Kleine Fahrradläden: Erfolgsmodell oder Auslaufmodell?
Shownotes
Klein, spezialisiert, erfolgreich? Diese Folge schaut auf kleine Fahrradfachgeschäfte. Wo beginnt „klein“ überhaupt? Welche Modelle funktionieren heute wirklich? Und wie bleibst du eigenständiger Unternehmer?
Freu dich auf Einblicke zu:
- Marktzahlen und überraschende Umsatzentwicklungen
- Chancen für Nischenanbieter, Serviceprofis und Monomarken-Stores
- Wachstum ohne Selbstzweck: Warum Entwicklung trotzdem zählt
- Unterstützung durch ERFA-Gruppen, Verbände und Netzwerke
- Franchise, Filiale oder Freiheit: Welcher Weg passt zu dir?
Außerdem dabei: Georg Wagner von der BICO. Es geht um Marketing, Webseiten, Servicefokus und die Frage: Wie viel Unterstützung braucht ein kleines Fachgeschäft wirklich?
Frage an dich: Wo steht dein Betrieb heute? Nische, Wachstum oder Neustart? Teile deine Sicht auf LinkedIn oder schreib uns eine Mail an podcast@vsf-mail.de.
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Sponsoren dieser Episode: Bikeleasing-Service ORTLIEB – wasserdichte Fahrradtaschen und Rucksäcke STEVENS Bikes VeloPro – Versicherungslösungen für Fahrradbetriebe Linexo – Komplettschutz fürs Fahrrad
Transkript anzeigen
00:00:07: Speaker Bikes for Future, der Podcast mit Uwe und Thorsten für deinen Erfolg im Fahrradbusiness.
00:00:14: Speaker Wie so vieles auf dieser Welt funktioniert auch unser Podcast nicht ohne Werbung und finanzielle Unterstützung.
00:00:19: Speaker Für Ihre Partnerschaft bedanken wir uns bei Bikelasing Service, Ortlieb, wasserdichte Fahrradtaschen und Rucksäcke, Stevens, Bikes designt und konstruiert in Hamburg, VeloPro, Versicherungslösung für deinen Betrieb, Linexo, Komplettschutz für dein Fahrrad, schnell und unkompliziert.
00:00:37: Speaker Uwe, wir kommen ja direkt zurück vom Bike Venture im Harz.
00:00:41: Speaker War zwar sehr, sehr kalt, aber schönes Wetter, tolle Veranstaltung.
00:00:44: Speaker Leider warst du ja wieder nicht dabei und Stefan, was habt ihr getrieben?
00:00:48: Speaker Wir waren in Heidelberg.
00:00:51: Speaker Heidelberg war schön und vor allen Dingen wärmer, glaube ich.
00:00:55: Speaker Ganz sicher, kälter konnte es nicht sein.
00:00:57: Speaker Ja, also das war auch der Grund, weswegen wir nicht in den Harz gekommen sind, weil wir gesagt haben, frieren können wir auch zu Hause.
00:01:04: Speaker Nee, das war nicht der Grund, sondern wir hatten ein Jubiläum zu feiern.
00:01:08: Speaker Das war echt wirklich wunderbar.
00:01:10: Speaker Was für ein Jubiläum habt ihr gefunden?
00:01:11: Speaker Wir waren bei Kobok, die hatten 15 Jahre Kobok zu feiern.
00:01:16: Speaker 15 Jahre Kobok, so lange gibt es die auch schon.
00:01:19: Speaker So lange gibt es die auch schon, das fand ich echt wirklich.
00:01:22: Speaker Und das Besondere war, das war in einer...
00:01:29: Speaker besonderen Location, die sind in Heidelberg, sind die umgezogen in das Bahnbetriebswerk in Heidelberg und das ist so ein alter Industriebau, wo früher die Loks, die Lokomotiven gewartet wurden und das ist eine tolle Location gewesen.
00:01:48: Speaker Ich finde so eine Location ist ja auch immer richtig gut, vor allen Dingen auch die Bahntrassen, die da hinführen, die mittlerweile mit dem Rad zu verfahren sind, aber auch solche Gebäude, so eine alte Industriegebäude finde ich immer sensationell.
00:01:58: Speaker Ja, auf so einer Bahntrasse konnte man auch Probe fahren und das Einzige, was gestört hat, ist, dass direkt daneben so ein XXL-Möbelladen war und der mit so einem großen hässlichen Bau sozusagen Schatten auf das schöne Gebäude geworfen hat.
00:02:13: Speaker Also das war ein bisschen schade, aber die Location selber großartig und total passend für Coburg.
00:02:21: Speaker die ja sehr innovativ, sehr, sehr modern, moderne Fahrräder zeigen und sowas.
00:02:27: Speaker Das war ja eine tolle Veranstaltung.
00:02:30: Speaker Die beiden Geschäftsführer, Annalena,
00:02:35: Speaker Und David waren auch wirklich sehr authentisch, muss man sagen.
00:02:38: Speaker Die haben das toll gemacht, haben toll durch den Abend geleitet.
00:02:42: Speaker Es gab viele Gäste, tolles Publikum.
00:02:46: Speaker Annalena ist ja jetzt im ZTV-Vorstand.
00:02:48: Speaker Also das war eine wirklich, wirklich schöne Veranstaltung.
00:02:52: Speaker Ja, also die Marke hat sich auch entwickelt.
00:02:53: Speaker Ich kann mich noch so ein bisschen an die Anfangszeiten erinnern.
00:02:58: Speaker Und da waren es ja irgendwie so rebellische Räder, so kein Licht, keine Schutzbleche, also eigentlich gar keine Funktion an dem Rad, außer irgendwie, das muss ein bisschen hübsch aussehen.
00:03:09: Speaker Und auch sogar die Geschwindigkeiten der E-Unterstützung waren nicht ganz regulär, wenn ich mich richtig erinnere.
00:03:15: Speaker Aber mittlerweile ist das, glaube ich, eine sehr angesehene und kompetente Firma geworden, oder?
00:03:22: Speaker Ja, das ist sie.
00:03:24: Speaker Und sie haben vor allen Dingen auch viel, also sehr schmerzhaft auch praktisch durch die Corona-Zeit auch gelernt, sich neu aufzustellen.
00:03:33: Speaker Die nennen das, haben das irgendwie unter dem Schlagwort Resilienz, haben sie das auch wirklich angeschaut?
00:03:43: Speaker dort noch mal präsent gemacht und haben auch gesagt, dass es wirklich schwere Zeit war für sie und produzieren in der Zwischenzeit selbst, haben eigenen Trader in Taiwan.
00:03:53: Speaker Also von daher stellen sie sich gut auf.
00:03:56: Speaker Aber sie haben drei Leitsätze mitgebracht und einen fand ich wirklich besonders für uns als Handelsverband ja besonders wichtig.
00:04:04: Speaker Sie haben gesagt, wir werden die Lieblingshersteller des Handels.
00:04:09: Speaker Das als Leitsatz fand ich wirklich stark.
00:04:12: Speaker Lieblingshersteller finde ich gut, ja.
00:04:15: Speaker Ich habe sie nicht im Programm, aber ich beobachte sie immer mal wieder und von daher, vielleicht werden sie auch irgendwann mein Lieblingshersteller.
00:04:22: Speaker Ich bin gespannt.
00:04:24: Speaker Wer das sich auf die Fahnen schreibt, der wird daran natürlich auch gemessen, das werden wir auch tun, aber erstmal ein toller Leitsatz, ein tolles Ziel, also da sind wir doch mit am Start.
00:04:36: Speaker Ja, aber bleibt ja trotzdem ein kleiner Hersteller.
00:04:42: Speaker Bei dieser Episode geht es ja nicht darum, kleine Hersteller, welche Chancen haben die und was ist deren Nische, sondern bei uns geht es ja heute eigentlich um kleine Händler.
