Einfach mal machen! So gelingt die Umsetzung
Shownotes
Diese Episode hilft dir, schneller ins Handeln zu kommen. Du hörst, warum Umsetzung über Erfolg entscheidet und wie du es schaffst, mutig erste Schritte zu gehen. Du profitierst von klaren Strategien, echten Praxisbeispielen und zwei starken Gästen: Andreas Lübeck und Florian Schöps.
Das erwartet dich:
- Warum Mut und Konsequenz im Fahrradbusiness echte Gamechanger sind
- Wie Erfa‑Arbeit dir Fokus und Klarheit gibt
- Welche Schritte dir sofort helfen, Veränderungen umzusetzen
- Warum halbherzige Maßnahmen deinen Laden bremsen
- Wie du Prioritäten findest und dranbleibst
Unterstützer des Podcasts:
- Bikelasing Service – Partner für smarte Leasinglösungen
- Ortlieb – wasserdichte Fahrradtaschen & Rucksäcke
- Stevens Bikes – entwickelt und konstruiert in Hamburg
- VeloPro – Versicherungslösungen für deinen Betrieb
- Linexo – schneller Komplettschutz für dein Fahrrad
Hast du ein Thema, das du endlich umsetzen willst? Teile es mit uns und starte heute deinen Erfolgsschritt. Schreib uns einfach eine Mail an podcast@vsf-mail.de und wir unterstützen dich als Sparringspartner beim Erreichen deiner Ziele.
Transkript anzeigen
00:00:07: Speaker Bikes for Future, der Podcast mit Uwe und Thorsten für deinen Erfolg im Fahrradbusiness.
00:00:14: Speaker Wie so vieles auf dieser Welt funktioniert auch unser Podcast nicht ohne Werbung und finanzielle Unterstützung.
00:00:19: Speaker Für Ihre Partnerschaft bedanken wir uns bei Bikelasing Service, Ortlieb, wasserdichte Fahrradtaschen und Rucksäcke, Stevens, Bikes designt und konstruiert in Hamburg, VeloPro, Versicherungslösung für deinen Betrieb, Linexo, Komplettschutz für dein Fahrrad, schnell und unkompliziert.
00:00:37: Speaker Kennst du das, Uwe, wenn man manchmal irgendwie in den sozialen Medien oder bei YouTube unterwegs ist, dass man so lauter Videos sieht für alte Männer, also wie man das schafft, sich wieder irgendwie beweglicher zu machen?
00:00:49: Speaker Entschuldigung, dass ich so lange muss.
00:00:52: Speaker Bei Beweglichkeit würde ich sagen, habe ich schon lange aufgegeben.
00:00:56: Speaker Ja, ja, ich auch.
00:00:58: Speaker Und trotzdem kriege ich ja diese ganzen Videos angezeigt.
00:01:02: Speaker Das ist gut fürs Knie, starkes Knie oder bewegliche Knie oder bewegliche Hüfte oder deine Schulter mobilisieren oder was weiß ich nicht alles.
00:01:09: Speaker Da kann man sich ja 500 verschiedene Übungen angucken und jeder Experte weiß ja die noch bessere Übung.
00:01:15: Speaker Ja.
00:01:16: Speaker Die Frage ist halt, gucke ich mir die ganzen Übungen an, aber das hilft ja noch nicht, ne?
00:01:20: Speaker Nee, nee, nee.
00:01:21: Speaker Nee, vom Gucken allein bringst du es nicht.
00:01:24: Speaker Ich glaube, in der Theorie bin ich bei Beweglichkeit unheimlich stark.
00:01:28: Speaker Das bin ich auch theoretisch.
00:01:30: Speaker Ich kann auch andere total gute Tipps geben.
00:01:33: Speaker Und ich bin umsetzungsschwach.
00:01:37: Speaker Ja, aber ich glaube, das Entscheidende ist ja, dass man wahrscheinlich dann irgendwann hingeht und dann eine von diesen Übungen oder zwei oder was weiß ich irgendwas macht, oder?
00:01:45: Speaker Ja, irgendwas muss man machen, irgendwie muss man starten.
00:01:49: Speaker Ohne, dass man die Übung macht, wird es auf jeden Fall nicht beweglicher, sondern nur noch unbeweglicher.
00:01:53: Speaker Und vom Bildschirm hocken ist mit Sicherheit das Gegenteil von, ich mache eine Beweglichkeitsübung.
00:01:59: Speaker Ja, ich habe auch ein Beispiel.
00:02:02: Speaker Wir beide sind ja irgendwie Radsportler.
00:02:04: Speaker Also wir verstehen uns ja tatsächlich, dass wir viel Rad fahren im Jahr.
00:02:08: Speaker Und das trainiert ja nur die Beine.
00:02:09: Speaker Und ich wusste schon immer, ich muss auch mal was für den Oberkörper machen.
00:02:12: Speaker Und das wusste ich und hatte auch eine Idee dazu und bin aber nie angefangen.
00:02:16: Speaker Und jetzt habe ich mir wirklich zum Jahreswechsel nur ein Rudergerät gekauft.
00:02:21: Speaker Und rudere jetzt und finde das super.
00:02:23: Speaker Das ist genau das, was ich gesucht habe, was ich dann auch wirklich mache und nicht nur einfach mir vornehme, sondern auch wirklich tue.
00:02:29: Speaker Aber da bist du dann jetzt auch in die Umsetzung gegangen, du ruderst also wirklich.
00:02:32: Speaker Genau, ich rudere.
00:02:33: Speaker Das ist schon mal ein Vorteil.
00:02:34: Speaker Also Klimmzüge ist noch nicht, aber rudern schon.
00:02:37: Speaker Genau, das mit dem Klimmzügen, du kennst es, die Stange, die bei mir hängt, die habe ich nicht wirklich benutzt.
00:02:43: Speaker Aber das Rudergerät benutze ich.
00:02:45: Speaker Ja, sehr gut.
00:02:46: Speaker Das ist aber auch genau das Thema, was wir heute besprechen wollen, oder?
00:02:51: Speaker Ja, ich glaube… Also nicht unsere Beweglichkeit und nicht unsere Rudergeräte oder… Das möchten wir hier nicht zum Thema machen, nee.
00:02:57: Speaker Aber in die Umsetzung gehen, darum geht es, ja.
00:02:59: Speaker Und warum fällt uns das so schwer und warum holen wir uns immer noch mehr Rat und nochmal einen Ratschlag hier und noch einen Leergang da und was weiß ich nicht alles ein und kommen nicht einfach dazu, dass wir wenigstens irgendwas machen, damit was vor uns geht.
00:03:12: Speaker Ja, es ist eine Frage des Mutes, eine Frage der Überzeugung, eine Frage des Vertrauens.
00:03:19: Speaker Da hängt viel dran, glaube ich.
00:03:20: Speaker Und ich bin mal gespannt, was wir heute alles so besprechen werden und wie unsere Interviewpartner da auch mit, was sie uns mitbringen.
00:03:30: Speaker Da bin ich auch sehr gespannt.
00:03:32: Speaker Also eine Sache habe ich vorher, glaube ich, noch, bevor wir zu unseren Interviewpartnern gehen.
00:03:38: Speaker Man muss auch schon davon überzeugt sein, dass das gut ist, oder?
00:03:42: Speaker Wir haben ja jedes Jahr unsere Werkstattschulung und da ist es immer spannend, welche Teilnehmer und welche Teilnehmerinnen wir wirklich überzeugen können und die dann auch überzeugt rausgehen und welche sozusagen mit Skepsis rausgehen und wie dann das Spiel weitergeht oder die Umsetzung nachher weitergeht.
00:04:02: Speaker Und bei manchen macht es im Nachgang Klick und bei manchen bleiben skeptisch.
00:04:08: Speaker Und es ist ja immer unser Anspruch, möglichst viele zu erreichen, aber die, die skeptisch bleiben, da scheitern wir dann auch immer wieder und scheitern sozusagen an, ich weiß gar nicht, was es ist, ob wir dann nicht überzeugend genug waren, ob die Argumente gefehlt haben, wie auch immer.
00:04:29: Speaker Das kannst du ja vielleicht auch mal beschreiben von deiner Seite, aber manchmal erreichen wir die Menschen nicht richtig.
00:04:34: Speaker Da stelle ich mir die Frage, ist das wichtig, ob wir alle erreichen, wenn jemand das ablehnt oder entscheidet sich dagegen oder ist so skeptisch, dass er das nicht machen möchte?
00:04:44: Speaker Da erwarte ich ja gar keine Umsetzung.
00:04:45: Speaker Aber was mich noch bedenklicher stimmt, ist die Leute, die sagen, ja, super, genau so und dann nicht umsetzen.
00:04:56: Speaker Also das ist ja auch noch ein relativ großer Teil, die genau wissen, das wäre genau das Richtige zur genau richtigen Zeit und dann kommen sie immer noch nicht in die Umsetzung.
