt los und war wirklich total überrascht. Das habe ich auch nicht erwartet, wie schön, ästhetisch, geschmackvoll, aber auch konzeptionell stark Hase aufgestellt ist. Und das war wirklich Wohlfühlatmosphäre. Also hat mir viel Spaß gemacht und Hase macht da einen tollen Job.

00:02:46: Speaker Also, wie schön das bei denen ist, das habe ich schon mal gesehen, weil ich vor längerer Zeit mal da war. Und die sind ja in so einem alten Zechengebäude drin. Das ist wirklich wunderschön, über mehrere Stockwerke verteilt. Jetzt mittlerweile, wo früher die Produktion war, ist unten so ein Ladengeschäft drin. Schaltwerk heißt das. In der ersten Etage total schöne Kaffee-Ecke wäre jetzt falsch. Restaurant würde ich eher sagen.

00:03:11: Speaker Eher ein Restaurant als eine Kaffeeecke und dann nach oben noch weitere Geschosse, wo noch mehr Büros und Flächen sind, wo gearbeitet wird. Also wirklich sensationell. Und dann das, was ich noch nicht gesehen hatte, waren dann die neue Produktionshalle und die neue Lagerhalle.

00:03:28: Speaker Und in der Produktionshalle, also da wo jetzt produziert wird, da haben die dann einfach dieses Zechengebäude, die Front eines Zechengebäudes nachgebaut. Also in Stein gemauert, also sensationell. In Stein gemeißelt. Also das fand ich auch, die Mühe und den Aufwand, den sie betrieben haben, um für die ihr Mitarbeitenden

00:03:50: Speaker eine Atmosphäre wie in dem alten Zechengebäude herzustellen. Das war wirklich großes Kino, habe ich so noch nicht gesehen. Es ist tatsächlich so, dass ich bei vielen Herstellern und Lieferanten, wenn ich in der Produktion bin, das meistens gar nicht mehr so spannend finde, weil ich

00:04:06: Speaker weil es sich sehr ähnelt, aber da war es tatsächlich anders und auch ein bisschen berührend, weil das eben ganz viel Mühe für die Menschen gemacht wurde, für die Menschen, die dort arbeiten.

00:04:19: Speaker Das habe ich auch gedacht, weil du musst ja auch als Unternehmer investieren, wenn du so ein Bauwerk in deine Halle reinstellst, was ja eigentlich von einer Funktion, von einer reinen Funktion komplett überflüssig ist. Das dient ja wirklich nur für das Wohlfühlen der Mitarbeitenden und für Imagebildung und vielleicht ein bisschen Zusammengehörigkeit. Also wenn du dir da so viel Mühe gibst, dann ist das schon aller Ehren wert, finde ich.

00:04:46: Speaker Ja, also es gibt einen Teil, der sicherlich mehr ist als nur der Zweck, den Mitarbeitern da zu dienen oder denen was Gutes zu tun. Also steigert auf jeden Fall auch den Wiederverkaufswert. Also macht so eine Firma wertvoller, wenn man sowas hat. Für alle die, die sich später mal interessieren sollten, das zu übernehmen und wenn es jetzt nicht die eigenen Kinder wären, dann ist das ja auch was ganz, ganz Wertvolles.

00:05:13: Speaker Ja, was auch total wertvoll war, war dann ja das Zusammentreffen. Also es ist ja noch ein großer Kreis. Wir sind, wie viel sind wir? 12, 13, ja, genau. Und was ich rausgenommen habe oder was ich mitgenommen habe, ist diese absolut positive Grundausrichtung auf das Jahr 2025, auf die Zukunft. Also auf die nächsten Jahre, hätte ich beinahe gesagt.

00:05:37: Speaker Also das war überraschend will ich nicht sagen, aber es war schon für mich bestärkend auf jeden Fall.

00:05:44: Speaker Ja, also alle waren sie nicht nur überwiegend, sondern fast alle waren sie richtig gut drauf, hatten Stehen gut da, gucken positiv in die Zukunft, sind vergleichsweise sorgenfrei, es gibt ein Sorgenkind dabei, aber das war auch das einzige Sorgenkind. Also das fand ich schon wirklich bemerkenswert, also besonders unbemerkenswert. Heißt ja nicht, dass die nicht kritisch

00:06:15: Speaker schauen auf das, was gerade in der Branche passiert und nicht noch ihre Aufgaben haben, aber die Grundeinstellung ist positiv. Liegt es denn daran, dass das Mitglieder der Zukunftswerkstatt sind, dass die einfach einen besseren, vielleicht einen positiveren Blick in die Zukunft haben, weil die sowieso auf Zukunft orientiert sind oder liegt das an der Größe der Geschäfte? Weil grundsätzlich, würde ich ja sagen, kann man doch jetzt nicht erwarten, dass die Stimmung so positiv ist, oder?

00:06:42: Speaker Nee, das kann man aktuell nicht erwarten. Erlebe ich in anderen Runden auch anders. Aber was an dieser Runde besonders ist, würde ich jetzt mal meinen, ist, dass alle in der Lage sind, strategisch und unternehmerisch zu denken und so ihren Betrieb auch aufzustellen. Und das machen sie schon sehr lange. Und das scheint Wirkung zu haben oder zu erzielen. Und diese Wirkung merkt man dann auch, dass weniger Fehler gemacht werden, dass man

00:07:12: Speaker Alternativkonzepte denkt, wenn es gerade eine schwere Phase ist, dass man flexibel bleibt und so was und das sind sie alle geblieben und das hilft ihnen, ihren eigenen Feld immer wieder anzupassen und den Marktgegebenheiten der Situation anzupassen, vielleicht auch der allgemeinen Geschäftslage anzupassen und da sind die

00:07:32: Speaker Also da zeigen sich doch die meisten sehr, sehr flexibel und eben sehr strategisch fit in der Birne. Also hat viel Spaß gemacht und das war deutlich zu erkennen. Wenn ich jetzt an dich als Zuhörerin denke oder als Zuhörer denke, dann wirst du dich wahrscheinlich fragen, was habe ich jetzt davon, wenn die so eine positive Grundstimmung haben? Was kann ich denn hier als Zuhörer mitnehmen daraus?

00:07:53: Speaker Ich glaube, das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich kann das nicht einfach beantworten. Vielleicht ist sie einfach zu beantworten. Ich kann es nicht. Ich würde sagen, dass grundsätzlich ist, sich Zeit nehmen, einen Blick auf das Geschäft zu werfen und nicht im Geschäft zu arbeiten.

00:08:11: Speaker ist Ihnen allen, das ist bei allen gleich, dass Sie das tun, sich mehrmals im Jahr die Zeit nehmen zu sagen, bin ich eigentlich noch auf einem guten Weg oder müsste ich meinen Betrieb nicht an der oder der Stelle umstellen, Prozesse ändern, vielleicht auch andere Inhalte verfolgen, andere Aufgaben übernehmen. Das ist das, was Sie tun und das zeichnet Sie aus. Das wäre jetzt meine

00:08:35: Speaker Jetzt, wenn du das sagst, Uwe, dann fällt mir ein, wir haben ja auch noch ein Treffen gehabt mit der Peer Group, noch eine andere Gruppe. Das war jetzt nur ein Online-Treffen. Aber auch da war die Stimmung ja quasi genauso. Fast noch besser, würde ich sagen. Ja, das war ja fast euphorisch. Das habe ich auch schon richtig Angst gemacht. Wirklich, wir wollten eigentlich so eine kleine Marktumfrage machen. Wie sieht es bei euch aus? Was habt ihr für eine Einschätzung fürs nächste Jahr?