00:04:50: Speaker Ja.
00:04:51: Speaker Was ist deren Nische oder was ist deren Berechtigung oder wollen wir die kleinen Läden hier feiern oder was ist eigentlich unser Thema heute?
00:05:02: Speaker Ja, wir wollen erst mal auch darüber sprechen, wer sind denn die kleinen Betriebe?
00:05:06: Speaker Wer sind die kleinen Fahrradhändler da draußen?
00:05:09: Speaker Also ab wann ist man klein?
00:05:11: Speaker Und wir wollen darüber sprechen, welche Vor- und Nachteile sie mitbringen und vielleicht auch, wie wir unterstützen, aber wo wir auch Schwierigkeiten sehen und wo drauf man aufpassen muss.
00:05:23: Speaker Also das wäre jetzt zumindest mein Ziel oder mein Wunsch für diese Sendung.
00:05:29: Speaker Okay, dann lass uns doch mal mit der Definition anfangen.
00:05:32: Speaker Was bezeichnest du, was bezeichne ich, was bezeichnen wir oder die Branche allgemein denn als kleiner Fahrradfachhändler?
00:05:42: Speaker Also das Erste, was mir dazu einfällt, ist, das ist schon ganz, ganz lange her.
00:05:47: Speaker Ich bin ja wirklich auch so ein alter Hase in der Branche.
00:05:52: Speaker Das ist bestimmt schon 20 Jahre her.
00:05:54: Speaker Da hieß es immer, in der ZDG sind nur die Großen und in der ZDG darf man nicht rein, wenn man nicht mindestens eine Million Umsatz macht.
00:06:03: Speaker Und das ist, wenn ich sage, das ist 20 Jahre her, dann war das in der Zeit vor E-Bike.
00:06:10: Speaker Da war eine Million ja schon auch eine richtig große Nummer, würde ich sagen.
00:06:14: Speaker Da war eine Million eine richtig große Nummer.
00:06:16: Speaker Ich würde mal meinen, mit gleichen Maßstäben, gemessen an heute, müsste so ein Händler mindestens drei Millionen Euro Umsatz machen.
00:06:26: Speaker Also die Verdreifachung des Umsatzes durch Preissteigerung, aber auch durch den E-Bike-Anteil wäre ja mindestens die Größenordnung.
00:06:35: Speaker Ja, mindestens weiß ich nicht, aber bei 3 Millionen würde ich, glaube ich, mitgehen.
00:06:38: Speaker Vielleicht würde ich auch 2,5 noch akzeptieren oder so, aber so zwischen 2,5 und 3,5, das wäre so der Maßstab.
00:06:45: Speaker Aber jetzt weiß ich nicht, ob die ZDG heute noch den Maßstab anlegt, dass du 2,5 oder 3 Millionen Euro Umsatz haben musst, um Mitglied werden zu können.
00:06:55: Speaker Nee, das glaube ich nicht.
00:06:56: Speaker Das war ja auch damals nicht valide.
00:06:58: Speaker Das hieß immer so, alle anderen sind uninteressant.
00:07:03: Speaker Das war auch noch zu Hongkong-Zeiten.
00:07:05: Speaker Also da war sicherlich das, was er sozusagen als Devise rausgegeben hat, war ja nicht immer öffentlich.
00:07:14: Speaker Okay, aber wir können ja nicht die Einstiegshürde von der ZDG als Maßstab nehmen für klein und groß, oder?
00:07:23: Speaker Nee, aber deswegen habe ich mich mit der Umsatzsteuerstatistik des Statis beschäftigt, die die Velobis jedes Jahr rausgibt.
00:07:33: Speaker Und da gab es Zahlen aus 24, die sind immer ein bisschen hinterher.
00:07:37: Speaker Also die haben nicht die 25er Zahlen, sondern noch die 24er Zahlen.
00:07:41: Speaker Und da bin ich wirklich auf was sehr Spannendes gestoßen.
00:07:45: Speaker Und das will ich hier vielleicht mal ein bisschen berichten und erzählen.
00:07:48: Speaker Okay, dann erzähl mal, was so spannend war an der Umsatzsteuerstatistik.
00:07:52: Speaker Ja, es gibt ja da unterschiedlichste Größenklassen, wenn man sich die Statistik anschaut.
00:07:57: Speaker Und zwar fängt die Umsatzsteuerstatistik an mit über 17.500 Euro Umsatz im Jahr bis 50.000.
00:08:03: Speaker 17.500 bis 50.000.
00:08:04: Speaker Das ist wirklich... Das ist gerade mal zu realisieren.
00:08:10: Speaker Ja.
00:08:12: Speaker Okay, das ist ja... Also da kannst du ja unmöglich ein Ladengeschäft... Das kann ja noch nicht mal eine Garage sein.
00:08:19: Speaker Also da kannst du ja noch nicht mal die Miete von der Garage auftragen.
00:08:22: Speaker Genau, du kannst dir das Garagentor auch nicht leisten.
00:08:27: Speaker Dann hast du eine Größenordnung von 50.000 bis 100.000 und dann geht es... Sorry, ich muss nochmal eben zwischenhaken.
00:08:32: Speaker Also wie kommt es zu der, ist das ein Kiosk, der auch Fahrräder repariert oder wie funktioniert sowas?
00:08:39: Speaker Ja, also da muss man aufpassen.
00:08:41: Speaker Tatsächlich dürfen dort in diesen Größenklassen nur Betriebe aufgenommen werden, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes mit Fahrrad machen.
00:08:50: Speaker Okay, dann ist es wirklich kaum zu erklären.
00:08:52: Speaker Dann ist es wirklich krass.
00:08:54: Speaker Also es ist wirklich krass, aber ein Kiosk würde ja funktionieren.
00:08:58: Speaker Naja, aber also mit 50.000 Euro Umsatz und das sind 50% vom Kioskumsatz, dann wirst du immer noch nicht existieren, kannst du immer noch nicht die Miete bezahlen.
00:09:09: Speaker Egal, okay, machen wir weiter.
00:09:11: Speaker Also die größere... Ich glaube, da müssen wir uns nicht mit aufhalten, aber klar, es gibt sozusagen Größenordnungen, die fangen bei 17.500 an, die gehen dann bis 50 und dann geht es weiter von 50 bis 100, von 100 bis 250.
00:09:21: Speaker Das haben wir hier jetzt mal zusammengefasst, weil das schien uns viel logischer...
00:09:27: Speaker Ab 17.500, nämlich erst dann wird es auch erfasst als Gewerbe, bis 500.000 und dann von 500.000 bis eine Million.
00:09:36: Speaker Und jetzt muss man wissen, dass in dieser Größenordnung 2017
00:09:43: Speaker noch 86% des gesamten Fahrradhandels abgebildet waren.
00:09:51: Speaker Bis eine Million, oder was?
00:09:53: Speaker Bis eine Million.
00:09:54: Speaker 86% des Fahrradfachhandels in der Anzahl der Unternehmen waren in der Größenklassung bis eine Million.
00:10:01: Speaker Das ist richtig krass, das sind richtig viel.
00:10:03: Speaker Die haben aber nur 30% des Umsatzes gemacht.
00:10:06: Speaker Also aber das, du redest jetzt von Zahlen 2017, du hast jetzt aber geguckt für 24, hat sich es geändert, ne?
00:10:12: Speaker Ja, hat sich geändert, aus den 86 sind nur noch 75 geworden, da sinken die Zahlen der Betriebe
00:10:21: Speaker So wahrscheinlich auch nicht wirklich leicht zu existieren in diesem Bereich.
00:10:26: Speaker Und es gibt auch kaum Umsatzsteigerungen.