00:05:05: Speaker Ja, das wäre natürlich, sagen wir mal so, das wären natürlich die 30 Prozent oder 25 Prozent, die schon mal ein guter Start für uns wären, wo wir sagen würden, da geht was richtig vorwärts, klar.
00:05:16: Speaker Ja, die Skeptiker natürlich auch irgendwann und mit mehr Überzeugungsarbeit oder vielleicht noch mit einem anderen Ansatz, aber wie gesagt, die, die schon eigentlich überzeugt sind, die zum Umsetzen zu bringen und da würde ich jetzt schon nochmal gerne hören, was unsere Interviewpartner dazu sagen.
00:05:31: Speaker Heute haben wir bei uns im Studium mal Andreas Lübeck.
00:05:34: Speaker Ich kenne Andreas schon lange aus der Erferarbeit und ich glaube, das ist auch ein Thema, über das wir heute reden wollen.
00:05:40: Speaker Andreas, du machst ja wirklich viele Erfers und hast das schon viele Jahre lang.
00:05:43: Speaker Vielleicht kannst du mal sagen, wie lange und wie viele?
00:05:47: Speaker Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, wie lange das jetzt schon ist.
00:05:49: Speaker Also gefühlt 30 Jahre, stimmt aber nicht.
00:05:51: Speaker Also ich würde sagen so 20, 25 Jahre.
00:05:54: Speaker Und in der Spitze, also ich muss ja dazu sagen, ich werde dieses Jahr 70 Jahre lang
00:05:59: Speaker Also reichlich Moos auf dem Puckel und in der Spitze habe ich 13 Erfa-Gruppen parallel gehabt.
00:06:08: Speaker Das war aber ein bisschen sehr anstrengend und heute genieße ich es mit weniger.
00:06:13: Speaker Das kann ich mir vorstellen, 13, das ist auch wirklich dann richtig viel.
00:06:18: Speaker Andreas, aber dann hast du natürlich viel Erfahrung und das ist genau das, was mich eigentlich heute auch interessiert, was vielleicht die Hörer, Hörerin auch interessieren könnte.
00:06:27: Speaker Wir wollen ja so ein bisschen darüber reden, ob du in der Airfahrer Sachen wirklich mitnimmst, die du dann im Laden umsetzen kannst.
00:06:34: Speaker Also mir geht es eigentlich darum, die Frage, kann ich aus einer Airfahrer-Sitzung, wenn ich da ein, zwei Tage bin, was mit nach Hause nehme, was ich dann auch wirklich direkt umsetzen kann.
00:06:45: Speaker Ja, das ist definitiv der Fall.
00:06:47: Speaker Also ich glaube, sonst wäre die RFA-Arbeit insgesamt nicht so erfolgreich und wir machen ja nach jeder RFA-Runde, nach jeder RFA-Tagung machen wir eine Feedback-Runde.
00:06:58: Speaker Da höre ich dann ja immer wieder, was die einzelnen Mitglieder so mitnehmen.
00:07:02: Speaker Und ich sehe es ja auch, was so mitgeschrieben wird.
00:07:04: Speaker Also zum Teil machen wir auch in den Folge-RFA-Gruppen dann wieder Feedback-Runden, wo wir abfragen, was von den Dingen, die im vorherigen Treffen besprochen worden sind, tatsächlich umgesetzt worden sind.
00:07:18: Speaker Also da passiert schon einiges.
00:07:20: Speaker Aber es ist eben individuell.
00:07:23: Speaker Jeder Mensch ist anders.
00:07:24: Speaker Und so ist auch die Umsetzung immer wieder ein bisschen anders.
00:07:27: Speaker Gibt es denn in den Airfas so Hilfestellung für die Umsetzung?
00:07:31: Speaker Also ist das überhaupt ein Thema oder ist es eher das Thema, wir haben es ja erzählt und dann ist jeder für sich selbst verantwortlich?
00:07:38: Speaker Naja, also da muss ich selbstkritisch sagen, das ist vielleicht zumindest bei mir in den letzten Jahren noch tatsächlich zu kurz gekommen.
00:07:46: Speaker Also
00:07:48: Speaker Irgendwie geht die Zeit bei so einem ERFA-Treffen immer sehr schnell rum und man kommt von dem einen zum anderen und erzählt dies und das und jenes.
00:07:56: Speaker Und die Kontrolle dessen, was im vorherigen Treffen besprochen worden ist, was sich der Einzelne vorgenommen hat, ist vielleicht tatsächlich in den letzten Jahren irgendwie noch zu kurz gekommen.
00:08:10: Speaker Ich denke, man könnte da noch sehr viel effizienter arbeiten, aber aus meiner Erfahrung heraus sind die ERFA-Gruppen
00:08:17: Speaker Sehr, sehr unterschiedlich.
00:08:18: Speaker Also obwohl ich nun immer derselbe Erfa-Leiter war, läuft jede Gruppe immer irgendwie ein bisschen anders.
00:08:24: Speaker Und es hat einfach mit den Typen zu tun, die da drin sind und wie die ihre Gruppe eben auch...
00:08:31: Speaker bestimmen wollen.
00:08:31: Speaker Also Gruppen, die sehr nach vorne denken, die setzen sich natürlich auch gegenseitig anders unter Druck.
00:08:38: Speaker Und da sind die Fragen dann natürlich auch intensiver.
00:08:41: Speaker Sag mal, hast du das und jenes eigentlich auch gemacht und wie sind deine Erfahrungen damit?
00:08:45: Speaker Also unterstrich muss ich sagen, es könnte wahrscheinlich noch viel mehr in der Richtung nachgebohrt werden.
00:08:53: Speaker Andreas, jetzt höre ich da ja raus, dass es sozusagen viele Gespräche gibt und auch Aufgaben verteilt werden oder auch vielleicht Umsetzungen besprochen werden und dass du jetzt so beschreibst, dass die Kontrolle darüber, ob das wirklich auch passiert, nicht so in dem Maße erfolgt.
00:09:10: Speaker Der Thorsten hat ja gefragt, ob es da Anleitungen gibt, ob es sozusagen, wenn man bespricht, ich sage jetzt mal, dass bestimmte Prozesse im Betrieb verändert werden, ob man auch bespricht, wie das gehen könnte.
00:09:22: Speaker Also das habe ich eher so verstanden nach.
00:09:25: Speaker Ist denn den allen schon klar, was dann irgendwie zu tun wäre?
00:09:29: Speaker Ich denke schon, dass das ziemlich gut rauskommt.
00:09:32: Speaker Also R-Verarbeit heißt ja nun mal Erfahrungsaustausch.
00:09:36: Speaker Das ist der Kern jeglicher R-Verarbeit.
00:09:39: Speaker Und es gibt ja zu allen möglichen Themen gibt es bestimmte Runden.
00:09:45: Speaker Also wir machen in der Regel Themensammlungen und dann werden diese Themen der Reihe nach abgearbeitet.
00:09:51: Speaker Und je nach Wichtigkeit wird dann ein Thema eben auch intensiver behandelt.
00:09:57: Speaker Und wie gesagt, die Teilnehmer haben ja unterschiedliche Erfahrungen mit den einzelnen Themen.
00:10:03: Speaker Und das kommt dann schon ziemlich intensiv raus.
00:10:07: Speaker Also wir haben in den meisten ERFA-Gruppen die Vereinbarung, dass Themen generell zu Ende diskutiert werden.
00:10:14: Speaker Das ist ja auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt.
00:10:16: Speaker Also man kann sich natürlich verlieren, weil gerade in der heutigen Zeit gibt es unendlich viele Themen, die man durchdiskutieren könnte.
00:10:22: Speaker Und es gibt in fast allen meinen ERFA-Gruppen, glaube ich, gibt es diese Vereinbarung,
00:10:28: Speaker dass ein wichtiges Thema im Zweifelsfall zu Ende diskutiert wird, auch auf die Gefahr hin, dass andere Themen dann hinten runterfallen und bei der Tagung nicht berücksichtigt werden.
00:10:38: Speaker Und das halte ich schon für wichtig, dass ein wichtiges Thema, was gerade allen unter den Nägeln brennt, dass das zu Ende diskutiert wird und dann auch jeder seinen Beitrag liefert, wie er das in der Umsetzung dann gemacht hat.
00:10:53: Speaker Okay, ich glaube, wir müssen es mal konkret machen, damit ein bisschen für die Hörerinnen und Hörer klar wird, um was es geht.
00:10:59: Speaker Jetzt nehmen wir mal so ein schönes Thema wie Öffnungszeiten.
00:11:03: Speaker Und in der Erfa wird das besprochen.
00:11:04: Speaker Eines meiner Lieblingsthemen.
00:11:06: Speaker Eines deiner Lieblingsthemen, ja, meins auch.
00:11:09: Speaker Und jetzt gibt es ja Menschen in der Erfa-Gruppe, die davon berichten können, wie sie es machen und die machen es vielleicht anders als die anderen.
00:11:17: Speaker Und die werden auch berichten von den Erfahrungen.
00:11:20: Speaker Jetzt ist ja wahrscheinlich in den Erfa-Gruppen die Erfahrung, der Hintergrund divers.