00:09:04: Speaker Und da kamen nur positive Zahlen raus. Also wirklich nur Steigerungsraten, positive Trends, positiver Blick auf die nächste Saison und mit durchaus auch höheren Erwartungen. Das habe ich nicht geglaubt. Also da wäre ich nicht von ausgegangen. Ja, aber auch da muss man natürlich sagen, auch Unternehmer, also in der Peer Group ist eine Unternehmergruppe, die tatsächlich

00:09:30: Speaker Wert darauf legt, am Unternehmen zu arbeiten und eben auch den Blick von außen auf das Unternehmen wirft. Deswegen bin ich gerade drauf gekommen, weil du das gesagt hast, in dieser Gruppe auch solche Unternehmer ganz stark oder ausschließlich vertreten.

00:09:44: Speaker Ich muss dazu sagen, auch mit etwas größeren Geschäften tatsächlich. Also vom Umsatz her größer oder von Mitarbeitern her etwas größere Geschäfte. Liegt es jetzt daran, dass die Geschäfte etwas größer sind, dass die einen positiveren Blick haben? Ist das auch für kleine Geschäfte relevant?

00:10:03: Speaker Ja, ich glaube, es gibt so, also die Wahrheit ist irgendwo dazwischen, ich glaube, es gibt so eine Mindestgröße, die man haben muss, um nicht dauernd operativ eingebunden zu sein. Wo die ist, kann ich jetzt im Moment nicht mehr genau bestimmen, weil die war früher mal zu Zeiten von wenigen E-Bikes bei einer Million.

00:10:23: Speaker Da wusste man, da hat man irgendwie, was weiß ich, vier, fünf Angestellte und dann kann man auch schon mal Arbeit so verteilen und delegieren, dass man sich um den Betrieb kümmern kann und nicht im Betrieb arbeitet. Aber das hat sich sicherlich verschoben. Das ist ein bisschen anders geworden durch die E-Bikes und durch Leasing und so weiter. Aber natürlich braucht man eine gewisse Anzahl von Mitarbeitenden, sonst funktioniert es nicht.

00:10:50: Speaker Das heißt, wenn ich jetzt zuhöre und eine Viertelmillion mache oder eine Halbe, dann versinke ich jetzt in Trauer? Nein, um Himmels willen, das will ich gar nicht sagen. Ich glaube, ganz grundsätzlich ist eine positive Grundeinstellung ganz, ganz wichtig, um erfolgreich zu sein. Das haben wir auch dort in einer anderen Gruppe erlebt.

00:11:14: Speaker Wenn man gerade wirklich das Desaster einem um die Ohren fliegt und man irgendwie ganz negativ drauf ist, dann wirkt sich das auch auf die Geschäftszahlen aus, das merken die Kunden und Kundinnen und das merken alle, die mit einem zu tun haben, dann kann das Geschäft eigentlich nur schwer erfolgreich sein.

00:11:34: Speaker So, andersrum, wenn du jetzt, ich sag jetzt mal, du bist ein 2-3-Mann-Betrieb oder Frau-Betrieb und eher kleiner und bist auch viel operativ eingebunden, dann nimm dir die Zeit, also das ist vielleicht der deutliche Hinweis, nimm dir zwei-, dreimal im Jahr die Zeit, eine Auszeit bewusst für zwei Tage, mach einen Blick auf das Unternehmen, entweder mit externen oder mit befreundeten Fahrradhändlern

00:12:01: Speaker und guck auf den Betrieb, überleg, ob du noch im richtigen Weg bist, ob deine Ziele noch stimmen und dann geht das ja auch.

00:12:10: Speaker Ich will dich nicht nerven, Uwe. Du bist ja immer genervt, wenn ich von einem positiven Mindset rede. Aber du musst da jetzt nochmal durch, glaube ich. Ich habe gerade in den letzten Tagen hier vor Ort örtliche Hände getroffen und da ist auch jemand bei, der verkauft Kindermode.

00:12:32: Speaker beklagt gerade den dramatischen Umsatzrückgang und begründet das auch damit, dass die Leute ja kein Geld haben und dass die Leute kein Geld ausgeben und so was. Und dann habe ich gesagt, das stimmt doch gar nicht, was du sagst. So, doch, sagt sie, dass alle sagen das und überall steht das und die Leute haben kein Geld und alles ist so teuer geworden. Und da habe ich dann gedacht,

00:12:52: Speaker Okay, wenn ich die Einstellung schon habe für mein Geschäft, dass alle meine Sachen ja gar nicht kaufen können, dann wird sich das auch bewahrheiten. Ich glaube tatsächlich, dass die Einstellung, die ich habe, auch sich darauf auswirkt, wie das Geschäft nachher läuft. Wenn ich als Unternehmerin schon die Einstellung habe, dass meine Ware ja gar nicht kaufbar ist, weil kein Mensch da genug Geld für hat, dann, also ich wüsste gar nicht, wie ich das, also glaubhaft verkaufen könnte ich da nicht mehr.

00:13:18: Speaker dann hast du ja eigentlich die Marktbasis nicht, die du brauchst, um deine Produkte oder deinen Handel zu betreiben. Du gehst ja davon aus, dass es eine angemessene Anzahl an Kunden und Kundinnen gibt, die bereit sind, deine Ware zu kaufen. Ansonsten kannst du es doch lassen. Und das ist vielleicht genau die Wahrheit, die man da sehen muss. Wenn ich die ganze Zeit nur klage, die können sich das alle nicht mehr leisten,

00:13:44: Speaker Dann musst du über dein Geschäftsmodell nachdenken und sagen, okay, dann musst du vielleicht was verkaufen, was er sich leisten könnte. Also, dann musst du vielleicht so flexibel sein, wenn du dieser Überzeugung bist. Oder du bist der Überzeugung, dass deine Produkte genau richtig sind, dann musst du dir dafür sorgen, dass die Kunden da draußen das so attraktiv finden, dass sie da nicht vorbeikommen. Eigentlich ist das doch die logische Konsequenz.

00:14:07: Speaker Das ist meiner Meinung nach die logische Konsequenz. Und ich glaube, das ist eben doch auch die richtige Einstellung. Das entspricht ja auch nicht der Wahrheit. Also ich meine, das Sparvermögen bei den Deutschen ist so hoch wie nie. Das heißt, Geld ist vorhanden. Und auch der Reallohnzuwachs ist mit 3,5 Prozent ja eine wirklich große Sache. Ich kann das ja sogar verstehen. Die verkauft Kinderklamotten, also Kinderbekleidung, Baby und Kinder.

00:14:35: Speaker Die Sachen, die sie verkauft, die sind doch alle teuer. Also alle, die bei ihr einkaufen, können doch immer nur die gewesen sein mit einem guten Einkommen. Alle anderen kaufen doch ihre Kinderbekleidung in Babyfachmärkten oder in größeren

00:14:52: Speaker Einkaufsmärkten, wo die Sachen billiger sind. Und die, die zu ihr gehen, das sind sowieso schon Spezialeinkäufe. Die haben doch überhaupt gar keine Last und gar kein Problem mit den gestiegenen Kosten. Also da würde ich aber komplett mein Mindset ändern. Und das ist, glaube ich, im Fahrradhandel ähnlich. Also die, die sich meine Fahrräder bisher leisten konnten, die können sich die immer noch gut leisten.