00:10:30: Speaker Und das ist das Krasse.
00:10:31: Speaker Also man muss tatsächlich sagen, dass dort in dieser Größenklasse bis eine Million kaum Umsatzsteigerungen stattgefunden hat.
00:10:39: Speaker In der Gesamtbewertung des Handels, aber in der Zwischenzeit mehr als das Doppelte an Umsatz gemacht wird.
00:10:47: Speaker Das bedeutet also, die jetzigen 75% Händler unter einer Million machen jetzt aber wie viel Prozent des Umsatzes nur noch aus?
00:10:59: Speaker Die machen Umsatzanteile, habe ich hier ausgerechnet, 14%.
00:11:04: Speaker Also nochmal, ich muss mir die Zahlen nochmal auf der Zunge zergehen lassen.
00:11:07: Speaker Also 75% der Händler, aller Händler in Deutschland, aller Fahrradhändler in Deutschland, 75% aller Fahrradhändler, also drei Viertel.
00:11:17: Speaker machen nur 14% des Umsatzes aus.
00:11:20: Speaker Und sie haben an der gesamten Umsatzentwicklung, die im Markt stattgefunden hat, nicht teilgenommen.
00:11:27: Speaker Also an dem Umsatz-Plus-Entwicklung, also an der Steigerung haben sie quasi nicht partizipiert oder beziehungsweise nicht partizipiert, könnte man ja auch anders sagen, sie haben dazu nicht beigetragen vor allen Dingen.
00:11:39: Speaker Also unter eine Million.
00:11:40: Speaker Krasse Zahlen finde ich.
00:11:42: Speaker Also tatsächlich auch für mich so war das gar nicht klar.
00:11:45: Speaker Hat auch die Velobis bisher so in der Form noch nicht veröffentlicht.
00:11:49: Speaker Also fand ich wirklich erstaunlich.
00:11:53: Speaker Es gibt übrigens auch einen Gewinner in dieser Kategorie der Marktentwicklung.
00:11:58: Speaker Das sind die Betriebe zwischen 5 und 10 Millionen Euro.
00:12:01: Speaker Da haben immerhin in der Anzahl, da gab es eine Steigerung um 230 Prozent und im Umsatz von 244 Prozent.
00:12:08: Speaker Also die haben tatsächlich erheblich dazu beigetragen, dass die Umsätze gestiegen sind.
00:12:13: Speaker Das sind wahrscheinlich viele Betriebe, die vorher, du hattest ja gerade schon gesagt, wie groß waren sie vorher, vielleicht waren die vorher früher mal bei einer Million oder anderthalb und sind jetzt hochgewachsen durch E-Bikes, durch Leasing, durch sicherlich auch andere Stundensätze,
00:12:33: Speaker auf immerhin jetzt alleine schon 10% des Marktanteils.
00:12:39: Speaker Ja, wir reden ja jetzt nicht über die großen 5 Millionen bis 10 Millionen, weil wie da die Geschäfte laufen und sowas ist vielleicht ein ganz eigenes Thema.
00:12:48: Speaker Ich glaube, da sollten wir vielleicht nochmal drüber reden.
00:12:52: Speaker Also was die noch anders machen und wo da tatsächlich die Umsatzzuwächse herkommen, ist glaube ich sehr interessant.
00:12:59: Speaker Wir haben ja heute das Thema der kleinen Läden.
00:13:01: Speaker Das sind ja immer noch diese 75 Prozent Fahrradgeschäfte, über die wir heute reden wollen, die unter einer Million sind.
00:13:08: Speaker Also wir waren stehen geblieben oder angefangen haben wir bei der Definition und wir müssten jetzt dann ja sagen, alles was unter einer Million ist, müssen wir schon als klein bezeichnen.
00:13:17: Speaker Ist das richtig?
00:13:19: Speaker Das müssen wir tatsächlich.
00:13:20: Speaker Also das ist auch so, muss man allein auch mal in den Durchschnittspreisen auch gucken, wie hoch ist der Durchschnittspreis im VSF und in der Baiko bei den Fahrzeugen, bei den Fahrrädern.
00:13:32: Speaker Da muss man ja sagen, da liegen wir im Durchschnitt von normalen Fahrrädern zu E-Bikes, liegen wir wahrscheinlich bei zweieinhalb tausend Euro.
00:13:40: Speaker Und dann kannst du mal ausrechnen, wie viele Fahrräder sprechen wir hier eigentlich, die sie im Jahr verkaufen.
00:13:49: Speaker Also das ist dann tatsächlich schwer, sich am Markt zu behaupten gegen all die Mitbewerber und Mitbewerberinnen, die da draußen unterwegs sind.
00:14:00: Speaker Jetzt nehme ich mal wieder die Händlersicht ein.
00:14:02: Speaker Jetzt versetze ich mich in so eine Lage.
00:14:05: Speaker Ich bin jetzt Fahrradhändler, Zuhörer, habe ein Fahrradgeschäft in irgendeinem Ballungsraum, versorge meinen Kiez.
00:14:13: Speaker Elektroräder mache ich eh nicht, weil Elektroräder laufen sowieso nicht hier in meinem Kiez.
00:14:17: Speaker Das ist eine Großstadt.
00:14:20: Speaker Das sind kurze Wege und alle müssen die Fahrräder irgendwie in den Keller tragen.
00:14:24: Speaker Ich verkaufe hochwertige Fahrräder,
00:14:28: Speaker von 1500 bis 5000 Euro, alles ohne Elektroantrieb und ich mache Reparaturbetrieb mit drei Leuten und bin bei 900.000 und verdiene gutes Geld.
00:14:40: Speaker Und jetzt kommst du und sagst, naja, die Durchschnittspreise hier sind gestiegen, weil Elektroräder und sowas interessiert mich gar nicht, weil ich gar kein Elektrorad verkaufe und bin eigentlich ganz gut dabei.
00:14:50: Speaker Ich bin eigentlich ganz happy, so wie es läuft.
00:14:52: Speaker Ja, genau.
00:14:52: Speaker Kannst du ja sagen, ich bin ein kleiner Betrieb, aber ich würde jetzt sagen, lohnt sich bei mir trotzdem richtig.
00:14:57: Speaker Ja, also ich glaube, dass wir immer im Klaren sein müssen, wenn der Serviceanteil besonders hoch ist oder man seine Nische findet mit den Produkten, die man verkauft, dann ist das sozusagen nicht größenabhängig.
00:15:13: Speaker Ja, also dann kann man auch unter einer Million sehr, sehr, sehr gut funktionieren.
00:15:19: Speaker Man muss nur wissen, was man tut.
00:15:20: Speaker Also das, glaube ich, ist überhaupt kein Problem.
00:15:23: Speaker Bist du nischig, hast du irgendwie eine ausgelastete Werkstatt und hast Mitarbeitende, die irgendwie da sehr produktiv sind, ist das kein Problem.
00:15:33: Speaker Und ist vor allen Dingen auch sehr nah am Bedürfnis der Außen des Publikums.
00:15:39: Speaker Sehr nah am Bedürfnis des Publikums, der Kunden, ja, und vielleicht auch sehr nah am Bedürfnis der Inhaber, Inhaberinnen, kann ich mir auch vorstellen.
00:15:47: Speaker Also ich glaube, das Entscheidende ist die Nische.
00:15:49: Speaker Also jetzt will ich mal klein, alles unter der Million ist es klein, das haben wir schon gesagt.
00:15:54: Speaker Wenn du jetzt zuhörst und sagst, naja gut, da zähle ich zu, dann würde ich als nächstes Kriterium mal ansetzen, bist du wirklich ein Nischenanbieter?
00:16:03: Speaker Also wenn man so klein ist, unter einer Million, dann muss man ein sehr, sehr spitzes Publikum haben, also eine sehr spitze Zielgruppe haben, finde ich, weil sonst funktioniert es nicht.