00:11:26: Speaker Also die einen haben diese und die anderen haben jene Öffnungszeiten und diese oder jene Erfahrung gemacht.
00:11:31: Speaker Wenn aber doch ein Konsens, also wenn zu Ende gesprochen wird und zu Ende diskutiert wird, dann gibt es ja wahrscheinlich auch bei diesen ganzen Erfahrungen, die die gemacht haben, einen bestimmten Konsens für eine Grundstruktur oder für eine Frage nach Kapazitäten und so weiter.
00:11:47: Speaker Dann kommt man doch zu einem Ergebnis und sagt, probier es doch einfach mal aus.
00:11:52: Speaker Also das ist doch eigentlich dann die Hausaufgabe.
00:11:55: Speaker Oder verstehst du das Beispiel?
00:11:56: Speaker Definitiv.
00:11:57: Speaker Also dieses Beispiel Öffnungszeiten ist wirklich ein tolles Beispiel, muss ich sagen, weil das begleitet mich jetzt, glaube ich, 20 Jahre.
00:12:04: Speaker Also ich habe vor vielen, vielen Jahren, als ich meine Reisetätigkeit so begonnen habe, habe ich eben festgestellt, dass in Süddeutschland,
00:12:11: Speaker die Fahrradhändler, also Bayern und Baden-Württemberg, generell montags geschlossen hatten.
00:12:16: Speaker Das war für mich am Anfang völlig absurd, weil jeder normale Fahrradhändler, der nicht montags zu hat, sagt, nee, montags ist einer der stärksten Tage.
00:12:25: Speaker So bei genauem Nachfragen hat man dann aber festgestellt, dass die Montagsschübe, die normalerweise im Fahrradladen kommen, bei den anderen Händlern am Dienstag kommen.
00:12:36: Speaker Also war irgendwie klar, Montag geschlossen ist nicht schlecht so und das habe ich in die Erfa-Gruppen eingebracht und ist natürlich total kontrovers diskutiert worden und das ist dann so ein typischer Ablauf, dann findest du einen, der irgendwie sich das überlegt und hin und her und sagt, ich probiere das jetzt einfach mal aus.
00:12:54: Speaker So, das ist dann der Vorreiter.
00:12:56: Speaker Und beim nächsten Treffen berichtet er davon, von seinen Erfahrungen damit, dass die Umsätze eben nicht eingebrochen sind.
00:13:01: Speaker Also ich meine, das ist ja immer die Frage.
00:13:03: Speaker Also wenn ich so gravierend eingreife in mein Geschäft, dann ist immer die Frage, ja, was kann es sein, dass eben, also früher galt einfach im Einzelhandel Öffnungszeit gleich Umsatz.
00:13:16: Speaker Also immer mehr Öffnungszeit gleich mehr Umsatz.
00:13:18: Speaker Und das ist im Fahrradhandel nur bedingt richtig, ist meine Erfahrung.
00:13:22: Speaker Und das ist an diesem Beispiel mit dem geschlossenen Montag, kann man das wunderbar nachvollziehen, dass es eben tatsächlich anders funktioniert.
00:13:30: Speaker Und der Ablauf ist, wie gesagt, immer derselbe.
00:13:32: Speaker Einer in der Gruppe probiert und kommt beim nächsten Mal oder beim übernächsten Mal eben mit seinen Erfahrungen.
00:13:38: Speaker Und dann steckt er in der Regel den nächsten an.
00:13:40: Speaker Also das kann sehr, sehr lange dauern.
00:13:42: Speaker Also wie gesagt,
00:13:44: Speaker Über all meine Gruppen hinweg würde ich sagen, ist das jetzt ein Prozess von über 20 Jahren gewesen.
00:13:49: Speaker Und inzwischen ist es so, dass es, glaube ich, kaum noch einen Fahrradhändler gibt, der nicht montags geschlossen hat.
00:13:53: Speaker Also ich mache das jetzt an dieser Montagsfrage mal fest.
00:13:56: Speaker Es gibt ja auch noch andere Dinge, wie man Öffnungszeiten verändern kann und was das für Auswirkungen hat.
00:14:02: Speaker Aber das ist der übliche Ablauf, dass es eben in der Runde diskutiert wird und dann einer den anderen ansteckt.
00:14:08: Speaker Okay, das Beispiel finde ich ja grundsätzlich auch gut.
00:14:11: Speaker Ich habe natürlich ein Problem mit dem Beispiel, weil das eigentlich ja nur eine Entscheidung ist und ich nicht großartig was machen muss.
00:14:18: Speaker Ich muss mich ja eigentlich nur entscheiden.
00:14:19: Speaker Also die Umsetzung hier wäre ja relativ einfach nur eine Entscheidung, ja oder nein.
00:14:25: Speaker Das ist ja dann noch relativ einfach umzusetzen oder eben nicht umzusetzen, dann ist meine Entscheidung eben das nicht zu machen.
00:14:32: Speaker Ich möchte ein anderes Beispiel aufmachen, wo ich glaube, viele Zuhörerinnen und Zuhörer wahrscheinlich ein größeres Problem haben.
00:14:40: Speaker Für Montags zu oder nicht zu kann ich mich einfach entscheiden und dann ändere ich mein Öffnungszeitenschild und die Webseite und dann ist es ja schon erledigt.
00:14:48: Speaker Wenn ich jetzt zum Beispiel, das merken wir aus der Allright-Werkstatt, wenn ich mich dazu entscheide, den Reparaturannahmeprozess so zu gestalten, wie in der Allright-Werkstatt das Geschulte gelehrt und der Konsens ist, dann kann ich das machen und dann kann ich aber auch sagen, ja, nicht immer.
00:15:05: Speaker Also wenn so viel los ist, dann machen das meine Mitarbeitenden so nicht und
00:15:11: Speaker Wenn wenig los ist und wenn es ein guter Kunde ist, dann machen wir es schon.
00:15:15: Speaker Das ist so das, wo ich glaube, dass es Schwierigkeiten geben kann, wo man so in der Mitte hängenbleiben kann, weil man das irgendwie noch doch nicht so richtig macht.
00:15:23: Speaker Da sehe ich eher so ein Problem.
00:15:26: Speaker Und die Frage ist, wie komme ich da dahin, dass ich das auch dann, wenn ich das möchte, auch durchziehe.
00:15:32: Speaker Ja, also auch da muss ich sagen, ist es wieder eine Frage des Austausches und des nach rechts und links gucken.
00:15:39: Speaker Also mit rechts und links gucken meine ich eben zu Kollegen, die in einer ähnlichen Situation sind oder waren.
00:15:46: Speaker Und ich glaube an der Stelle, also wenn jetzt konkret bei dem Beispiel,
00:15:50: Speaker würde ich sagen, da kommen die Zahlen ins Spiel.
00:15:52: Speaker Also da helfen gut aufbereitete Zahlenvergleiche dann auch weiter.
00:15:57: Speaker Also wenn man dann schaut, wie viel Reparaturaufträge eine Werkstatt durchläuft und wie viel bleibt unterm Strich übrig, dann sehe ich irgendwo, dass der eine eben eine wesentlich bessere Effizienz hat als der andere.
00:16:10: Speaker Und dann merke ich, aber ich glaube wirklich im Gespräch mit Kollegen, die eben ähnliche Erfahrungen schon gemacht haben, merke ich, ob ich da einen Fehler mache in meiner Umsetzung oder ob ich da nochmal nachschärfen muss.
00:16:23: Speaker Jetzt sprechen wir hier von einem klassischen Fall.
00:16:26: Speaker Es gibt also schon einen Mensch, der hat damit Erfahrung gemacht, das konsequent durchzuführen.
00:16:30: Speaker Und ich meine, wir drei wissen das, dass die, die am konsequentesten sind und Dinge auch wirklich umsetzungsstark, also die umsetzungsstark sind, dass das auch die erfolgreichsten Händler sind.
00:16:43: Speaker Also wir können wirklich berichten, hast du Mut, bist du umsetzungsstark, dann wirst du auch erfolgreich sein.
00:16:49: Speaker Also diese Übersetzung kann man fast machen.
00:16:53: Speaker Und trotzdem bleibt es bei einigen oder sogar bei vielen, wenn man jetzt Erfa-Gruppen betrachtet oder Menschen, die wir in Beratung haben, ja hängen.
00:17:03: Speaker Also das heißt, die gehen nicht so in die Umsetzung.
00:17:06: Speaker Die haben irgendwie Sorgen und Nöte.
00:17:09: Speaker Also wie bringt man die denn dann dazu?
00:17:11: Speaker Also wie kriegt man die denn dahin, dass sie die Schritte machen und dass sie sozusagen das angehen?
00:17:18: Speaker Ja, also ich glaube, ich gehe nochmal so ein bisschen zurück auf das, was Thorsten da gesagt hat.