00:15:12: Speaker Ja, also sehe ich ganz genauso. Wir haben ja Premium-Produkte. Das, was wir verkaufen, ist ja im Hochpreissegment, zumindest ist es im VSF so, dass wir nicht Butter und Brot verkaufen, sondern wirklich hochpreisige Produkte. Und das ist eigentlich das Klientel, was am krisenfestesten ist. Also man sagt immer, in Krisenzeiten sind die sozusagen

00:15:39: Speaker Die Luxusgüter, wenn man jetzt so will, das ist nicht unser Selbstverständnis, aber die Luxusgüter sind von den Krisen am weitesten ausgenommen. Das ist ein bisschen das, was du beschreibst. Wir können davon ausgehen, dass in dem Segment, in dem wir uns bewegen, das mit der Kaufkraft immer noch sehr, sehr stabil ist, wenn nicht sogar besser als früher.

00:16:03: Speaker Ich würde sagen, besser als früher. Wir müssen sie nur davon überzeugen, dass die Investition ins Fahrrad auch das Richtige ist. Und wie du gerade gesagt hast, Brot- und Butterfahrrad, da hast du ja auch was Neues dazugelernt, habe ich gehört.

00:16:15: Speaker Ich habe was Neues dazugelernt. Du hast dir das extra aufgeschrieben, Brot und Butterfahrrad 4.000-5.000 Euro oder was war es? Oder 3.000-4.000? Das stimmt. Einer hat gesagt, es gibt ja auch so Brot- und Butterfahrräder 4.000-5.000 Euro und da habe ich gesagt, alle Achtung, alle Achtung, wenn das da sein Brot und Butter ist, dann ist meine Zeit im Fahrradladen auf jeden Fall wirklich lange her.

00:16:37: Speaker Ja, das macht mal neue Grenzen auf, aber da kann man auch schon sehen, mit welchen Leuten wir da so zusammen waren. Der nackte Wahnsinn. Wenn das das Bruderfahrrad ist, dann ist das schon wirklich auch erstaunlich, finde ich auch. Ja, das ist also, das war schon mal ein Wink mit dem Zaunfall, hätte ich beinahe gesagt. Genau. Aber ich habe auch einen schönen Spruch noch mitgenommen, weil wir haben ja unsere Weihnachtssendung hier und da sind wir ja auch ein bisschen,

00:17:02: Speaker Hauen wir auch mal ein paar Sprüche raus. Und zwar geht es ja auch ums Wirtschaften. Und da wurde gesagt, wenn du nackt schwimmst, sieht man das am meisten bei Ebbe. Ja, das Wasser, was fehlt, ist für dich dann die große Nachfrage, die wir in den letzten Jahren hatten. Wie ist es auf einmal weg? Und jetzt sieht man, wer nackt da steht quasi. Wolltest du das damit sagen? Genau, das wollte ich damit sagen. Dann verstehe sogar ich das.

00:17:25: Speaker Ja, das ist eigentlich genau das, was ich dann auch immer sage. Also ich habe ja mal gesagt, wir müssen wieder anfangen zu verkaufen oder jetzt sind wieder Verkäufer gefragt. Das ist ja eine ganz klare Sache. Wenn das Produkt, was ich anbiete, billiger ist als das, was es auf dem Markt gibt oder sowieso ein super Preis-Leistungsverhältnis hat, dann brauche ich ja eigentlich den Verkäufer nicht. Dann kommen die Leute rein und holen sich die Ware raus.

00:17:48: Speaker Jetzt, für dieses Jahr, in diesem Jahr und auch fürs nächste Jahr, brauche ich ja auch wieder meine Verkäufer, die auch begründen können, warum das gut ist, dieses Produkt bei uns, bei mir, hier für den und den Preis zu kaufen. Das heißt, jetzt ist der Verkäuferjob wieder gefragt und das finde ich eigentlich eine positive Nachricht. Ich würde da ja positiv rausgehen. Ich will nicht mit Rabatten arbeiten. Ich werde nicht mit Rabatten arbeiten. Meine Verkäufer sind so gut, dass sie das Produkt auch mit dem höheren Preis auf dem Markt durchsetzen können.

00:18:17: Speaker Ja, also du bist vorbereitet. Du hast qualifizierte Mitarbeiterinnen. Und genau das ist doch der Unterschied. Das macht doch dann den Unterschied aus. Das macht es für mich als Verbraucher ja auch. Wenn ich irgendwo in ein Geschäft gehe und ich erwische jemanden, der wirklich gut ist in dem, was er da tut und wie er verkauft und wie er mich berät, dann gehe ich doch da begeistert raus. Und diese Begeisterung, das ist ja ein Vorsprung, den du hast und den du mitbringst.

00:18:45: Speaker Also du stehst nicht nackt da. Ein Glück stehe ich nicht nackt da. Aber zum nackt dastehen und wie es dann weitergeht, können wir doch mal jemanden dazuhören. Also nicht weil er nackt dasteht, sondern weil er eine gute Meinung dazu hat.

00:18:59: Speaker Das will ich mir auch nicht vorstellen, aber genau das machen wir. Heute bei uns im Podcast als Gast Florian Schöps von der BBE und Florian macht viele Airfars, Betriebsberatungen und ist immer der Star auf der Jahrestagung, seine Vorträge immer ausgebucht und rammelvoll. Florian, schön, dass du da bist heute.

00:19:18: Speaker Vielen Dank, dass ihr da seid. Das ist mir tatsächlich eine große Ehre. Ich habe euch ja schon mal persönlich gesagt, ich bin Fan, Hörer des Podcasts. Jetzt darf ich mal selbst dabei sein. Vielen Dank. Ja, sehr gut. Cool. Also, Uwe und ich haben gerade darüber geredet, dass wir in den letzten 14 Tagen einige Händler getroffen haben, eine ganze Reihe von Händlern und die alle so eine mega positive Grundstörung für 2025 haben.

00:19:43: Speaker Die sind quasi alle on fire für 225 und können es gar nicht erwarten, dass es losgeht und richtig gute Geschäfte zu machen. Florian, nimmst du das auch generell so wahr oder sind wir jetzt irgendwie nur auf ganz komische Leute gestoßen?

00:19:57: Speaker Ja, ich versuche da mal diplomatisch zu antworten. Generell ist es so, dass wir unter unseren Airfarm-Mitgliedern und auch über unseren Händlern, die wir betreuen, betriebswirtschaftliche, das sind starke Händler dabei, das sind aber auch welche, die tatsächlich Betreuung brauchen, haben wir gerade in den letzten Wochen, Monaten gespürt, dass eine gewisse Kauf-Zurückhaltung ist. Wir kommen gerade in eine

00:20:21: Speaker in eine kleine, recessive Phase, was den Fahrradhandel angeht. Ich glaube, die Gründe sind durchaus bekannt. Die habt ihr ja auch in den letzten Podcasts stark besprochen. Aber natürlich ist immer in die Jahreszeit jetzt werden die Weichen für die neue Saison gestellt. Und ich glaube, dass da ein gewisser Optimismus dabei ist, dass es einfach wieder ein Tick besser wird als die letzten Wochen. Es gibt natürlich unterschiedliche Ausschläge. Wir werden ja mit einem Minus oder mit einem leichten Minus definitiv in unserem BBE-Panel

00:20:48: Speaker herausgehen. Ich habe aus dem Jahr 2024 auch mit dem IFH schon gesprochen. Aber ich glaube, dass sich viele gut aufgestellt haben, gerade die, die aktiv sind, die im VSF sind, die mit uns zusammenarbeiten. Und natürlich ist da auch ein bisschen nach einem Optimismus fürs neue Jahr dabei. Wir gehen ja auch mit guten Anzeichen raus. Die Werkstätten sind ganz stark und das stimmt uns natürlich positiv.