00:16:12: Speaker Und das ist entweder wirklich nur eine Marke ganz besonders oder ein ganz spezielles Produkt oder einen sehr, sehr hohen Serviceanteil für deine Nachbarschaft.
00:16:23: Speaker Oder auch sehr, sehr spitze Öffnungszeiten.
00:16:25: Speaker Vielleicht hast du ja nur zwei Tage die Woche auf, dann ist ja vielleicht 800.000 Euro Umsatz auch völlig in Ordnung, wenn man nur zwei Tage geöffnet hat.
00:16:32: Speaker Also all sowas, würde ich sagen, macht es dann wieder lukrativ, oder?
00:16:37: Speaker Ja, es gibt auch andere Sonderbedingungen, die wir ja auch kennen.
00:16:40: Speaker Wenn du zum Beispiel im Eigentum untergebracht bist und du kalkulierst sozusagen deine Raumkosten, also bist du sozusagen sehr günstig in den Raumkosten und hast das irgendwie für dich auch klar, dass das völlig in Ordnung ist und dass das funktioniert und hast dann, was weiß ich, so ein Nischenprodukt wie, was weiß ich, verkaufe nur Gravelräder,
00:17:05: Speaker unmotorisiert, dann könnte das auch funktionieren.
00:17:07: Speaker Also wie gesagt, also hängt immer von den speziellen Bedingungen ab, das muss man sich angucken und wenn du dann sehr spitz dazu zugespitzt dich aufgestellt hast, kann das wirklich sehr, sehr gut funktionieren.
00:17:21: Speaker Okay, lass uns da mal von weggehen.
00:17:23: Speaker Bei den Mietkosten oder bei der Kalkulation der Miete bin ich völlig anderer Meinung.
00:17:27: Speaker Also wenn du das nicht vernünftig kalkulierst, dann geht dein Gebäude den Bach runter.
00:17:31: Speaker Das musst du dir dann auch überlegen, denn du bist ja dann auch Immobilienbesitzer und du musst natürlich die Kohle da reinstecken, weil nach 30 Jahren musst du eh ein neues Dach und eine neue Heizung und wenn das Geld dann nicht da ist, dann hast du ein wirklich ausgemachtes Problem.
00:17:44: Speaker Da sehe ich es wirklich anders.
00:17:45: Speaker Jetzt lass uns mal nach unten die Grenze ziehen.
00:17:47: Speaker Also wo würdest du denn sagen, jetzt ist klein, ja, aber hier wird es nach unten eine Grenze.
00:17:54: Speaker Jetzt kannst du das nicht mehr zurechtlügen, weil wenn du so wenig Umsatz machst, dann ist das eigentlich Quatsch.
00:18:00: Speaker Ich glaube, das Einfachste ist ja, ein Mann- oder ein Frau-Betrieb nur für dich selbst beschränkte Öffnungszeiten, damit du das irgendwie auch gut und auf Dauer durchhältst.
00:18:13: Speaker Und dann machst du vor allen Dingen Service.
00:18:15: Speaker Und dann kann man sich das auch, glaube ich, ausrechnen.
00:18:17: Speaker Ja, Letzt hat mal jemand die These aufgestellt, bei 250.000 Euro Umsatz im Jahr kommst du nicht klar, ohne schwarz zu arbeiten.
00:18:30: Speaker Das würde ja für mich die Grenze sein, wo ich sage, ja okay, dann wird es aber auch, wenn ich jetzt anfangen muss, schwarz Geld beiseite zu legen, dann ist der Betrieb doch, dann muss ich doch ganz ehrlich sagen, so funktioniert es nicht.
00:18:43: Speaker Dann suche ich mir doch lieber einen Job.
00:18:44: Speaker Also ich glaube, das sollte hier sowieso ganz deutlich sein im Podcast, dass wir über solche illegalen Geschichten überhaupt nicht sprechen wollen.
00:18:54: Speaker Also ich will nicht über Schwarzarbeit sprechen, außer es wirklich einem Pranger zu stellen, weil es ist völlig klar, das ist Steuerhinterziehung und nichts anderes und deswegen kommt das für mich gar nicht infrage.
00:19:06: Speaker Naja, aber viele überleben ja vielleicht deswegen, weil sie ein bisschen Steuern hinterziehen und sagen, naja, das ist halt so.
00:19:15: Speaker Aber spätestens dann sollte doch die Notbremse gezogen werden und dann sollte man sich irgendwo abhängig beschäftigen lassen, oder?
00:19:23: Speaker Ja, das sehe ich auch so.
00:19:24: Speaker Und die Chance, sich abhängig beschäftigen zu lassen, die sind ja groß.
00:19:27: Speaker Groß wie nie.
00:19:29: Speaker Bitte?
00:19:29: Speaker Groß wie nie.
00:19:31: Speaker Groß wie nie.
00:19:31: Speaker Also ich glaube, der Bedarf ist da, wenn du deine Fähigkeiten irgendwo anders einsetzt.
00:19:37: Speaker Ich glaube, was wir ja häufig erleben, wenn wir draußen sind, das geht dir so und das geht mir auch so,
00:19:41: Speaker dass ganz viele sich mit ihrem Betrieb selbst verwirklichen wollen und dass sie sozusagen ihren eigenen Betrieb haben, wollen selber Dinge entscheiden und kommen dann aber in Zwangslagen, wo sie überhaupt nicht mehr frei sind, wo sie gar nicht mehr frei entscheiden können, wo sie unter Druck geraten und so weiter.
00:20:00: Speaker Also von daher tauschen sie die Selbstständigkeit mit einer anderen Abhängigkeit ein und das kann nicht das Ziel sein, das sollte nicht das Ziel sein.
00:20:10: Speaker Verlassen wir doch mal das traurige Feld der Niedrigumsatzzahlen hier.
00:20:15: Speaker Was eigentlich da noch entscheidend ist, du hast mal die Zahl der Geschäfte um 250 bis was weiß ich wo genannt.
00:20:23: Speaker Das ist ja keine kleine, kleine Zahl, sondern es sind ja viele, viele Geschäfte, die in diesem Bereich noch tätig sind.
00:20:30: Speaker Und wir werden jetzt hier keine Zahl sagen, definitiv, wo du aufhören sollst, dein Geschäft zu betreiben, aber 250, finde ich, ist schon so eine Grenze.
00:20:37: Speaker Wenn du da bist oder da drunter, dann mach mal wirklich einen Strich drunter, rede vielleicht auch mal mit anderen Menschen darüber, dass du mal eine Außenansicht kriegst, was da wirklich passiert.
00:20:48: Speaker Ich glaube,
00:20:49: Speaker Da muss man drüber nachdenken.
00:20:51: Speaker Und wenn du jetzt bei 3, 4 oder 500.000 bist, würde ich diese Überlegung auch auf jeden Fall anstreben.
00:20:57: Speaker Ich würde jetzt keine ultimative Grenze mehr setzen, aber 250, die möchte ich schon haben.
00:21:03: Speaker Ja, das sehe ich auch so.
00:21:05: Speaker Das ist alles Nebenerwerb.
00:21:07: Speaker Eigentlich ist es Nebenerwerb.
00:21:08: Speaker Okay, jetzt gehen wir mal zu den Geschäften, die also deutlich drüber liegen.
00:21:14: Speaker Was sind denn die großen Chancen, die so ein kleines Geschäft unter einer Million hat?
00:21:19: Speaker Wir haben ja vorhin schon mal gesagt, spitze Zielgruppe, aber hast du da jemanden im Kopf oder hast du da ein typisches Beispiel im Kopf, wo du sagst, so funktioniert doch ganz gut?