00:17:22: Speaker Ich glaube, eine Gefahr besteht auch darin, etwas anzusehen,
00:17:27: Speaker Ja, eben so ein bisschen zu machen, weil die Kollegen das gesagt haben oder weil man einen Vortrag gehört hat und irgendwas sagt, oh ja, das probiere ich jetzt mal aus.
00:17:36: Speaker Und man traut sich aber eben nicht, das so richtig durchzuziehen.
00:17:39: Speaker Also das ist in meinen Augen auch ein häufig gemachter Fehler.
00:17:43: Speaker Also lieber etwas...
00:17:46: Speaker noch ein bisschen warten mit der Umsetzung und das richtig ausreifen und sagen, so jetzt will ich es richtig.
00:17:51: Speaker Und dann aber auch so, wie also der Kollege, der anscheinend am meisten Erfolg damit hat, es auch wirklich macht.
00:17:58: Speaker Also dieses so halbherzig irgendwas umsetzen ist in meinen Augen
00:18:02: Speaker ein wirklicher Fehler.
00:18:04: Speaker Also damit kommt man unternehmerisch nicht wirklich weiter.
00:18:07: Speaker Also Unternehmer heißt es ja immer so schön, ist jemand, der was unternimmt, der also auch mal was wagt.
00:18:12: Speaker Das ist eine ganz wichtige Geschichte.
00:18:14: Speaker Also einfach, wenn ich überzeugt davon bin, man hat irgendeine Idee oder schnappt irgendeine Idee auf, ich bin überzeugt davon, da muss man sich ein bisschen
00:18:24: Speaker überlegen, mit welchen Risiken das vielleicht verbunden ist und wie man die Umsetzung macht und wenn ich das dann umsetze, dann aber wirklich alles draufsetzen, es richtig zu machen.
00:18:31: Speaker Und im Zweifelsfall auch nach einem Jahr oder nach einem halben Jahr zu sagen, war ein Fehler, ich lasse es wieder sein.
00:18:36: Speaker Das kann man ja auch machen.
00:18:37: Speaker Also ein Unternehmer muss Fehler machen in meinen Augen.
00:18:40: Speaker Also das ist vielleicht auch eine Angst, immer bloß keinen Fehler machen und deswegen mache ich es eben dann nicht richtig.
00:18:46: Speaker Also
00:18:47: Speaker Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt.
00:18:49: Speaker Wenn machen, dann richtig.
00:18:50: Speaker Ja, aber ich finde das genau richtig, was du sagst.
00:18:53: Speaker Ich glaube, halbherzig ist, glaube ich, sogar eher schädlich.
00:18:56: Speaker Absolut.
00:18:58: Speaker Dann lieber so bleiben, wie man ist, weil halbherzig funktioniert nicht.
00:19:02: Speaker Also mit halbherzig, sage ich jetzt mal so aus meinen Erfahrungen heraus, verunsicherst du Mitarbeiter und Kunden.
00:19:08: Speaker Also wenn du dauernd irgendwas machst und halbherzig machst, dann verunsicherst du in der Regel die Mitarbeiter, weil die einfach genervt davon sind, weil irgendwas wieder dann doch nicht so richtig läuft oder eben Kunden, weil die immer wieder auf irgendwelche komischen Prozesse stoßen.
00:19:23: Speaker die sie irgendwie nicht verstehen und nicht nachvollziehen können.
00:19:25: Speaker Also wenn man alles auf eine Karte setzt, also jetzt bei einem bestimmten Punkt, dann funktioniert das.
00:19:31: Speaker Also ich bin nochmal bei diesen Samstagsschließungszeiten.
00:19:34: Speaker Also der Händler hat das sehr gut medial aufbereitet, hat seine Kunden sehr gut darüber informiert, warum er das macht und so weiter.
00:19:40: Speaker Also es ging natürlich darum, Mitarbeiter zu entlasten.
00:19:43: Speaker Und der hat zu 99 Prozent auch von den Kunden veröffentlicht,
00:19:47: Speaker positives Feedback bekommen.
00:19:48: Speaker Die verstehen es einfach.
00:19:49: Speaker Also das ist wichtig.
00:19:50: Speaker Also dieses alle mitnehmen bei den Veränderungen, die ich anstoße, ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:19:56: Speaker Okay, ich halte das mal fest.
00:19:58: Speaker Das ist ein Punkt, finde ich.
00:19:59: Speaker Also wenn ich von irgendwas überzeugt bin, dass ich glaube, dass es richtig ist, dann muss ich in die Umsetzung ganz konsequent gehen und 100 Prozent, also richtig.
00:20:08: Speaker Ich muss die Sache, von der ich überzeugt bin, richtig machen.
00:20:11: Speaker Wenn wir das festhalten, ich glaube, dann ist schon mal ganz vielen geholfen.
00:20:15: Speaker Damit ist einiges klar.
00:20:17: Speaker Die Frage ist aber, was mache ich eigentlich oder warum mache ich das?
00:20:20: Speaker Also muss ich nicht auch meine Schwachstelle, mein Engpass, also was ist eigentlich das Wichtigste für mein Unternehmen gerade?
00:20:29: Speaker Oder habe ich nicht auch die Gefahr, dass ich auf Nebenkriegsschauplätzen unterwegs bin?
00:20:34: Speaker Also ist die Samstagsöffnung gerade mein Thema oder ist vielleicht gerade die Werkstatt mein Thema?
00:20:39: Speaker Habe ich viele Reklamationen oder habe ich zu viel Samstagsarbeit?
00:20:42: Speaker Das könnte ja auch noch eine Frage sein.
00:20:44: Speaker Na ja, gut, was du jetzt ansprichst, ist ja die Frage der Priorisierung.
00:20:47: Speaker Also ich glaube, jeder Fahrradhändler, jeder Einzelhändler hat zurzeit Probleme ohne Ende irgendwo oder wo.
00:20:56: Speaker mit denen er sich auseinandersetzen muss.
00:20:58: Speaker Und das ist ja jetzt schlichtweg die Frage der Priorisierung.
00:21:02: Speaker Also was ist jetzt wirklich gerade wichtig?
00:21:05: Speaker welches Problem belastet den Betrieb jetzt am meisten.
00:21:08: Speaker Ich meine, auch da hilft das Gespräch innerhalb der ERFA, das vielleicht so ein bisschen zu kanalisieren oder man hat irgendeinen guten Berater.
00:21:17: Speaker Aber auch da muss ich sagen, muss man auch aufpassen, dass man sich nicht zu viele Meinungen reinholt und sich dann wieder nicht so richtig weiß, wem glaube ich jetzt oder wer hat jetzt den entscheidenden Impact hier.
00:21:34: Speaker Also wie gesagt, das ist einfach eine Frage der Priorisierung, welches Problem ich jetzt als erstes und welches ich als zweites angehe.
00:21:42: Speaker Kann denn bei der Ermittlung dieser Priorisierung, bei der Ermittlung der Engpässe die Erfa helfen?
00:21:48: Speaker Du hattest gerade schon gesagt, nicht zu viele Berater.
00:21:50: Speaker Das ist, glaube ich, auch ein Problem, was ich immer mal wieder sehe.
00:21:53: Speaker Sich sieben Expertenmeinungen einholen, dann verliere ich natürlich auch ein bisschen die Übersicht, oder?
00:21:59: Speaker Für mich sind die besten Berater Kollegen, die einen ähnlichen Betrieb haben und Dinge auch schon ausprobiert haben.
00:22:07: Speaker Jeder Berater, da nehme ich mich selber auch nicht aus, hat seine eigene Sicht auf die Dinge.
00:22:13: Speaker Und es gibt eben doch relativ viele Betriebe, die sehr, sehr vergleichbar sind.
00:22:19: Speaker Und es gibt Kollegen, die Sachen schon ausprobiert haben.
00:22:21: Speaker Und dieser Erfahrungsaustausch, der ist extrem wertvoll.
00:22:24: Speaker Also den würde ich immer extrem hoch einschätzen, wenn ich mich für irgendwas entscheiden soll.
00:22:30: Speaker Und dann habe ich in der Regel auch schon die ersten Schritte, um in die Umsetzung zu gehen.
00:22:34: Speaker Also wir haben dies gemacht.
00:22:35: Speaker Das berichten die dann ja auch in der Regel noch.
00:22:37: Speaker Also hört, hört.
00:22:38: Speaker Und der Unternehmensberater Andreas Lübeck erzählt, lieber ERFA, lieber Kollegen, als Unternehmensberater holen.
00:22:47: Speaker Ist jetzt vielleicht ein bisschen spitz gesagt, aber ich habe auch immer behauptet, die ERFA-Arbeit ist die effizienteste Unternehmensberatung, die man überhaupt machen kann.
00:22:56: Speaker Also ein typischer Unternehmensberater, der wird gerufen, weil irgendwelche Probleme bestehen oder jemand sich auch einfach nur weiterentwickeln will.
00:23:04: Speaker Der verbringt ein, zwei Tage am Ort im Betrieb
00:23:08: Speaker geht alles Mögliche durch, gibt ein paar Punkte, die gemacht werden können und dann ist er wieder weg.