00:21:13: Speaker Florian, du hast jetzt gesagt, die, die aktiv sind, die blicken positiv auf das neue Jahr. Ist das für dich auch, das haben wir jetzt gerade auch angesprochen in unserem Intro, ist das jetzt für dich auch ein Maßstab dafür, dass Unternehmen erfolgreich sind, wenn sie aktiv sind, wenn sie sozusagen aktiv mit dem Unternehmen umgehen? Ist das für dich ein Maßstab?

00:21:35: Speaker Ja, ganz klar. Ich glaube, das ist die Grundlage. Handel kommt von Handeln. Wir sind Unternehmer, Unternehmerinnen, keine Unterlasser. Wir müssen aktiv sein in jedem Bereich. Und es ist ja so, dass wir aus einem Verteilungsmarkt in 2021, 2022 wieder in den Markt gekommen sind mit einem Überangebot. Das heißt, dass die Händler und Händlerinnen, die aktiv sind, wie du es sagst, die wirklich Handel betreiben wollen,

00:22:04: Speaker vertrieblich denken unterwegs sind, ihre Prozesse optimieren. Viele Themen, die wir vielleicht oder wahrscheinlich jetzt noch besprechen werden, das sind die, die nasenspitze weiter vorne sind und das sind dann auch die generell am Markt, die sich behaupten werden. Also einfach nur, das geht ja schon lange nicht mehr, einfach nur morgens aufschließen und warten, dass die Kunden kommen. Das habt ihr ja schon oft in einem Podcast besprochen.

00:22:25: Speaker Und jetzt, wo sich der Markt stark gedreht hat und wir jetzt wieder einen Käufermarkt haben, wo es darauf ankommt, vertrieblich zu kaufen, da haben die die Nahtlänge voraus, die einfach aktiv denken. 100 Prozent.

00:22:41: Speaker Und wenn du jetzt deine besten drei Maßnahmen aktiv zu sein raushauen würdest, was würdest du denn sagen, was sind jetzt drei oder vier Maßnahmen, wo du sagst, das zeigt für mich, dass da jemand aktiv ist? Also wenn ich sage, dass wir vertrieblicher wieder denken müssen, das ist zumindest das, was ich die letzten Jahre beobachtet habe, gerade in der Zeit, wo die Ware knapp war.

00:23:06: Speaker und die Leute uns die Geschäfte zum Teil eingerannt haben. Die Zeiten, die kennen wir ja nochmal. Das ist ja anderthalb, zwei Jahre her. Da haben tatsächlich sehr viele verlernt, vertrieblich zu denken, marketingmäßig zu denken. Was das angeht, glaube ich, muss der Radmarkt wieder lernen, vertrieblicher zu denken. Das Thema ganz klar Werbeplanmaßnahmen. Also wir müssen wieder Richtung Marketing denken, Richtung Absatz.

00:23:31: Speaker Ich muss digital sichtbar sein. Ich glaube, wir nehmen den Onlinehandel den größten Vorteil weg und wir wissen ja alle, wie Räder in dem Preisbereich oder Räder generell bei diesen Durchschnittspreisen, die wir haben, dass viele Verkäufe online vorbereitet sind. Also was das angeht, müssen wir fit sein und ich denke auch, dass das ganze Thema gerade im Radhandel, Prozesse, Organisation

00:23:56: Speaker extrem wichtig sind. Wir haben alle Wachstumsschmerzen oder sehr viele Händler haben Wachstumsschmerzen. Wir müssen prozessorientierter denken, vielleicht einen Tick im Hintergrund, nicht so emotional, natürlich die Emotionalität zum Kunden bewahren. Und bei uns im Hardhandel und das zeigen die Zahlen der letzten Jahre, die Werkstätten, die Umsätze wachsen, wachsen, wachsen und wir müssen uns auf, das macht ja der VSF macht ihr auch ganz stark,

00:24:21: Speaker auf das Thema Werkstatt klar konzentrieren. Das ist unser USP gegenüber Wettbewerbern, gegenüber dem Internet, gegenüber anderen Handelsbranchen oder Wettbewerbern aus anderen Branchen.

00:24:34: Speaker Jetzt sagst du, auf die Werkstatt konzentrieren, auf die Werkstatt konzentrieren, um da den Ertrag rauszuholen oder auf die Werkstatt konzentrieren, um das als USP stärker, also als einzelnen Merkmal stärker zu rauszustellen. Also was ist da, was meinst du da genau? Beides, genau das, was du ansprichst. Mein Beides, das ist für mich das,

00:24:56: Speaker Eines der wichtigsten Positionierungstools im Radhandel, eines der wichtigsten Marketingtools ist das Herz eines eben Radladens. Da merkt der Kunde, da ist Service, da ist Handwerk, da gibt es auch mal dreckige Hände, da wird mein Radl gerichtet und gleichzeitig auch als Rohertragshebel. Wir sehen in den Betriebsvergleichen dieses Jahr, die wir machen, bzw. dann Anfang 2024 machen werden, werden wir sehen, dass an vielen Stellen uns der Rohertrag

00:25:26: Speaker Also die Arbeitswerte aus der Werkstatt, den Rohertrag, den Kredithalgen, den Denkungsbeitrag. Und wir haben mit dem IFA Mitte des Jahres den Branchenfokus rausgebracht und da war die Headline Service Schläge Sales und da stehe ich nach wie vor so 100% dahinter.

00:25:42: Speaker Jetzt habe ich vier Punkte gehört, das finde ich, also teile ich auch komplett, nämlich Werkstatt, haben wir gerade besprochen. Dann hast du von Marketing gesprochen, Marketingmaßnahmen, das muss, das glaube ich, haben wir ja in drei Podcasts hintereinander auch noch mal beschrieben, dass die meisten ja gar kein echtes Marketing machen, also in der Regel liegt ja,

00:26:07: Speaker Da liegen ja die Werbeausgaben bei vielleicht bei 1% des Umsatzes. Sie sollten aber eigentlich irgendwie bei 3,5, 3,8% liegen. Da investieren die meisten Händler und Händlerinnen ja viel zu wenig. Und dann vertrieblicher Denken, das übersetze ich jetzt mal so, wie der Thorsten das gesagt hat, nämlich in verkaufen können und wirklich auch aktiv verkaufen und vertriebliche Maßnahmen einleiten.

00:26:33: Speaker Das sind jetzt auf jeden Fall schon mal drei von denen und du hast Prozessorganisation gesagt. Was wären denn für dich irgendwie markante Prozessprozesse, die man angehen sollte, wo man gucken sollte und vielleicht da auch vielleicht Kosten zu sparen oder um was geht es da? Das sind viele Dinge. Also wir unterteilen grundsätzlich das Thema Prozesse und Organisationen

00:26:56: Speaker mehrere, drei Bereiche. Das ist einmal die Prozesse zum Kunden hin. Stimmen alle Prozesse zum Kunden hin. Das gibt es im Verkaufskompass. Wie reagiere ich, wenn das Telefon klingelt im Verkaufsgespräch? Das sind Themen, wie ist das ganze Thema zum Leasing zum Kunden abgewickelt? Was bekommt er davon mit? Wie gut ist der Prozess? Das sind nur einige Kleinigkeiten zum alles, was zum Kunden hin passiert. Dann unterteilen wir

00:27:26: Speaker Teile ich auch in Beratungen, ich habe einige Organisationshandbücher schon geschrieben, da ist oft der Weg das Ziel, gar nicht das Endprodukt. Prozesse im Hintergrund. Eine ganz einfache Frage an euch, auch an dich Thorsten als Fahrradhändler bzw. an die Zuhörer. Gibt es eine Regelung der Morgenroutine, wenn Sie das aufschließen? Ist klar, wer die Kassenrolle reinpackt, wer die Rechner anstellt.