00:21:29: Speaker Naja, es gibt, du hast es schon angesprochen, es gibt sozusagen mehrere Faktoren, die funktionieren können.
00:21:35: Speaker Zum Beispiel, wenn du einen Monomarken-Store machst.
00:21:38: Speaker Das heißt, du hast eine Verabredung mit einer Marke, bist da sozusagen sehr, sehr eng verbunden und dadurch, dass du Concept-Store einer Marke bist, hast du beste Konditionen.
00:21:50: Speaker verdienst also pro Rat auch wirklich gut, bist Aushängeschild in der Region und sagst, okay, ich mache nur diese Marke, darauf habe ich mich spezialisiert, das kann ich sozusagen auch inhaltlich total gut bewältigen, mit wenig Personal und bin dann aber irgendwie,
00:22:07: Speaker Ich bin dort unterwegs und verkaufe nur diese Fahrräder.
00:22:10: Speaker Dann mache ich den Service perfekt und dann kann es gut sein, dass man, weil man Monomarken-Store ist, praktisch immer noch genug Fahrräder verkauft und unterhalb einer Million liegt, seine Marge hat und dann funktioniert das.
00:22:24: Speaker Schwierig dann, das hat man in den letzten Jahren gemerkt, ist dann, wenn die Marke dann unter Druck gerät oder wenn die Marge sinkt, weil die Verkaufspreise nicht gehalten werden können und so weiter, dann wird es eng oder weil man durch einen Corona-Boom zu viel Personal aufgebaut hat und sich das dann rächt.
00:22:42: Speaker Also das sind dann immer die klassischen Faktoren.
00:22:45: Speaker Aber ein Monomarken-Store zum Beispiel ist ein gutes Beispiel, wo es funktioniert.
00:22:49: Speaker Kann ich mir auch vorstellen und vor allen Dingen ist es dann ja auch leicht zu sagen, also wenn Kunden reinkommen und irgendwelche besondere Wünsche haben, dann ist es ja relativ klar und leicht und es wird einem auch keiner übernehmen, wenn man dann sagt, da gibt es einen anderen Fahrradhändler, der macht das, geh da hin.
00:23:03: Speaker Genau.
00:23:04: Speaker Weil das hast du ja sonst immer das Problem, dass du eigentlich der Problemlöser für alles sein sollst, aber wenn du wirklich sagst, das ist mein Fokus, das ist meine Marke, dann bist du ja raus.
00:23:14: Speaker Genau.
00:23:15: Speaker Es gibt auch einen neuen Bereich, den ich nicht unspannend finde.
00:23:18: Speaker Wir haben immer wieder auch angeschnitten das Thema Gebrauchträder.
00:23:22: Speaker Es kann zum Beispiel sein, dass man sagt, ich fokussiere mich auf den Gebrauchradmarkt und versucht mit den Leasinggesellschaften einen Deal hinzukriegen, dass man die Leasingrückläufer kriegt und dann eine Region damit bedient.
00:23:35: Speaker Auch das wäre ein Markt, wo ja dann die Verkaufspreise deutlich niedriger sind als die Durchschnittspreise am Markt und man trotzdem...
00:23:42: Speaker qualitativ hochwertig verkaufen kann.
00:23:44: Speaker Auch das wäre zum Beispiel eine Art Concept Store, der gut funktionieren könnte.
00:23:51: Speaker Ja, das ist auch eine Nische, würde ich sagen.
00:23:53: Speaker Aber das ist eine Nische, die auf Wachstum ausgelegt ist, würde ich so einschätzen.
00:23:57: Speaker Weil günstige Räder mit guter Qualität und sehr gefragte Marken in Gebrauchtrad wäre ja was, was auf Wachstum ausgelegt ist.
00:24:08: Speaker Da müsste man bereit sein zu wachsen, glaube ich.
00:24:10: Speaker Sonst funktioniert es nicht.
00:24:12: Speaker Ja, weil vor allen Dingen zum einen, glaube ich, ist die Nachfrage bisher an vielen Stellen noch unbedient und zum anderen scheint ja die Anzahl der Fahrräder, die da in den Markt kommen, jährlich zu steigen und größer zu werden.
00:24:26: Speaker Und das ist ja tatsächlich ein Wachstumsmarkt, da hast du gesagt.
00:24:30: Speaker Und dann kommt ja noch dazu, wenn ich jedes Jahr drei, vier, vielleicht sogar fünf, 600 gebrauchte Räder verkaufe, die sollen ja alles dann auch in meine Werkstatt.
00:24:38: Speaker Das heißt, meine Werkstatt wird ja in den nächsten Jahren dann auch gewaltig wachsen.
00:24:42: Speaker Also wenn ich da am Anfang mit einer Person klarkomme, dann muss ich aber für die nächsten Jahre auch Werkstattplätze und Personal einplanen.
00:24:49: Speaker Das ist so, ja.
00:24:52: Speaker Okay, da haben wir so mal ein bisschen beschrieben, wie es gehen kann, wie es auch gut gehen kann in diesem Bereich.
00:24:59: Speaker Ich glaube, was nicht geht, sind in der Größenklasse drei, vier oder vielleicht sogar noch mehr Marken im Laden zu haben.
00:25:08: Speaker Was nicht geht, ist es allen recht machen zu wollen.
00:25:11: Speaker Ich setze in dem Bereich unter einer Million.
00:25:13: Speaker In jedem Fall muss es vom Marketing her eine sehr, sehr spitze Zielgruppe sein, sonst funktioniert es auf gar keinen Fall.
00:25:20: Speaker Was auch funktioniert, das haben wir jetzt noch nicht genau oder spezifisch beschrieben, sind die Betriebe, die zum Beispiel nur Service machen, die sich auf Service konzentrieren.
00:25:30: Speaker Da haben wir ja auch im Verband einige Beispiele.
00:25:32: Speaker Wir kennen die Betriebe auch, die einen hervorragenden Job da draußen machen und nichts anderes tun, als die Fahrräder, die unterwegs sind, zu servicieren und das als breites Angebot an den Markt zu stellen.
00:25:44: Speaker Und die funktionieren hervorragend.
00:25:47: Speaker Aber auch da muss man natürlich gucken, da brauchst du auch einen entsprechenden Einzugsgebiet.
00:25:55: Speaker Du brauchst sozusagen, musst eine Bekanntheit aufbauen und so weiter.
00:25:58: Speaker Du kannst es nicht irgendwo machen, sondern du musst es schon da machen, wo auch genug Menschen sind, die dann deine Kunden, Kundinnen sein können.
00:26:07: Speaker Jetzt komme ich nochmal ganz auf den Anfang zurück.
00:26:09: Speaker Du hast gesagt, genau in diesem Größenbereich, über den wir jetzt gerade sprechen, jetzt kann ich mir vorstellen, dass viele Zuhörerinnen und Zuhörer sagen, ja, mein Laden ist in dem Bereich, ich bin doch aber eigentlich ganz zufrieden.
00:26:19: Speaker Ich habe aber vier Marken oder fünf Marken in meinem Laden und es läuft doch so.
00:26:23: Speaker Es lief doch immer so.
00:26:25: Speaker Und in den letzten Jahren habe ich wenigstens keine großen Umsatzrückgänge gehabt.
00:26:29: Speaker Ich habe zwar auch nichts dazu gewonnen.
00:26:31: Speaker Aber ist das nicht auch Teil des Problems, dass eben kein Zuwachs da ist?
00:26:36: Speaker Und was raten wir denn jetzt?
00:26:39: Speaker Soll man wachsen?
00:26:41: Speaker Soll man da bleiben?
00:26:42: Speaker Was ist denn die Zukunftsvision von diesen Geschäften in der Größenordnung?
00:26:47: Speaker Wir beide haben ja schon häufiger darüber gesprochen, dass Wachstum ja keinen Selbstzweck hat.