00:23:13: Speaker Und was eben eine R-Verarbeit auszeichnet, ist, dass sie eben immer wieder
00:23:19: Speaker diese Gruppe zusammenkommt und eben immer wieder auch nachgefragt wird.
00:23:23: Speaker Also wie gut bist du in der Umsetzung gewesen?
00:23:25: Speaker Ein Unternehmensberater übernimmt keine Verantwortung für das, was er den Leuten da sagt.
00:23:30: Speaker Also der bohrt auch nicht nach.
00:23:32: Speaker Es gibt natürlich auch so Geschichten, dass so Unternehmensberater für mehrere Jahre gebucht werden oder so.
00:23:38: Speaker Aber das ist die absolute Ausnahme.
00:23:40: Speaker Du sagst, die ERFA-Gruppe ist eigentlich sozusagen die beste Betriebsberatung, die man sich holen kann.
00:23:47: Speaker Auch nachhaltig, das verstehe ich.
00:23:48: Speaker Und unser Selbstverständnis ist so und ich weiß, dass das beim Thorsten auch so ist.
00:23:52: Speaker Trotzdem sind wir drei ja auch als Berater unterwegs.
00:23:55: Speaker Und das habe ich ja auch von dir gelernt, dass wenn man jetzt aus den ERFA-Gruppen, wenn man die jetzt über Jahre begleitet, dann hast du ja auch was gelernt als Berater.
00:24:06: Speaker Dann haben wir natürlich auch einen Erfahrungshintergrund, den wir weitergeben können, auch wenn es jetzt praktisch jemand nicht sofort ERFA-Arbeit macht.
00:24:13: Speaker Und dann ist das, was wir weitergeben, ja nicht unser enger Blick, sondern den Blick, den wir mitgenommen haben aus den ERFA-Gruppen.
00:24:22: Speaker Und das ist, sage ich jetzt mal, für mich auch ein Problem.
00:24:25: Speaker Oder da scheitert sozusagen Beratung, das erlebe ich ja auch immer wieder, wenn mir dann nicht geglaubt wird.
00:24:33: Speaker Also
00:24:34: Speaker Beispiel Öffnungszeiten, wie sollen das funktionieren, das funktioniert bei mir nicht.
00:24:40: Speaker Das kenne ich aus all den Jahren und wie gesagt, wenn du als Berater da hinkommst und schaust dir den Betrieb an und du gibst dann deine Ratschläge dazu und du guckst demjenigen in die Augen, dann siehst du schon, dass vieles von dem, was du sagst, in einem Ohr rein und in einem anderen wieder rausgeht.
00:24:57: Speaker Ein klassischer Satz, den ihr beide auch schon häufiger gehört habt, hier ist es aber anders.
00:25:02: Speaker Also hier in meiner Stadt ist das anders.
00:25:04: Speaker Also das ist einer der häufigsten Sätze, den man dann immer wieder hört.
00:25:07: Speaker Und deswegen bin ich ja eben so stark in diese Erfa-Arbeit eingestiegen, weil ich gemerkt habe, dass also in so einem Kreis von Kollegen, dieses Kollegen-Feedback, was dann kommt und diese Erfahrungen, die dann sagen, ja, nee, das stimmt, aber habe ich ausprobiert, das funktioniert.
00:25:23: Speaker Das kommt bei den einzelnen Händlern doch anders an.
00:25:27: Speaker Also obwohl sie sich nun vielleicht einen Betriebsberater holen, ist da doch noch eine erhebliche Skepsis immer da.
00:25:34: Speaker Ja, wie weiß der schon, wie es hier in meiner Stadt ist.
00:25:37: Speaker Also hier läuft es eben anders und das hat er jetzt nicht auf dem Schirm.
00:25:40: Speaker Haben ja vielleicht manche Berater auch nicht, aber ja, also das ist ja auch ein bisschen
00:25:47: Speaker Ja, ihr merkt schon, also das ist ein Problem tatsächlich und da hilft in meinen Augen die Gruppe immer wieder,
00:25:58: Speaker das einzelne Mitglied eben dabei zu unterstützen, sich besser zu fokussieren.
00:26:02: Speaker Also was muss zuerst und was muss als zweites und als drittes gemacht werden?
00:26:06: Speaker Genau das ist es ja, zu erkennen, was überhaupt gemacht werden muss und dann nach neuer Priorisierung, was zuerst, was zu zweit.
00:26:11: Speaker Andreas, mehr gibt es da ja gar nichts zu zu sagen.
00:26:15: Speaker Das Wichtigste ist, glaube ich, einfach mal machen.
00:26:17: Speaker Also in die Umsetzung kommen, von dem zumindest, von dem man überzeugt ist.
00:26:23: Speaker Es war ja mal ein schöner Einblick in die Schwierigkeiten der RFA und Beratungsarbeit, aber eben auch in die Möglichkeiten.
00:26:31: Speaker Und ich möchte die Möglichkeiten vor allem herausheben.
00:26:34: Speaker Andreas, danke, dass du uns da mal ein bisschen Einblick gewährt hast.
00:26:37: Speaker Sehr gerne.
00:26:39: Speaker Bei uns wieder im Podcast und immer gern gesehener Gast oder gern gehörter Gast, Florian Schöps.
00:26:45: Speaker Hallo Florian.
00:26:46: Speaker Hallo, freut mich, dass ich wieder da sein will.
00:26:48: Speaker Viele Grüße.
00:26:49: Speaker Wir haben eine Kernfrage mitgebracht.
00:26:54: Speaker Wie bringst du deine ERFA-Teilnehmenden in die Umsetzung?
00:27:00: Speaker Ja, nicht so leicht, oder?
00:27:03: Speaker Keine leichte Frage.
00:27:03: Speaker Mir ist nicht so leicht, ich muss ein bisschen schmunzeln.
00:27:07: Speaker Ich würde sagen, also ich meine, die Grundlage ist ja, dass wir Input liefern über Dinge und uns austauschen, wo der Händler auch erkennt, durch Transparenzschaffung und durch Sensibilisierung und durch Maßnahmenerstellung, durch die Kollegen und auch durch mich oder Ideengenerierung, das sind Ideen und Maßnahmen, die etwas bringen und
00:27:29: Speaker Meine Erfahrung in den letzten Jahren, ich sage immer, jeder, auch erfolgreiche, gute Unternehmer, jeder soll aus einer Erfahrt zwei bis vier Dinge mitnehmen und die umsetzen.
00:27:39: Speaker Und meine Erfahrung ist, dass die erfolgreichen Unternehmer in der Regel diese auch umsetzen.
00:27:46: Speaker Die vielleicht etwas weniger erfolgreichen Unternehmer oder die vielleicht auch stark in Prozesse gefangen sind oder in
00:27:53: Speaker Geschäftsalltag schaffen das oftmals nicht so.
00:27:56: Speaker Ich habe vielleicht nur ein oder gar keins umzusetzen und ich kann natürlich niemanden zwingen, Maßnahmen umzusetzen.
00:28:03: Speaker Aber natürlich immer wieder auf Dinge hinweisen, auch mal wiederholen, vielleicht auch zwei-, dreimal wichtige Dinge sagen, die mir auffallen.
00:28:10: Speaker Und natürlich auch mit einer direkten Ansprache, auch vielleicht durch die Kollegen.
00:28:14: Speaker Das ist ja auch gute Erfahrarbeit, dass die Kollegen austauschen.
00:28:17: Speaker Das sind so, glaube ich, die Dinge, die dann Händler dazu zwingen oder befähigen, sich weiterzuentwickeln und Dinge umzusetzen.
00:28:27: Speaker Da höre ich jetzt raus, Florian, in den ERFA-Gruppen schreiben sich die Unternehmer schon zwei bis vier Dinge auf, was sie verbessern wollen und können.
00:28:37: Speaker Das habe ich schon rausgehört jetzt.
00:28:39: Speaker Also das erreicht so mit deinen ERFAs schon, dass sie also irgendwas entdecken, was sie ändern könnten und wollten.
00:28:47: Speaker Ja, also das in der Regel, also mir hat letztens vor kurzem ein Unternehmen gesagt, ich habe mir 38 Dinge aufgeschrieben, aber ich sage mal im großen Block ist es so, dass
00:28:58: Speaker Ich sage, wie gesagt, mein Ziel ist es immer diese zwei bis vier.
00:29:02: Speaker Viele schreiben sich natürlich viel mehr auf, aber das ist das Ziel zu Erfah zu gehen und das ist auch mein, beziehungsweise bei uns in der BWE, Dominik und ich, die ja hauptsächlich Rat betreuen, das ist unser Ziel, immer Input zu liefern und aus der Moderation im Austausch und auch durch unsere Inputvorträge und Zahlenvergleiche, dass jeder immer mit direkten Maßnahmen rausgeht, mit ganz konkreten Maßnahmen.
00:29:22: Speaker Okay, idealerweise fahre ich hin von der Erfa zurück als Fahrradladeninhaber, sitze im Zug, kann noch ein bisschen arbeiten, kann das nochmal Revue passieren lassen, was ich erlebt habe und kann eigentlich doch die erste Aufgabe angehen, oder?