00:27:54: Speaker sind alle Kabinen sauber, Abendroutine das gleiche. Das gleiche kann in der Werkstatt passieren. Gibt es eine Smartphone-Regelung? Gibt es eine Urlaubs- und Pausenregelung? Pausenregelung meine ich auch Raucherpausen.

00:28:04: Speaker Da gibt es Hunderte von Prozessen im Hintergrund, die man optimieren kann. Das führt natürlich auch zu einer gewissen Klarheit, Zufriedenheit unter den Mitarbeitern, zum Kunden hin auch zur Kundenzufriedenheit. Dann haben wir natürlich im Rat noch, im Vergleich zu anderen Handelsbranchen, wir sind ja in vielen Branchen unterwegs, ich auch sehr stark im Sport, und da gibt es natürlich das Thema Werkstatt, was wir genannt haben.

00:28:26: Speaker Auch als ganz großes Thema mit organisationellen Prozessen. Da ist ja überlegen, was da alles dazugekommen ist die letzten Jahre. Da ist das E-Bike als massive Innovation dazugekommen, was unsere Umsätze treibt. Da ist Leasing dazugekommen, die ganzen Abrechnungen. Ihr kennt das ja alles. Ihr habt ja auch mal was ausgearbeitet, was ich manchmal in Werkstätten sehe, vom VSF. Und wir haben auch die Neurakenmontage.

00:28:53: Speaker Da gibt es ganz viele Prozesse, wo der Ablauf klar sein muss, der Ablauf niedergeschrieben, am besten natürlich mit Mitarbeitern und im besten Fall auch digitale Tools dahinter gestellt werden und da gibt es natürlich mannigfaltige Themen.

00:29:07: Speaker Florian, jetzt habe ich dir ja natürlich genau zugehört und du hast ja auch die Ansprache an die Fahrradhändlerinnen und Fahrradhändler ganz persönlich gemacht und dann kriegt man natürlich gleich mal so ein kleines Markenzug und denkt, aber ich glaube, was ich raushöre ist natürlich, es ist nicht wichtig, dass alles fertig ist und alle Prozesse perfekt dargestellt sind, sondern es fängt ja schon da an, wo ich mir das erste Mal Gedanken mache und vielleicht mit meinen Mitarbeitenden schon drüber rede.

00:29:34: Speaker Das ist ja schon der erste Schritt in Richtung Prozessoptimierung. Also jetzt nicht bange sein und nicht erwarten, dass ich jetzt ein Ladenhandbuch habe, was 300 Seiten stark ist, wo jeder Prozess beschrieben ist, sondern ich habe das jetzt so interpretiert, dass wenn ich überhaupt schon losgehe und starte, dann bin ich eigentlich schon auf dem Weg, oder? 100 Prozent.

00:29:51: Speaker Der Weg ist das Ziel. Jedes Thema Fine-Tuning macht mich besser und effektiver und kann natürlich auch um die Eingangsfrage von Uwe zu beantworten, kosteneffizienter machen. Und 100% DAKOR, der Weg ist das Ziel in dem Fall.

00:30:11: Speaker Okay, das mit den Prozessen habe ich verstanden, Florian. Da sind wir alle dran, glaube ich. Jeder geht einen Schritt und wer noch nicht losgelaufen ist, der kann jetzt den ersten Schritt machen. Das ist auf jeden Fall richtig. Jetzt habe ich aber auch viel, Uwe und ich haben ein bisschen im Vorfeld berichtet von den Unternehmern, die auf ihren Laden gucken und heiß sind auf 2025. Was mache ich denn?

00:30:32: Speaker wenn es mir nicht so gut geht. Also der Laden nicht so gut läuft und ich auch eine vielleicht sogar miserable Stimmung habe. Vielleicht bin ich ja du als Zuhörende oder Zuhörender jetzt in so einer richtigen Down-Stimmung und sag, oh, alles blöd. Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Ich weiß noch überhaupt nicht, wie ich Lust habe. Was mache ich denn dann jetzt? Natürlich ist es wichtig, erstmal Klarheit zu nehmen, Klarheit zu schaffen, Transparenz zu schaffen,

00:30:59: Speaker zu sehen, wo man steht und vielleicht muss man sich in manchen Situationen auch mal rausnehmen. Ein sehr guter Unternehmer hat mal zu mir gesagt, ein guter Segler kann in ruhigen Gewässern immer segeln und ein richtig guter Segler, der segelt auch in stürmischen Zeiten. Jetzt kommen wir natürlich aus zwei Extremen im Radhandel. Also Extremen würde ich jetzt gar nicht sagen, aber die Situationen, die kennen wir ja alle und einige Händler haben natürlich

00:31:25: Speaker Jetzt auch nicht so gute Zeiten erlebt, da möchte ich erstmal an alle adressieren, Uwe du hast es auch letztens mal gesagt, wir haben ja nicht zwingend ein Absatzproblem, sondern wir haben ja quasi ein Lagerüberhangproblem, das ist ja so das Kernproblem unserer Branche und das sind ja Dinge, die mittel- bis langfristig weg sein werden. Als jemand von außen kann ich sagen, dass man natürlich in einer hoch emotionalen, tollen Branche sieht,

00:31:46: Speaker sind, die nach wie vor eine gute Zukunft haben. Wir gehen weiterhin von leicht steigenden Umsätzen aus, sicherlich eventuell noch mit einer Delle in 25 und jetzt auch in 24, aber wir haben jetzt ein sehr hohes Plateau auch einfach erreicht.

00:31:59: Speaker Und wenn es mir nicht gut geht, bzw. wenn ich vielleicht auch gerade mal down bin oder vielleicht eine Phase habe, wo ich mich nicht so wohl fühle als Unternehmer, Unternehmerin, dann müsste ich mich, also mein erster Tipp wäre, mal rauszunehmen, vielleicht mal eine Woche, eine zwei, auf den Berg gehen, vielleicht auch mal ein Wochenende eine Fahrradtour machen, eine Wanderung auf eine Hütte. Und das Wichtigste ist, was jedem Unternehmer, Unternehmerin bewusst ist, auch bei unserem Verkauf, einem Team,

00:32:28: Speaker Wir müssen ja auf das Personal achten. Ich bin der Stimmungsmacher, die Stimmungsmacher Nummer eins. Ich muss zusehen als Kapitän, Kapitänin, dass mein Team funktioniert und deswegen muss ich auch mit dem richtigen Mindset reingehen und das muss mir bewusst sein. Und wenn bei mir etwas nicht stimmt,

00:32:44: Speaker Wenn ich das Gefühl habe, ich kann gerade die Kraft, die Energie nicht aufbringen, dann muss ich das sofort an mir mir spiegeln lassen, das analysieren und muss dort ansetzen. Das ist ganz wichtig. Jetzt frage ich mal zwischen, jetzt stelle ich mir das vor, mir wächst das alles über den Kopf.