00:26:52: Speaker Es geht ja nicht darum, größer, größer, größer zu werden, sondern existenzsichernd zu sein.
00:26:57: Speaker Und das hat damit zu tun, schon allein Wachstum, um die Kostensteigerung aufzufangen.
00:27:03: Speaker Das ist ja schon mal das erste wichtige Motiv.
00:27:07: Speaker Also du hast jedes Jahr steigende Kosten.
00:27:09: Speaker Du hast Energiekosten, die steigen, Raumkosten, die steigen.
00:27:13: Speaker Du hast häufig auch Personalkosten, die steigen.
00:27:16: Speaker Die musst du auffangen.
00:27:18: Speaker Und das geht ja nur, indem du wächst.
00:27:22: Speaker Es geht ja nicht, indem du stagnierst.
00:27:24: Speaker Das heißt, ich würde als allererstes gucken, wie ist es eigentlich mit meinen eigenen Personalkosten und selbst wenn man sich selbst auszahlt, bin ich da schon seit fünf oder zehn Jahren immer auf dem gleichen Niveau oder habe ich die steigern können?
00:27:38: Speaker Und dann auch, was bleibt hinten übrig?
00:27:41: Speaker Also was habe ich an Gewinnen am Ende des Jahres vor Steuern, die da ausgewiesen sind oder bleibt da wenig übrig?
00:27:50: Speaker Und das, finde ich, sind die beiden entscheidenden Faktoren.
00:27:53: Speaker Also was zahle ich mir selbst aus, beziehungsweise meinen Mitarbeitenden und was bleibt am Gewinn übrig?
00:27:58: Speaker Und das ist der entscheidende Faktor.
00:28:00: Speaker Du musst ja auch wieder investieren können, du musst ja auch dich weiterentwickeln können und das geht nicht ohne Wachstum.
00:28:08: Speaker Anders wie bei dieser Diätwerbung, ich will so bleiben, wie ich bin, würde das ja heißen, wenn ich sage, ich will so bleiben, wie ich bin, dann muss ich jedes Jahr 10% plus machen oder 8% oder so, aber auf jeden Fall ein gehöriges Plus, sonst wird es nicht funktionieren.
00:28:22: Speaker Das ist ungefähr die Größenordnung, die war ja auch lange in der Branche sehr gesund vorhanden.
00:28:26: Speaker Ich
00:28:27: Speaker Ich kann mich noch erinnern an die Wachstumsraten in den 10er Jahren, dass die alle so über viele Jahre hinweg immer so bei 13 Prozent lagen in der Branche.
00:28:39: Speaker Und diese 13 Prozent waren, glaube ich, sehr gesund und haben der Branche eine sehr langsame, ruhige Entwicklung beschert.
00:28:48: Speaker Das war für alle von Vorteil, bevor die ganzen Wellen mit Corona und sowas kamen.
00:28:54: Speaker Ja, aber wenn wir das auch mal rausnehmen und wir jetzt aber wissen, dass die großen Läden ja ein richtig sattes Wachstum hinlegen, dann bin ich ja im Verhältnis, werde ich ja sogar kleiner.
00:29:05: Speaker Also ich muss mich ja auch mit denen messen und vergleichen.
00:29:08: Speaker Also diese 10 Prozent, die muss ich eigentlich auf jeden Fall schaffen.
00:29:12: Speaker Also...
00:29:13: Speaker Also gerade in dieser Größenordnung, das muss, also ob ich das schaffe jedes Jahr, ist eine andere Frage, aber ich muss das doch unbedingt als Ziel haben.
00:29:19: Speaker Ich muss doch 10% Wachstum unbedingt als Ziel haben.
00:29:23: Speaker Da sprichst du einen Punkt an, der als zweites Motiv oder als drittes Motiv schon herhält.
00:29:28: Speaker Also ich habe die Kostensteigerung genommen.
00:29:30: Speaker Ich habe das sozusagen den eigenen Erträge und die Zukunftssicherung gesagt.
00:29:34: Speaker Aber dazu gehört natürlich auch, dass die ganze Konkurrenz da draußen nicht schläft und sich entwickelt und deutlich größer wird und viel, viel mehr wächst als du selbst, wenn du in dieser Größenklasse unterwegs bist.
00:29:46: Speaker Und das bedeutet auch, dass sie dir dann zukünftig das Leben schwer machen werden.
00:29:51: Speaker Und dafür musst du dich ja auch rüsten und aufstellen.
00:29:54: Speaker Deswegen auch dafür, das ist auch ein Grund.
00:29:56: Speaker Also die Mitbewerber sind alle mit einem großen Wachstum unterwegs.
00:30:00: Speaker So, jetzt nehme ich mal die Mitbewerber, 5 bis 10 Millionen, die haben eine eigene Marketingabteilung, die haben eine eigene Recruitingabteilung, die haben Ladenbau, die haben ja alles.
00:30:11: Speaker Also das kann ich doch als Geschäft unter eine Million gar nicht, kann ich doch gar nicht leisten.
00:30:16: Speaker Wer soll denn das machen?
00:30:18: Speaker Nee, das kannst du nicht.
00:30:22: Speaker Das können entweder die Fehlerlisten oder es können die Verbände leisten.
00:30:27: Speaker So, das ist genau das Motiv.
00:30:30: Speaker Also für uns gilt ja als einer der wichtigen Inhalte unserer Arbeit, dass wir die Läden unterstützen dort, wo sie alleine wahrscheinlich nie schlechter zurechtkommen.
00:30:45: Speaker Das heißt also jetzt, wenn wir jetzt für den VSF sprechen, der VSF unterstützt mich als Händler in dieser Größenklasse oder auch in allen anderen Größenklassen dabei, dass ich besser Personal finde, dass ich ein besseres Werkstattmarketing, dass ich ein besseres Marketing mache, dass ich die besseren Fahrradfirmen finde oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:31:07: Speaker Genau, also indem wir zum Beispiel Marketingunternehmen haben.
00:31:12: Speaker Ich sehe da zum Beispiel, mir sitzen direkt zwei gegenüber, die unterstützend wirken können.
00:31:19: Speaker Oder indem wir Steuerberatungsgesellschaften empfehlen, die sich in dieser Branche auch auskennen und so weiter.
00:31:26: Speaker Das heißt, an allen Stellen versuchen wir Hilfe zu geben, Hilfestellungen zu leisten, damit man die Dinge nicht selbst machen muss.
00:31:34: Speaker Da fällt mir natürlich jetzt, wenn du sagst, nicht selbst machen musst, sondern Unterstützung, da fällt mir sofort eine Erfa-Gruppe ein.
00:31:40: Speaker Also das finde ich ja auch immer, lohnt sich das denn für solche Geschäfte in Erfa-Gruppen zu gehen?
00:31:45: Speaker Da ist doch das Argument, ich habe gar keine Zeit dafür.
00:31:49: Speaker Das ist ja Quatsch.
00:31:50: Speaker Also die Erfa-Gruppe ist die Basis, ist die Mutter von allem sozusagen.
00:31:55: Speaker Das haben wir ja oft genug erwähnt.
00:31:58: Speaker Die Erfa-Gruppe ist eigentlich die Basis für alles.
00:32:01: Speaker Bist du in der ERFA-Gruppe, dann können dich deine Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die genau in der gleichen Fragestellung hängenbleiben, die die gleichen Themen haben und die aber vielleicht an einer Stelle mehr Erfahrung haben als du selbst.
00:32:13: Speaker Also eine ERFA-Gruppe ist die Basis von allem.
00:32:17: Speaker Ja, das kostet Zeit, aber wie wir ja oft festgestellt haben, da reichen ja zwei, drei kleine Dinge, die du umsetzt, um diese Zeit wieder reinzuholen oder deine Erträge zu steigern oder Zeit zu sparen an Stellen, wo du immer Zeit verschwendet hast.