00:29:36: Speaker Oder wie lange Zeit habe ich oder mache ich das eine Woche später oder einen Monat später oder wann fange ich denn damit an?
00:29:41: Speaker Also ich bin kein Arbeitspsychologe, ich habe mal gelernt, innerhalb von 72 Stunden oder 48 Stunden schon die ersten ein, zwei Dinge umsetzen.
00:29:47: Speaker Ich glaube, was du sagst, ist ganz wichtig.
00:29:49: Speaker Ich sage den Hitlerern auch immer, nehmt euch die Zeit und besprecht es mit euren Führungskräften oder Geschäftsführer, Kollegen, Kolleginnen, die nicht dabei sind und lasst es nochmal eine Stunde oder zwei Revue passieren und schreibt es euch sofort an.
00:30:02: Speaker Ein bis zwei Dinge auf, die ihr kurzfristig umsetzen wollt, dass ihr das auch spürt.
00:30:06: Speaker Und natürlich auch ein bis zwei Dinge, die ihr mittel- oder langfristig umsetzt.
00:30:10: Speaker Es gibt natürlich auch viele Kleinigkeiten, die man sofort umsetzen kann.
00:30:13: Speaker Aber macht es gleich und schreibt euch vielleicht auch eine To-Do-Liste aus mit Dringlichkeit und mit Umsetzbarkeit.
00:30:19: Speaker Ist es denn in der Erfa-Gruppe nicht sowieso auch so, dass es gibt ja eine gegenseitige Beratung, die Experten sitzen ja häufig auch am Tisch und sind nicht sozusagen die, die das veranstalten und dass da nicht eigentlich auch schon, dass es da schon genug Beispiele gibt, dass es funktioniert und sie eigentlich praktisch nur diesem Beispiel folgen müssten?
00:30:42: Speaker Ja, genau so ist es.
00:30:44: Speaker Das wird auch oft so gemacht und genau so ist es.
00:30:47: Speaker Also die Beispiele sind ja oft da.
00:30:49: Speaker Aber es ist für mich faszinierend, dass wir haben ja auch oft oder ihr habt ja auch sicherlich die Unternehmensanalysen, wo viele gute Vorschläge kommen hin.
00:30:58: Speaker Dann sind wir beim Ausrichter, der auch viele gute Vorschläge gibt, aber selber bei sich wenig umsetzt.
00:31:04: Speaker Also wir haben ja auch mal gesagt, beziehungsweise habe ich das in einem sehr, sehr guten Unternehmen gehört.
00:31:08: Speaker Es mangelt oft nicht an Erkenntnissen, aber an der Umsetzung.
00:31:12: Speaker Und wir beraten natürlich ihren VSF, also wenn ich die VSF-Händler sehe und bei unseren Umsatzgrößen,
00:31:19: Speaker Ganz grob, sage ich mal 1-50 Millionen, der große Bauch 1,5 bis 15 Millionen.
00:31:24: Speaker Das sind ja Unternehmer, die alles sein müssen.
00:31:26: Speaker Und natürlich geht vieles im Alltagsgeschäft unter.
00:31:29: Speaker Das ist ja sicherlich der größte Stopper, diese Mannigfaltigkeit an Themen, die wir haben, insbesondere im Bratgeschäft.
00:31:35: Speaker Dafür ist es natürlich umso wichtiger, eine Struktur zu haben, sich das niederzuschreiben und eine gute Organisation zu haben.
00:31:42: Speaker Wann und wie setze ich Dinge um?
00:31:43: Speaker Was kann ich delegieren und was kann ich tun?
00:31:45: Speaker Was ich aus diesen Erkenntnissen, wenn ich aus den RFI-Erkenntnissen oder Einzelberatung gewonnen habe.
00:31:50: Speaker Jetzt bist du ja auch Unternehmensberater und ihr sprecht über bestimmte Themen.
00:31:54: Speaker Du wärst ja wahrscheinlich sofort ansprechbar, wenn es darum geht, lieber Florian, jetzt habe ich gehört von dem Händler XY, der macht das so und so.
00:32:04: Speaker Sein Prozess läuft da wie geschmiert.
00:32:06: Speaker Ich weiß aber nicht, wie ich es umsetzen soll.
00:32:08: Speaker Kannst du mir helfen bei der Priorisierung?
00:32:10: Speaker Kannst du mir helfen bei einem Projektplan oder sowas?
00:32:13: Speaker Das würdest du doch irgendwie, wahrscheinlich wäre das doch gar kein Problem, oder?
00:32:17: Speaker Ja, also im Sparring Projektpläne erstellen, Maßnahmenpläne, Priorisierungen, das gehört zu unserem Kerngeschäft, also
00:32:27: Speaker Grundsätzlich, ich war gestern beim Unternehmer das erste Mal, wir haben Zahlen transparent gemacht und wir haben im Anschluss, war es mir wichtig, eine halbe Stunde mir zu nehmen.
00:32:36: Speaker Das ist unser Anspruch, eine Priorisierungsaufgabenliste zu stellen mit klaren Zuständigkeiten und mit klaren zeitlichen Terminen, damit der Händler auch mit ganz konkreten Projektplans rausgeht.
00:32:48: Speaker Also das ist ganz entscheidend auch für den Erfolg.
00:32:50: Speaker Gut.
00:32:52: Speaker Also entscheidend für dich, für die Umsetzung, höre ich jetzt gerade raus, ist, dass wirklich ganz konkret was vorliegt, eine priorisierte Liste.
00:33:01: Speaker Das Wichtigste zuerst nehme ich mal an.
00:33:03: Speaker Ja, genau.
00:33:05: Speaker Wichtig zuerst priorisieren, ABC-Priorisierung oder auch eine zeitliche Priorisierung.
00:33:09: Speaker Exakt.
00:33:09: Speaker Und dann geht es natürlich direkt an die Umsetzung.
00:33:12: Speaker Wir machen auch Umsetzungsbegleitung, also speziell.
00:33:16: Speaker Ich mache auch Umsetzungsbegleitung.
00:33:17: Speaker Natürlich beispielsweise, wenn wir einen Marketing-Pitch haben oder Ladenbau, da gibt es natürlich Spezialisten und andere Agenturen.
00:33:22: Speaker Oder wenn wir sagen, nur ein Beispiel,
00:33:27: Speaker Die Werkstattprozesse effizient gestalten, sagen wir ja auch, es gibt Spezialisten wie zum Beispiel den VSF, der da helfen kann, aber oftmals die Transparenz dafür zu schaffen und wie es zu priorisieren ist, das ist im Prinzip unsere Aufgabe, ganz konkret.
00:33:41: Speaker Jetzt ist es ja so, du gehst aus der Erfa-Gruppe raus und hast den Erfa-Termin gehabt und es gibt vielleicht auch irgendwie schon, jeder hat sich irgendwelche Maßnahmen oder Änderungen aufgeschrieben und du hast vielleicht auch geholfen.
00:33:55: Speaker Und jetzt gibt es dann aber vielleicht zwischendurch nochmal andere Berater und die meint es nochmal anders und es gibt vielleicht noch einen dritten oder einen vierten Berater.
00:34:03: Speaker Kennst du das auch, dass irgendwie so zu viele Köche verderben den Brei?
00:34:07: Speaker Das gibt es durchaus.
00:34:09: Speaker Es gibt
00:34:10: Speaker Es gibt auch tatsächlich, dass ich mich auch mal austausche oder dass wir Kollegen uns von der BW auch mit anderen austauschen und manchmal gibt es auch andere Meinungen.
00:34:20: Speaker an uns, dass, wenn du sagst Küche, dass wir dann doch ein gutes Menü zusammen kochen und dass wir uns austauschen.
00:34:25: Speaker Wichtig ist mir persönlich immer, dass nicht doppelt beraten wird und noch komplett konträr, dass auch der Unternehmer nicht komplett durcheinander kommt und vielleicht deswegen auch nicht ins Doing kommt.
00:34:37: Speaker Wir sehen das auch total olympisch und wichtig ist ein fairer Umgang.
00:34:40: Speaker Wir haben ja auch Beraterkollegen, mit denen wir uns sehr gut ergänzen und austauschen, die auch beispielsweise im VSF-Umfeld oft zu sehen sind oder im Bico-Umfeld.
00:34:49: Speaker Mir selber ist aber eher wichtig, ich glaube tatsächlich, dass das Gegenteil oft der Fall ist, dass sich viele Händler gerade im Fahrerbereich oft zu spät melden und das ist eine Entwicklung gerade jetzt in betriebswirtschaftlichen engeren Zeiten, wo die Erträge runtergehen und das ist tatsächlich die andere polarisierende Entwicklung, dass sich viele sehr, sehr spät melden.
00:35:14: Speaker Okay, das verstehe ich auch.
00:35:14: Speaker Wenn ich natürlich gar keinen Input habe, gar keine RFA-Gruppe, gar keine Berater, keine Bücher und keine Videos und nichts habe, dann wird es natürlich ganz schwierig, überhaupt irgendwas zu erkennen.