00:33:02: Speaker Die Umsätze stimmen nicht, Weihnachten im Oktober ist keiner gekommen, November war zu wenig los, im Dezember ist blöd gelaufen, das Wetter ist doof, ich habe zu viele Lagerware. Ich weiß noch nicht, wie ich das Gespräch mit der Bank führen muss. Ich bin wirklich nicht gut drauf. Wie kriege ich das jetzt hin, eine Woche auf den Berg zu gehen? Also was muss ich mir sagen, damit ich das wirklich mache? Ja, dieser Berg ist ja eine Metapher für andere Dinge auch. Also ich glaube, ich muss es schaffen, sagen wir mal, in gewisser Zeit und wenn es nur ein bis zwei Tage ist,

00:33:31: Speaker Ich versuche mich irgendwie rauszunehmen, am Unternehmen zu arbeiten. Ich muss dieses Hamsterrad durchbrechen und zu sehen, wie mache ich hier an dieser Stelle weiter. Wir haben ja oft diese Situation. Und oftmals brauchen wir auch dann in dem Punkt, ich meine, das ist ja unser Job, Hilfe von außen. Das kann durch eben einen Unternehmensberater oder Betriebsberater sein. Das kann vielleicht auch mal durch einen Verkaufstrainer oder durch eine psychologische Hilfe sein. Ich glaube, dass wir ganz oft über ganz harte Faktoren sprechen, über das,

00:34:00: Speaker über den Lagerüberhang, den du gerade erwähnt hast. Aber er drückt ja nicht nur auf meinen Lager und auf meinen Rolladreif, er kann ja auch auf meine Psyche drücken. Wir sind jetzt in einem sehr emotionalen Bereich, aber das ist ja das, was ich eingangs sagte, Emotionen und Psychologie spielen eine Rolle. Genauso wie bei uns im Verkaufen wiederum. Und wenn ich ein negatives Mindset habe, muss ich versuchen, bei mir anzusetzen, eventuell auch externe Hilfe holen. Und das ist sicherlich die Grundvoraussetzung, zumindest

00:34:29: Speaker für ein langfristiges Weitermachen meine innere Motivation und dass ich positiv jeden Tag gerne zur Arbeit gehe. Ich würde mal unterstellen, dass fast jeder, jedes VSF-Mitglied, jeder Händler eine Bike oder ZDG gerne Fahrradhändler ist. Also auch unser Asset, unser Vorteil ist, dass auch die Kunden spüren.

00:34:48: Speaker Florian, ich stimme dir komplett zu und das ist auch irgendwie was, was ich auch erlebe. Wenn Thorsten und ich über das Radfahren sprechen, dann geht es ja nicht nur um unsere Leidenschaft Radfahren, sondern auch, weil wir das als Auszeit oder als den Moment empfinden, wo wir nachdenken über Dinge, die uns vielleicht sonst über den Kopf wachsen würden.

00:35:07: Speaker Das erklären wir ja immer wieder. Meine Frau sagt immer, das wäre mein Yoga. Mein Yoga ist mein Radfahren oder mein autogenes Training. Und so sehe ich das auch.

00:35:24: Speaker Ich glaube, entscheidend ist, dass man das nicht als Luxus oder als Urlaub empfindet, sondern dass man das auch wirklich als produktive Erholungszeit sieht und dass diese produktive Erholungszeit auch total notwendig ist, um die Birne frei zu kriegen, um wieder Klarheit zu finden. Du hast ja mit Klarheit angefangen und genau darum geht es. Klarheit, klarer Blick auf den Betrieb.

00:35:48: Speaker dann plötzlich doch zu wissen, was muss ich tun, damit es dem Betrieb besser geht und so weiter. Ich will vielleicht noch eine Sache ergänzen. Ich habe mal wirklich auch tief in der Krise gesteckt und zwar über Jahre, habe dann ein Coaching gemacht, weil zu Hause meine Frau mir auch gesagt hat, jetzt ist mal gut. Ich bin jetzt auch nicht mehr diejenige, die dir helfen kann, such dir mal externe Hilfe und das Coaching,

00:36:14: Speaker Da brauchte ich nur zwei Termine, um plötzlich einen klaren Blick zu kriegen. Und ich glaube, genau darum geht es, Klarheit zu finden und ein Verständnis dafür, was das Unternehmen braucht, damit es dem Unternehmen wieder gut geht. Genau. Was ist exakt so wieder beschrieben, wie ich das auch aus einer Praxis kenne oder wie es mir auch Händler beschreiben.

00:36:39: Speaker Ich würde sagen, dass man das nicht nur in der Krisenzeit braucht. Ich glaube, dass es immer sinnvoll ist, am Unternehmen zu arbeiten oder auch sich eine Auszeit zu nehmen, um mal den berühmten Kopf frei zu bekommen, um auf andere Gedanken zu kommen. Und ich erlebe immer wieder, dass Händler viel zu sehr im Hamsterrad sind.

00:36:55: Speaker Und diese Klarheit und auch diese Analysefähigkeit dann, die da wieder kommt, klare Maßnahmen abzuleiten, ist extrem wichtig. Okay, also ich bin ja hundertprozentig bei euch. Für mich ist es auch ganz wichtig, dass ich rauskomme und dass ich viel am Unternehmen arbeite. Wenn ich jetzt aber so in so einem Loch stecke, dann ist es ja immer schwierig. Ich habe da ein Tool, was glaube ich ganz gut helfen kann, Florian. Vielleicht kannst du dann gleich nochmal was dazu sagen, wenn du es kennst. Ich gehe von aus eigentlich.

00:37:22: Speaker Wenn ich so eine dringend und wichtig Matrix mir erstelle, dann habe ich es erfahren, dann habe ich relativ schnell meine dringenden Themen und meine wichtigen Themen vielleicht ein bisschen auseinander. Und da kann so ein Lager über Bestand ist natürlich eine super dringende Sache. Du kennst die Matrix wahrscheinlich, vielleicht sagst du da mal zwei, drei Worte zu, ob das vielleicht der erste Schritt sein kann, Klarheit zu gewinnen.

00:37:50: Speaker Ja, dringend wichtig, vielleicht auch die Ebene kurz, mittel, langfristig, auch noch als Ebene reinbringen. Letztendlich geht es ums Priorisieren und das, was wir jetzt eben diskutiert haben, dieses rauskommen und das, letztendlich Dinge zu priorisieren und zu sagen, was ist wirklich wichtig. Da spielen natürlich übrigens auch bei Unternehmern ganz viele persönliche Dinge mit rein, also auch private Dinge logischerweise. Das kann einen weiterbringen und einen klaren Fahrplan geben, den ich wieder vor Augen halte.

00:38:18: Speaker Also du als Zuhörerinnen und Zuhörer merkst jetzt ja schon, also das sind schon wirklich wichtige Themen, die wir angehen und über die wir hier reden. Und ich kann mir schon vorstellen, dass der eine oder andere jetzt nochmal drüber nachdenkt, was ihn da so bewegt und wie er das in seinem Laden wirklich sieht.

00:38:34: Speaker Wir haben Weihnachten, nehmt euch doch einfach mal die Zeit, setzt euch hin, lest ein Buch, geht raus, macht mal einen langen Spaziergang. Redet vielleicht mal mit völlig fremden Leuten darüber, wie sich der Laden darstellt. Und schon gewinnt ihr neue Eindrücke und neue Perspektiven. Neue Perspektiven ist glaube ich das, was Uwe mit seinem Coaching meint. Da ist ein Coach, der macht euch einfach eine neue Perspektive auf.