00:32:34: Speaker Also das ist eigentlich, wenn sie produktiv ist, die Erfa-Gruppe, überhaupt kein Problem.
00:32:40: Speaker Okay, dann lass uns doch mal so ein bisschen das Ding rund machen, ERFA-Gruppen, da haben wir schon so oft drauf hingewiesen.
00:32:48: Speaker Da kann man sich einfach an den VSF finden.
00:32:50: Speaker Wir haben ja sehr viele ERFA-Gruppen, wo auch teilweise noch Plätze frei sind.
00:32:54: Speaker Wenn du irgendwie eine komplett neue Gruppe gründen willst, dann sei der Initiator, mach da was, kannst du auch machen.
00:33:02: Speaker Ansonsten haben wir die Fahrradakademie mit ganz vielen Kursen, wo du dich einfach fortbilden kannst, wo du auch ganz viel Hilfe kriegst.
00:33:10: Speaker Das könnte auch dir helfen, dein Wachstum wieder auf diese besagten 10% zu kriegen.
00:33:18: Speaker Fahrradakademie hatte ich schon gesagt und da gibt es natürlich Weiko, die auch noch ganz viel anbietet.
00:33:23: Speaker Da können wir auch mal fragen, was da so läuft, oder?
00:33:26: Speaker Ja, also sowohl bei der Baiko gibt es halt irgendwie die Warenversorgung oder über die Baiko gibt es die Warenversorgung, die wir als Kooperation mit der Baiko auch sicherstellen.
00:33:36: Speaker Es gibt auch eigene Warenangebote, die wir haben, die dir helfen als kleines Unternehmen.
00:33:41: Speaker Also es gibt schon auf allen Ebenen Hilfestellungen, Angebote, Leistungen, Vergünstigungen und sowas, damit du leichter unterwegs sein kannst.
00:33:53: Speaker Das ist die Idee.
00:33:55: Speaker Ja, so und dazu musst du kein Filialist werden, sondern kannst immer noch deine eigene Geschichte schreiben, kannst deinen eigenen Titel stehen haben.
00:34:04: Speaker Entscheidend ist sozusagen, dass du das richtig machst und dass du deine Ziele im Auge behältst und ich hoffe, du hast welche.
00:34:13: Speaker Ja und als VSF oder auch bei der Beiko wird ja eigentlich das individuelle Fachgeschäft gefördert, aber ein bisschen was mit Zusammenarbeit muss da schon laufen, sonst funktioniert es glaube ich nicht, sonst sind wir da glaube ich zu klein und gerade beim Thema Beiko, da können wir ja mal den Geschäftsführer der Beiko fragen, was er noch für Tipps hat, oder?
00:34:31: Speaker Ja, unbedingt.
00:34:32: Speaker Ich fände ja auch spannend, ihn zu fragen, was für ihn ein kleines Fachgeschäft ist.
00:34:36: Speaker Die Frage dürfen wir ihm auch gerne stellen.
00:34:38: Speaker So können wir mal einsteigen.
00:34:39: Speaker Können wir ihn aufs Glatteis führen.
00:34:43: Speaker Sehr gut, wir führen ihn aufs Glatteis.
00:34:45: Speaker Aber sehr schön, wir sollten ihn fragen und ich bin gespannt, was er dazu sagt.
00:34:51: Speaker Ja, dann haben wir jetzt mal von der Beiko Georg Wagner hier und das ist natürlich ganz fantastisch.
00:34:55: Speaker Dann können wir die Fragen direkt an dich weitergeben und ich nehme mal die von Uwe mit.
00:34:59: Speaker Ich soll dich, Georg, fragen, was ist denn für dich ein kleiner Fahrradladen und wo fängt ein großer an?
00:35:06: Speaker Ja, also ich glaube, da gibt es ja keine richtige Definition in unserer Fahrradbranche.
00:35:10: Speaker Es gibt unterschiedliche Statistiken, aber wenn du mich jetzt objektiv persönlich fragst, klein bis mittel läuft bei mir bis zu einer Million, vielleicht zwei.
00:35:21: Speaker Ganz klein ist dann wirklich bis 500.000 und dann 1 bis 2 Millionen.
00:35:25: Speaker Das ist dann Mittel.
00:35:27: Speaker Okay, alles klar.
00:35:28: Speaker Ich glaube, wir sind da sehr, sehr ähnlich.
00:35:30: Speaker Aber Uwe und ich haben uns heute mal auf die Läden unter einer Million tatsächlich fokussiert, wo wir gesagt haben, das sind für uns wirklich kleine Läden, alles, was unter einer Million ist.
00:35:41: Speaker Und da gehst du dann ja offensichtlich mit.
00:35:44: Speaker Also alles, was unter einer Million ist, ist für dich auch klein, oder?
00:35:47: Speaker Genau, da würde ich mitgehen.
00:35:48: Speaker Das passt auch für mich.
00:35:49: Speaker Okay und dann lass uns doch mal darüber reden, was ist denn mit so einem Laden, der wirklich jetzt unter einer Million Euro Umsatz im Jahr liegt?
00:35:58: Speaker Also was kann der denn machen, um bei den Großen mithalten zu können?
00:36:02: Speaker Also Uwe und ich hatten vorhin schon darüber gesprochen, Zielgruppen und sowas relativ spitz, aber wenn es jetzt darum geht zum Beispiel Marketing zu machen, was habe ich denn für eine Chance als kleiner Laden?
00:36:13: Speaker Also ich muss mir natürlich genau überlegen, was ist meine Zielgruppe und was für Dienstleistungen und Leistungen möchte ich anbieten?
00:36:21: Speaker Und das in meinem regionalen Umfeld.
00:36:23: Speaker Und da haben wir ja zum Glück nicht nur den Verkauf, sondern halt auch sehr stark das Thema Werkstatt und Service.
00:36:32: Speaker Und wenn ich mich dann auf mein regionales Umfeld konzentriere, habe ich natürlich erstmal ganz normal die Basisdienstleistungen, die ich umsetzen kann.
00:36:42: Speaker Das sind Webseiten, das sind mein Google My Business Profil.
00:36:45: Speaker Aber was weiterhin auch sehr gut funktioniert, gerade lokal, sind halt Events, die ich in meiner Stadt umsetzen kann oder auch die regionale Zeitung weiterhin.
00:36:58: Speaker Okay, das heißt also, du würdest als kleiner Laden tatsächlich auch die regionale Zeitung wieder ins Spiel bringen, um da Werbung zu machen?
00:37:06: Speaker Ja, ich nehme jetzt mal ein Beispiel.
00:37:07: Speaker Wir haben einen Mitarbeiter von uns in der Baiko, der hat sich wirklich dazu entschieden, ein Fahrradhändler zu werden.
00:37:13: Speaker Bei uns hier in der Region und der hat einen kleinen Laden aufgesetzt und wir haben längere Zeit miteinander gesprochen und ich habe ihm empfohlen, sich jetzt erst mal auf das Thema Service zu konzentrieren und dementsprechend auch als Aushängeschild zu
00:37:25: Speaker das Thema Werkstatt zu nutzen, weil wir haben viele große Läden in der Region, die allerdings ja dieses Thema Service nicht genau oder gut abbilden können.
00:37:36: Speaker Da dauert es teilweise fünf bis sechs Wochen, bis ich dort einen Termin bekomme.
00:37:40: Speaker Dieses Thema haben wir genommen.
00:37:42: Speaker haben darauf basierend seine Webseite aufgesetzt und haben das auch in der regionalen Fachpresse gespielt.
00:37:48: Speaker Und das hat wirklich bei ihm zu einem enormen Endkundenansturm geführt.