00:35:23: Speaker Da bin ich hundertprozentig bei dir.
00:35:26: Speaker Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass einige Leute einfach zu viele Bücher lesen, zu viele Berater konsultieren, zu viel Input haben und dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
00:35:37: Speaker Ja, durchaus.
00:35:38: Speaker Also das kann ich bestätigen.
00:35:39: Speaker Mir fallen da direkt zwei, drei Beispiele ein.
00:35:42: Speaker Teilweise auch Meinungen, die vielleicht, ich will nicht sagen gegensätzlich sind, aber vielleicht auch in eine andere Richtung laufen und dann vor lauter gegensätzlichen Erkenntnissen, die Zweifel da sind und vielleicht auch Gründe gesucht werden.
00:35:55: Speaker Tatsächlich ist es vielleicht auch ein rein psychologischer Effekt, die Gründe gesucht werden, dann doch nicht in die Umsetzung zu kommen.
00:36:02: Speaker Ich glaube, einen Punkt habe ich noch.
00:36:03: Speaker Uwe und ich hatten das vorhin schon mal so ein bisschen im Gespräch angerissen.
00:36:09: Speaker Das Durchhalten ist ja auch so eine Geschichte, wo ich manchmal das Gefühl habe, einige von unseren Kollegen von den Fahrradgeschäften halten Sachen nicht durch.
00:36:20: Speaker Also manchmal muss man ja auch Sachen etwas länger machen, damit sie dann die Wirkung haben.
00:36:26: Speaker Also ich sage mal jetzt, wir haben vorhin schon mal über Löffnungszeiten gesprochen,
00:36:30: Speaker Die Öffnungszeiten zu ändern und nach drei Monaten zu sagen, hat keinen Wert, das mache ich jetzt wieder anders, ist natürlich ein schwieriger Test.
00:36:36: Speaker Also das müsste ich schon ein bisschen länger durchhalten und bei ganz vielen anderen Sachen natürlich auch.
00:36:42: Speaker Erlebst du das auch manchmal, dass da nicht die Konsequenz an den Tag gelegt wird?
00:36:48: Speaker Ja, absolut.
00:36:49: Speaker Also ich glaube, dass eine, die Stärke des stationären Handels, auch im Radhandel, dieses operative Nahdransein, auch gleichzeitig manchmal eine Schwäche sein kann, was bei, gerade bei strategischen, was strategische Veränderungen angeht.
00:37:04: Speaker Das können Öffnungszeiten sein, das können, Thorsten beispielsweise, du kennst das wahrscheinlich aus deiner Beratung, das können strategische Werbeänderungen sein, dass man sich eine neue Zielgruppenkundschaft oder versucht, eine Idee zu ziehen.
00:37:20: Speaker Das kann alles.
00:37:22: Speaker ein bisschen dauern und da braucht es vielleicht auch, oder wenn man eine neue Marke aufnimmt, neue Lieferanten, die stark zu machen, wenn man wirklich dran glaubt, wenn man Dinge in der Werkstatt umstellt, Prozesse, beispielsweise man stellt auch Terminbuchungen um, dass da Dinge anders laufen, dass man auch wieder Stände trifft, das muss man glaube ich aushalten und da muss man vielleicht auch mal ein oder zwei Saisons
00:37:40: Speaker warten, bis sich das alles so eingestellt hat.
00:37:42: Speaker Und das ist gefährlich, ständig einen Strategie-Change zu machen oder solche Dinge, die wir angesprochen haben, zu ändern.
00:37:48: Speaker Da kommt auch der Kunde durcheinander.
00:37:49: Speaker Und ich glaube, wir brauchen oft ein bisschen mehr Kontinuität, Nachhaltigkeit und auch den Willen und die Durchsetzungskraft, Dinge durchzuziehen.
00:37:59: Speaker Ja, ich glaube, das ist doch schon mal auch eine schöne Sache.
00:38:01: Speaker Das kann ich so stehen lassen.
00:38:03: Speaker Einfach Sachen durchziehen und nochmal durchhalten.
00:38:05: Speaker Das ist, glaube ich, total wichtig.
00:38:07: Speaker Florian, wunderbar, dass du uns so ein bisschen eingeführt hast, auch in die Erfahrung, in deine Beratungstätigkeit, dass du nochmal so ein bisschen geschildert hast, um was es wirklich geht.
00:38:15: Speaker Und ich glaube, die zwei wichtigen Kernpunkte können wir ja da auch raus isolieren.
00:38:21: Speaker Ja, ich möchte mich auch bedanken, weil deine Erfearbeit sorgt ja auch dafür, dass es dem Händler oder der Händlerin am Ende des Tages besser geht.
00:38:30: Speaker Das ist zumindest die Idee oder dein Ansatz.
00:38:33: Speaker Da bist du genauso Überzeugungstäter wie wir, dass wenn wir sowas machen, dass wir immer eigentlich zum Wohle der Händler da unterwegs sind.
00:38:41: Speaker Und dass jeder, der da in Schwierigkeiten gerät, uns auch wirklich wehtut.
00:38:47: Speaker Ja, und dann möchte ich nochmal eben ganz kurz anschließen und das möchte ich, weil Florian das ja auch erwähnt hat.
00:38:52: Speaker Leute, meldet euch nicht zu spät, lieber zu früh.
00:38:56: Speaker Macht Erfa-Arbeit kontinuierlich, immer dabei bleiben, immer am Ball sein.
00:39:00: Speaker Das ist, glaube ich, total wichtig.
00:39:01: Speaker Und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann ist es echt umso schwerer.
00:39:05: Speaker Also lieber frühzeitig, lieber früher als zu spät.
00:39:10: Speaker Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
00:39:12: Speaker Mit den Worten hast du mir aus der Seele gesprochen.
00:39:14: Speaker Danke, Thorsten.
00:39:16: Speaker Thorsten, sag mal, jetzt haben wir zwei Experten oder Berater interviewt.
00:39:20: Speaker Wir haben selber ja auch Erfahrung.
00:39:21: Speaker Was ist denn dein Fazit?
00:39:23: Speaker Wie kriegen wir denn die Menschen in die Umsetzung?
00:39:26: Speaker Ich glaube, das Fazit ist, wir müssen umsetzen.
00:39:28: Speaker Das ist, glaube ich, das Wichtigste, was wir da rausnehmen können.
00:39:31: Speaker Und für die Umsetzung gibt es natürlich auch schon so ein paar Strategien, die man angehen kann.
00:39:36: Speaker Ich habe da mal so eine Reihenfolge aufgeschrieben, wie man das machen könnte.
00:39:40: Speaker Ja, let's go.
00:39:42: Speaker Also ich glaube, als erstes müsste man mal den Prozess, den man ändern will oder das, was man ändern will, niederschreiben.
00:39:48: Speaker Und das ist nicht jetzt irgendwie zehn Seiten oder ein ganzes Buch Prozesse, sondern wirklich ein Prozess mal auf eine, die in der vier Seite zusammenschreiben, damit startet das Ganze.
00:39:57: Speaker Und dann braucht es auch einen Verantwortlichen, einen Eigentümer für das, was man da umsetzen will.
00:40:03: Speaker Einer, der dafür verantwortlich ist, der macht dann eine Checkliste fertig, anhand derer abgecheckt wird, was hier wirklich passiert.
00:40:12: Speaker Und dann, das wurde ja, das haben glaube ich Florian und Andreas gesagt, dann muss ich eine Priorisierung machen.
00:40:17: Speaker Ich muss den Engpass wirklich rausfinden.
00:40:20: Speaker Was ist wichtig, was ist dringend oder am besten noch, was ist dringend und wichtig?
00:40:24: Speaker Da fange ich natürlich zuerst an.
00:40:26: Speaker Und dann kann ich das einfach mal überprüfen, indem ich die Leute zusammenrufe und zehn Minuten pro Tag schon feststelle, das machen ja viele in der Werkstatt zum Beispiel, also was sind heute für Kunden, wer holt ab, wer bringt.
00:40:40: Speaker Mal ganz kurz ein Wort machen, die wichtigsten Sachen, was liegt heute am Tag an.
00:40:46: Speaker Und dann so ein Thema, was du ja auch immer ganz gerne hast, Uwe, sind die KPIs.
00:40:52: Speaker Also, dass ich einfach mal Schlüsselkennzahlen mir raussuche für den Änderungsprozess, den ich jetzt haben will.
00:41:01: Speaker Also, was passiert da?
00:41:02: Speaker Also, dass ich wirklich eine Zahl habe, mit der ich auch arbeiten kann.
00:41:06: Speaker Ich mache das nochmal am Thema Öffnungszeiten vielleicht.
00:41:09: Speaker Wenn ich meine Öffnungszeiten verändere, dann will ich das natürlich vergleichen mit vorher.
00:41:12: Speaker Aber dann könnte ich zum Beispiel die Bonzahlen zählen.