00:38:56: Speaker Manchmal muss es nicht der Coach sein, manchmal kann es einfach auch nur irgendwie jemand sein, den man vielleicht nicht ganz so gut nah dran am Laden hat. Also nicht Mitarbeiter oder der Partner, sondern irgendjemand ein bisschen weiter außerhalb kann schon helfen. Und Weihnachten habt ihr mit Sicherheit Gelegenheit dazu. Ja Florian, jetzt warst du dabei. Das hat mir sehr viel Freude bereitet. Hat Spaß gemacht. Das war sehr schön. Das wäre sehr lehrreich auch für mich. Ich danke dir, dass du da warst und wünsche dir natürlich auch ein wunderschönes Weihnachtsfest. Sind ja noch ein paar Tage bis dahin. Ich hoffe, du hast schon Geschenke gekauft.

00:39:26: Speaker Und dann eine schöne Zeit über Weihnachten und danke, dass du da warst. Vielen Dank, dass ich da sein durfte. Hab mir viel Freude bereitet. Euch auch ein schönes Fest. Und ja, guten Start an alle Zuhörer und Zuhörerinnen fürs Jahr 2025. Das wird gut.

00:39:41: Speaker Thorsten, wie war das für dich mit Florian? Konntest du ihm nachdenken? Ganz so fantastisch, wie ich ihm das auch selber gesagt habe gerade. Auf jeden Fall viel drin für mich. Ich nehme viel mit. Von daher wirklich ganz wunderbar. Jetzt bin ich nicht in so einem Loch, wo ich raus muss. Ich bin ja schon positiv aufgeladen.

00:40:04: Speaker Aber das sind genau die Sachen, die ihr dann helfen können. Also die Florian auch gerade noch mal geschildert hat. Von daher eine gute Sache. Ich glaube, das war ganz schön. Es war auch jetzt schon noch ein bisschen weihnachtlich eingestimmt. Ich nehme für Weihnachten mir auf jeden Fall Zeit, mache Spaziergänge und werde noch mal drüber nachdenken. Ja, ich glaube, so einen, mindestens einen Spaziergang machen wir auch gemeinsam, wenn ich das richtig, wenn ich da richtig vorausschaue. Der wird auch sehr zukunftsorientiert sein. Der wird zukunftsorientiert sein. Schön.

00:40:33: Speaker Pack das mal in dein Topcase. Ja, haben wir ja vorhin schon mal ganz kurz erwähnt, die meisten kennen es wahrscheinlich, ist auch nur eine relativ einfache Matrix, aber kann dir echt helfen, eine andere Perspektive auf ein paar Sachen zu kriegen, wenn du die hin und her schiebst in der Matrix, ob was wirklich dringend oder ob was wirklich wichtig oder wie dringend und wie wichtig das jeweils ist.

00:40:53: Speaker Das kann dir Klarheit verschaffen, deswegen im Top Case zum Download einfach diese Matrix mal und mach ein paar Button, die dich wirklich beschäftigen und schieb das einfach mal in diesem Fadenkreuz, in dieser Matrix hin und her. Mal das nicht gleich fest hin, sondern mach das variabel so, dass du es schieben kannst und ich glaube dann kannst du einige Sachen viel viel klarer sehen. Und wir stellen das wie immer zum Download in den Show Notes.

00:41:19: Speaker ist der heiße Scheiß. Ja, der heiße Scheiß sind warme Worte und die erwarten dich, wenn du den Podcastsende gehört hast. Ganz, ganz hinten dran haben wir noch was wirklich Schönes für dich vorbereitet. Lass dich nochmal richtig in Stimmung bringen von Sandra Davina und lausche ihren Worten.

00:41:35: Speaker Ja, da will ich vielleicht noch eine Sache sagen. Sandra hat uns gebeten, doch mal noch auf die Seite Medica Mondiale zu gehen und hat uns um Spenden gebeten. Wir haben Weihnachten. Spendet bitte für Media Mondiale. Kann man auf der Website sehen. Es geht um Frauen, die sexualisierte Gewalt in Kriegsgebieten erfahren haben und die unsere Unterstützung brauchen. Und ich finde, das ist allemal

00:42:03: Speaker eine gute Investition dahin zu spenden. Danke, Sandra, für den schönen Text und für diesen schönen Spendenauf. Dankeschön. Immer vorwärts. Das erwarte ich beim nächsten Mal. Thorsten, wie und wann starten wir denn das neue Jahr mit dem Podcast? Fantastisch.

00:42:24: Speaker Das war ja keine Frage. Also, wir haben ja immer den Blick in die Glaskugel. Das wäre für Januar eigentlich genau das richtige Thema, einfach nochmal einen Blick nach vorne zu werfen. Aber du bist ja auch von der Gruppe, die wir getroffen haben, sehr inspiriert und hast da auch noch was mitgebracht, habe ich gehört.

00:42:40: Speaker Ja, ich fand den Blick in die Glaskugel, das war immer so eine Definition, die ganz viel verwendet wird und die immer unterschiedliches meint. Ich dachte mir, wir nehmen doch eine Bezeichnung, die der Nils in unserer letzten Runde gesagt hat. Vielen Dank, Nils, dafür. Der Chancenblick. Den Chancenblick finde ich gut, ja. Sehr gut. Blick in die Zukunft, der Chancenblick.

00:43:03: Speaker Okay, also wir starten 2025 mit dem Chancenblick. Also welche Chancen tun sich für dich auf? Welche Chancen sind gut für dich? Und wen könnten wir nicht noch besser dazu gewinnen als noch mal vielleicht Florian Schöpfs? Wir waren noch nicht ganz fertig mit den ganzen Themen, die er sich aufgeschrieben hat. Deswegen freuen wir uns noch mal. Wir enden mit Florian und starten noch mal mit Florian. Am 17. Januar der erste Podcast 2025.

00:43:30: Speaker Mit großen Chancen. So, jetzt bleibt da ja nicht mehr viel zu sagen. Jetzt bleibt einfach nur noch gute Wünsche für die Weihnachtszeit loszusprechen. Genießt die Zeit, genießt Weihnachten, genießt das Essen, genießt die Zeit mit der Familie, mit euren Liebsten, mit euren Freunden. Und macht auch die Zeit zwischen den Jahren zu eurer Zeit.

00:43:48: Speaker Ich finde ja das Wort besinnliche Weihnachtszeit, trifft das irgendwie total gut. Einmal kurz zu Sinn zu kommen, sich zu besinnen auf das, was einem wichtig ist. Freunde, Kolleginnen, Kollegen und die Nächsten. Und wirklich zur Ruhe kommen, vielleicht auch mal das Handy an die Seite legen. Und wie hast du gesagt, vielleicht eher mal auf die Couch legen, also im Rad fahren.

00:44:13: Speaker Oder andersrum, ein Tipp, den wir normalerweise nie geben. Aber ich möchte gerne auch noch mal ganz kurz Malin zu Wort kommen lassen, weil die begleitet uns das ganze Jahr und sitzt immer im Hintergrund, nimmt auf, macht unsere Redaktion und sorgt dafür, dass unser Podcast wirklich super geschnitten ist. Also vielen Dank Malin und vielleicht auch für dich noch die Chance, dich von den Zuhörerinnen zu verabschieden.

00:44:39: Speaker Ja, vielen Dank, Uwe. Ich wünsche auch euch allen da draußen frohe Weihnachten, einen sensationellen Start ins neue Jahr. Und ich glaube, das wird großartig. In diesem Sinne und jetzt noch ein paar warme Worte von Sandra Davina. Freut euch. Okay, wenn du dabei sein willst, brauchst du einen Bike. Am besten mit einer Fahne dran. Dann einen Helm in bunten Farben und mindestens einen siebten Gang. Also steig auf. Willkommen im Club. Damals in der Nachbarschaft, wo in manch verbrachter Nacht ist das Bike in unsere Träumenschaft.