00:41:16: Speaker Aber nicht alles aus dem Gefühl und nicht gleich bei, nur weil jemand meckert, höre ich auf.
00:41:20: Speaker Also da brauche ich wirklich handfeste Zahlen.
00:41:23: Speaker Am Beispiel, wenn du Montags dann zumachst und vorher Montags aufhattest, gucken, was hattest du Montags an Bons und was hattest du Dienstag an Bons und wie hat sich das dann verändert?
00:41:34: Speaker Oder was hast du über die Woche?
00:41:36: Speaker Also wenn sich die Zahl der Bons in der Woche, also pro Woche nicht verändert im Vergleich zum Vorjahr, dann ist ja nichts passiert.
00:41:44: Speaker Dann sind sie nur an anderen Tagen gekommen.
00:41:45: Speaker Genau.
00:41:46: Speaker Also so einfache Sachen könnte man sich raussuchen, um das zu prüfen.
00:41:52: Speaker Und dann die Schulung wirklich ganz kurz, 10, 15 Minuten und immer nur an konkreten Fällen.
00:41:58: Speaker Also wenn ich was umgeändert habe, dann mache ich die Schulung mit meinen Mitarbeitenden nur an diesen konkreten Fall ganz kurz.
00:42:05: Speaker So und so ist das, so haben wir das gesprochen, so wollten wir es in Zukunft haben.
00:42:08: Speaker Was ist jetzt hier schiefgegangen?
00:42:09: Speaker Und dann mache ich nochmal so ein Audit, nehme mir alle ein, zwei Wochen nochmal vier, fünf Fälle vor und gucke, wie die gelaufen sind.
00:42:18: Speaker Wenn ich diese Liste abarbeite, dann habe ich doch eigentlich schon, dann bin ich in der Umsetzung, dann bin ich eigentlich ganz stark in der Umsetzung sogar.
00:42:24: Speaker Naja, also mit diesem Plan, den du jetzt gerade beschrieben hast, mit dieser mehrere Punkte Liste, kommt dir doch gut klar, oder?
00:42:32: Speaker Ja, ich glaube, man muss sich auch nicht alles umsetzen davon.
00:42:35: Speaker Also wir nehmen nochmal das Thema Öffnungszeiten.
00:42:38: Speaker Ich brauche keinen Einseiten-Prozessaufschreiben für Öffnungszeiten.
00:42:41: Speaker Ich brauche nur neue Öffnungszeiten aufschreiben.
00:42:44: Speaker Aber ja, also die meisten Punkte von dieser Liste, wenn ich die abarbeite, dann bin ich einfach richtig gut drin.
00:42:50: Speaker Pack das mal in dein Topcase.
00:42:53: Speaker Okay, was wir auf gar keinen Fall machen wollen und Maylin hat ja den richtigen Hinweis gegeben, jetzt noch ein Buch, damit du noch mehr lesen musst und damit du noch mehr Theorie in deinen Kopf kriegst.
00:43:02: Speaker Wir machen was ganz was anderes beim Top Case, so wurde.
00:43:05: Speaker Ja, sehr schade.
00:43:06: Speaker Ich hatte so ein schönes Kinderbuch rausgesucht über Willensstärke.
00:43:10: Speaker Ein schönes Buch und das hatten wir ja beim letzten Mal wirklich ein schönes Buch.
00:43:15: Speaker Gar nicht mit ganz vielen Ratschlägen, sondern einfach nur lustig.
00:43:18: Speaker Aber jetzt machen wir was anderes.
00:43:19: Speaker Das machen wir.
00:43:21: Speaker Und zwar bieten wir beide uns als Pate an.
00:43:23: Speaker Und wenn ganz viele Meldungen kommen, dann finden wir auch noch einen dritten und vierten Partner.
00:43:27: Speaker Da bin ich mir ganz sicher.
00:43:29: Speaker Wenn du uns eine Idee schickst, was du umsetzen willst, also von mir aus die Öffnungszeit um acht Stunden zu reduzieren bis dann und dann oder den Prozess XY zu verändern, so und so.
00:43:42: Speaker Wenn du uns das konkret schreibst, dann sind wir die Partner und wir werden dich dabei unterstützen, dass du wirklich in die Umsetzung kommst.
00:43:49: Speaker Genau, wir gucken uns jetzt deine Idee an und dann begleiten wir dich über einen bestimmten Zeitraum und du kriegst dann den Tritt in den Hintern oder die warmen Worte oder was immer du brauchst, damit du in die Umsetzung kommst.
00:44:03: Speaker Genau, du verpflichtest dich selber, das ist genau dein Ding, was du machen willst.
00:44:07: Speaker Denk dir das aus, such den Engpass raus, den du hast und dann konzentrierst dich drauf und auf geht's und wir helfen nur und unterstützen nur.
00:44:17: Speaker Das ist der heiße Scheiß.
00:44:20: Speaker Es gibt ja so Sachen, die einfach total geil sind, obwohl man sie nicht so häufig verkauft oder sie auch nicht so häufig nutzt.
00:44:28: Speaker So was ist für mich Fahrradanhänger hinterher.
00:44:32: Speaker Kennst du die?
00:44:33: Speaker Ja, ich kenne die und ich liebe die auch.
00:44:35: Speaker Also es gibt ja wenig Praktisches und noch Hochwertiges auf so eine einfache Art und Weise wie die Hinterheranhänger.
00:44:42: Speaker Genau, das ist eigentlich das super, das ist das, was mir so richtig gefällt dabei.
00:44:47: Speaker Das ist so technisch perfekt ausgereift, wo du
00:44:49: Speaker wo du so als Techniker auch sagst, boah, geil, ich weiß gar nicht, was ich da gerade mitmachen soll, ich muss das unbedingt haben.
00:44:55: Speaker Ich glaube aber allerdings, jedes Fahrradgeschäft sollte einen Hinterheranhänger im Laden haben, um dir zu zeigen, weil man kann wirklich Leute davon begeistern, von der Machart, von der Umsetzung, von der Qualität von so einem Produkt.
00:45:09: Speaker Und wenn die da halt zweimal im Jahr mit ihrem Grill in die Walachai oder ins Grüne fahren und dann irgendwie ein Grillabenteuer machen, völlig egal, so ein Anhänger ist einfach super.
00:45:21: Speaker Oder die Fahrradanhänger, wo du Fahrräder mit ausliefern kannst und dann mit deinem eigenen E-Bike wieder nach Hause fährst oder in den Laden fährst.
00:45:32: Speaker Da sind vielfältige Möglichkeiten mit Boxen, ohne Boxen, Plattformanhänger, aber eben sehr, sehr hochwertig, sehr gut gemacht, ich glaube in München produziert, also alles cool.
00:45:44: Speaker Ja, also es gibt diese kleinen, die finde ich für das Abenteuer total klasse.
00:45:47: Speaker Kann man auch mit zum Sport fahren, wenn man so wie ich Rollerlogy oder Eishockey spielt, dann kann man da eine große Tasche mal rauflegen.
00:45:53: Speaker Bei uns im Laden nutzen wir natürlich den XXL hinterher, um Fahrräder zu transportieren zu den Kunden und von den Kunden in die Werkstatt.
00:46:03: Speaker Das ist natürlich noch eine Top-Empfehlung obendrauf, aber der heiße Scheiß ist ja dafür da, dass du das deinen Kunden anbietest, damit du den heißen Scheiß im Laden hast.
00:46:10: Speaker Und da empfehle ich dir einfach mal, einen von den kleineren, wirklich heißen Anhängern im Laden stehen zu haben.
00:46:18: Speaker Immer vorwärts, das erwarte dich beim nächsten Mal.
00:46:22: Speaker Nächstes Mal, was gibt es da denn?
00:46:24: Speaker Marktdaten.
00:46:25: Speaker Es ist März.
00:46:26: Speaker Jedes Jahr im März gibt es die Marktdatenkonferenz der Fahrradbranche, also führend vom ZDV, von Zukunft Fahrrad und vom VSF.
00:46:40: Speaker Und du bist wieder schick angezogen und blendest wieder vor der Kamera, ne?
00:46:44: Speaker Genau.
00:46:44: Speaker Das ist ja immer wie bei den Moderatoren.
00:46:46: Speaker Die Frage ist, ob man oben und unten schick angezogen ist.
00:46:49: Speaker Also auf jeden Fall habe ich obenrum was Schickes an.
00:46:51: Speaker Da wird gefilmt.
00:46:52: Speaker Sehr gut.
00:46:58: Speaker Du bist Fahrradhändler oder arbeitest in der Fahrradbranche?
00:47:02: Speaker Bikes for Future ist der Podcast, in dem du erfährst, was gerade los ist, wer oder was angesagt ist.
00:47:08: Speaker Du profitierst von Lösungen, die dich in deinem Fahrradbusiness wirklich weiterbringen.
00:47:13: Speaker Durch die Episoden begleiten dich deine Branchenexperten Uwe Wöll und Thorsten Laschow vom VHSF, dem Verbund der Fahrradhändler.
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