00:45:08: Speaker Wir hatten blaue Knie und Spielplatz, verschlissene Hosen, wo wir manche Steigung, das Rad aufwärts schoben, mit grellen Schnitzeljagdpfeilen auf unserem Boden, wir waren jung und sicher oft nicht leicht zu loben. Abenteuerhungrig und unsere Schuhgröße klein, Klettverschluss stark, wie unser Selbstbewusstsein, unser Leben passte, in diese Radrahmen rein. Diese Räder, die uns sicher tragen, Weggefährten gleich, wo man mit etwas Schwung und Kraft den Horizont erreicht,

00:45:38: Speaker Freiheit, hört man flüstern, ein Versprechen, das gemacht, etwas kitschig, voller Pathos, aber sicher gut gedacht, denn die Idee hat sich bewiesen und Jahrhunderte gewirkt. Ein Erfolgsmodell, was damals noch mit grobem Strich skizziert vom Entwurf dann in die Wirklichkeit. Und der Sattel kam aufs Rad. Ja, Milliarden Hintern sind seitdem mit ihm auf großer Fahrt.

00:46:02: Speaker Lebensbegleiter, Wegbereiter, ein Kultobjekt auf großer Bühne, weltweit im Straßenbild, für Transport, für Freizeit, für Bewegung, wo Mobilsein etwas gilt, in Garagen und in Fahrradkellern, Milliardenfach zu Haus,

00:46:16: Speaker Ständig schnappen irgendwo die Fahrradschlösser auf, die nächste Straße wartet schon, die Route ist gesteckt, wo der Fahrtwind dann nach Mückenbeinen und Abenteuern schmeckt, mit dem Mountainbike durch wilde Wälder, auf unbequemen Wegen, mit dem Hollandrad durch weite Felder, dem Sonnenlicht entgegen, mit dem Rennrad neue Zeiten jagen, rekordverdächtig schnell, mit dem Klapprad nachts nach Hause fahren, die Reflektoren leuchten hell.

00:46:44: Speaker Und sieh nur, da beim Fahrradkauf, wo Ladenfenster locken, kann man meist auf großem Platz die Bikes der Season shoppen, diese Häuser voller Räder, die sich aneinander schmiegen, wo Trackingbike und Lastenrad sich in den Armen liegender, Stellenlenker sich so stolz zu Räderreihen auf

00:47:03: Speaker und Kundinnen betasten, prüfen Rahmenhaut, da werden Bremsen ausgetestet und Gänge ausprobiert, wo mittendrin dann gerne manch Probefahrt passiert, wo Händlerinnen eifrig auf Fragen Antwort geben und mit Leidenschaft und Freude für diese Sache leben, wo Regalmeter voll Ratbedarf auf suchend Hände warten und Finger sich verirren in Klingeln aller Arten, hier wo dann zusammenkommt, was zueinander passt,

00:47:31: Speaker Da wird die Verbindung zwischen Mensch und Rat geschafft. Und das Zahlenschloss klickt leise. Klick. Der Code ist hochkomplex. Bestimmt hat noch kein Dieb auf 1, 2, 3 gesetzt. Die Räder stehen eng beisammen, auf Stadt- und Bahnhofsplätzen, vor Schulgebäuden, Supermärkten, in Zahlen kaum zu schätzen, wie Gnus dort an der Wasserstelle, eng an eng gedrängt, Rat an Rat, an dem manch Herz aber auch ein Schloss dranhängt.

00:48:00: Speaker Und die Rezeptur der Stadt wurde mit zitternd Schrift geschrieben, die Anleitung verwischt, manche Zutaten verschwiegen, manche Wege enden plötzlich, manche Stadt ist zu verbaut. Es braucht Vision, die geträumt, ein Konzept, an das man glaubt. Es braucht ein Vorbild, besser viele, die als Beweis dann hier gedacht

00:48:19: Speaker Als Beispiel, dass man aus Ideen dann Wirklichkeit erschafft. Es braucht Wege, die uns sicher tragen. Ein Straßennetz, das hält. Es braucht freie Bahn und weite Sicht, eine radgeformte Welt. Zumindest braucht es Aufbruch, der auf leisen Rädern rollt. Diese Fahrradtour geht weiter.

00:48:38: Speaker Fahrt mit uns, wenn ihr wollt. Denn wo Staugelanden meilenweit an Autobahnen hängen und sich PKWs nur mühsam durch Innenstädte zwängen, wo an Rückspiegeln der Duftbaum im leisen Fahrtwind baumelt und man beim Ausstieg dann ne Weile vom Peach-Geruch noch taumelt, wo das Radiolaut dröhnend Verkehrsinweise gibt.

00:48:58: Speaker Und zwischen Ziel und Startort eine Großbaustelle liegt, wo man bei Ankunft wochenlang auf Parkplatzsuche geht und jedes Tiefgaragenticket für neue Schulden steht, wo alles immer teurer wird. In unruhig wilden Zeiten kann dir wenigstens das Fahrrad noch die Stange halten.

00:49:16: Speaker Kein Motor, der nicht startet, kein Fehlendes Benzin, nur ein Helm und freie Bahn, um in die Welt hinauszuziehen. Egal ob rasend schnell oder bummelig entspannt, egal ob ganz gemütlich oder hochgradig rasant, man muss kein Erik Zabel sein, um den Berg mal zu bezwingen.

00:49:33: Speaker Manchmal reicht ein kleiner Motor schon, um dich hoch hinaus zu bringen. E-Bikes schaffen Möglichkeiten, geben Antrieb bei Bedarf. Immer neue Lösungen findet hier der Fahrradmarkt. Vom Liegerad zum Tandem bis zum Dreirad wird gedacht, wo Kreativsein hier für jeden neue Wege offen macht.

00:49:51: Speaker Und manchmal ist es auch verwirrend. Das Wording ist gewitzt. Denn auf dem Rad ist es okay, wenn du nach unten trittst. Auch kein Skandal, wer hier den Rücktritt wählt. Die Sicherheit fährt mit. Ja, das ist Sport, bei dem du lässig, kilometerweise sitzt.

00:50:07: Speaker Und Bello sitzt im Körbchen, vorne drin am Lenker, für ihn fährt Herrchen gerne durch den Park nen kleinen Schlenker, Torben hockt im Hänger, während Papa fleißig strampelt, er hofft auf Eis beim Laden da drüben an der Ampel, und die Post liegt dort im Lastenrad, wird radelnd ausgeteilt.

00:50:26: Speaker Der, die Boot in muss, nicht schleppen. Alle Briefe sind bereit. Ja, so viel ist unterwegs. So viel verfolgt ein Ziel. Mit dem Rad finden sich Wege. Mit dem Rad bleibt man mobil. Also immer noch Fahrradgängen sind im Sattel geblieben. Papa sagt, wer es liebt, soll das Rad schieben. Und wir schieben nichts mehr auf, machen Pläne, malen uns die Zukunft aus. Alle fürs Fahrrad, sind gemeinsam laut.

00:50:51: Speaker Radwege schmücken den Asphalt vorm Haus. Eine Welt, die stolz auf Visionen baut, die sich etwas traut. Tausend Augen, aus denen man nach vorne schaut. Ich sag vielen Dank für die Bühne und jetzt gibt's Applaus.

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