00:37:52: Speaker Vor allem Endkunden, die halt genau das vermisst haben bei den großen Fahrradläden und dann im zweiten Zug natürlich auch, wenn sie mit dem Service zufrieden sind, auch das eine oder andere Fahrrad gekauft haben.
00:38:05: Speaker Okay, jetzt stelle ich mir das so vor, wenn ich neu anfange, denn das habe ich ja aus deiner Geschichte gerade rausgehört, aus deinem Beispiel, neu anfange, dann hat er sich auf Service konzentriert, dann ist die Website auf Servicekonzentration fokussiert und aufgebaut.
00:38:22: Speaker Dann kann das funktionieren, aber wenn ich jetzt schon irgendwie seit 20 Jahren das Fachgeschäft habe und ich habe ja dann den ganzen Bauchladen vor mir mit allem, was es so gibt, mit verschiedenen Fahrradmarken, mit Reparatur und eben alles, was so drum und dran ist, wer würde mir denn da zur Seite stehen können, wenn ich sage, jetzt, ich muss mal irgendwie wieder einen Fokus finden?
00:38:43: Speaker Ja, im besten Fall bist du in einem Verband engagiert, ob es der VHSF oder die BICO ist, sprichst dort mit deinem Gebietsberater.
00:38:51: Speaker Bei uns in dem Fall ist der Gebietsberater und offenbarst ihm, an welchem Punkt du stehst.
00:38:57: Speaker Und dann ist es bei uns so, dass wir im ersten Step halt auch ganz eng mit dem Händler zusammen in die Sortimentsgestaltung gehen, überlegen, an welchen Eckpreislagen oder Eckpreispunkten er bis dato aktiv ist.
00:39:09: Speaker Der Gebietsberater hat einen ganz guten Überblick, wie andere Händler in dem Segment sind.
00:39:13: Speaker agieren und dann wird es halt runtergebrochen in was für Marketingdienstleistung benötigt.
00:39:18: Speaker Da kriege ich bei der Baiko auch eine Menge.
00:39:20: Speaker Ich kriege beispielsweise eine eigene Webseite.
00:39:22: Speaker Wir befüllen die Social Media Kanäle von den Händlern und so weiter und so fort.
00:39:26: Speaker Und dann schauen wir, an welchen Stellen wir schon alleine aus dem Verband eine Leistung erfüllen können und dort, wo wir es selber nicht können.
00:39:35: Speaker Da schauen wir in unser Netzwerk und holen uns dann halt die Leute dazu.
00:39:39: Speaker Okay, das ist ja, das höre ich ja vor allem bei vielen kleineren Händlern oder kleinen Händlern, über die wir gerade reden.
00:39:46: Speaker Da habe ich keine Zeit für, das kann ich nicht machen.
00:39:48: Speaker Das kann ich nicht auch noch machen.
00:39:50: Speaker Da ist es dann also wirklich schlau, sich an jemanden zu wenden, der einem helfen kann.
00:39:55: Speaker Du hast jetzt die Baiko erwähnt.
00:39:57: Speaker weil ihr tatsächlich auch Webseiten zur Verfügung stellt?
00:40:01: Speaker Beziehungsweise, erklär mal eben, wie funktioniert das genau?
00:40:04: Speaker Wir machen eine Menge und deshalb, wir sind ganz oft auch an dem Punkt, wo wir sagen, warum haben uns die Händler vorher nicht gefragt?
00:40:10: Speaker Bei uns ist es relativ einfach.
00:40:11: Speaker Ein Händler möchte eine Webseite haben.
00:40:13: Speaker Wir betreuen aktuell mehr als 100 Webseiten unserer Händler.
00:40:16: Speaker Wir haben alle Produktdaten aller
00:40:19: Speaker Fahrradmarken, die wir aufbereitet haben, die können wir dann per Klick dem Händler zur Verfügung stellen.
00:40:24: Speaker Wir können uns sogar an die Warenwirtschaft anbinden, um seine Verfügbarkeiten anzuzeigen, wenn er das denn möchte.
00:40:30: Speaker Er muss uns eigentlich im Großen und Ganzen zwei, drei Bilder zur Verfügung stellen, den Rest machen wir.
00:40:34: Speaker Das Gleiche ist für das Google My Business Profil, das setzen wir auch für den Händler beispielsweise auf.
00:40:40: Speaker Wir verkaufen
00:40:42: Speaker knüpfen uns mit seinem Social Media Profil, Facebook, Instagram und befüllen das auch.
00:40:45: Speaker Also wir machen eine Menge hier schon intern.
00:40:49: Speaker Die meisten Händler fragen entweder zu spät oder wissen es nicht, aber da versuchen wir schon größtenteils mitzuarbeiten und gerade auch was Individualität angeht.
00:41:01: Speaker Wir machen auch grafisch individuelle Arbeiten für die Händler, wenn sie mal eine Zeitungsanzeige oder ähnliches brauchen.
00:41:07: Speaker Also ich glaube, man kann als kleiner Händler, wenn man
00:41:10: Speaker Wenn man Mitglied eines Verbandes ist und das ist ja bei euch beim VSF ganz stark auch die betriebswirtschaftliche Beratung, man kann sich da schon eine Menge holen, wenn man es denn weiß und wenn man dann fragt.
00:41:22: Speaker Okay, das ist ja eigentlich jetzt genau der spannende Punkt.
00:41:24: Speaker Also ich bin als Einzelhändler, als Einzelkämpfer immer unterwegs und bin natürlich im Tagesgeschäft gefangen und jetzt eröffnest du mir hier die Chance zu sagen, okay, ich bin gar nicht alleine.
00:41:36: Speaker Es gibt Leute, die mir helfen.
00:41:37: Speaker Es gibt Leute, die genau die Arbeit, die
00:41:39: Speaker bei mir sonst so viel Zeit verschlingen würde, die kann ich eigentlich auch abgeben, die kann ich an meinen Verband abgeben.
00:41:44: Speaker Zumindest kann ich mal die Frage stellen, also was könnt ihr mir bieten, wie könnt ihr mir helfen?
00:41:50: Speaker Und ich höre raus, das machen offensichtlich viel zu wenige, oder?
00:41:54: Speaker Leider immer noch, ja.
00:41:56: Speaker Also wir haben insgesamt in der Baiko mehr als 900 POS, die wir in welcher Form auch immer betreuen.
00:42:05: Speaker Und ich würde mal sagen, mit 300 bis 400 Endlern arbeiten wir sehr eng zusammen.
00:42:09: Speaker Und der Rest, ja, da scheitert es an der einen oder anderen Stelle immer mal wieder.
00:42:17: Speaker Aber ich würde mich freuen, wenn es noch mehr werden, ja.
00:42:20: Speaker Und jetzt nochmal den direkten Vergleich zum Beispiel mit einem Franchise-System.
00:42:26: Speaker Dann, wenn ich mit der Baico zusammen oder auch mit dem VSF zusammenarbeite, bin ich ja weiter freier Händler.
00:42:33: Speaker Ich binde mich ja an nichts eigentlich.
00:42:34: Speaker Oder ihr gebt mir doch kein Design vor, ihr knebelt mich nicht mit irgendwelchen Prozenten, die ich abgeben muss oder irgendwelche Öffnungszeiten, die ich einhalten muss.
00:42:45: Speaker Es ist doch alles noch frei.
00:42:46: Speaker Ich bin immer noch der gleiche freie Unternehmer wie vorher, oder?
00:42:49: Speaker Genau.
00:42:50: Speaker Du bist immer noch der gleiche freie Unternehmer.
00:42:51: Speaker Das ist ja auch der Sinn hinter einem Konstrukt wie unserem.
00:42:58: Speaker Nichtsdestotrotz kann ich auf Dienstleistungen zurückgreifen, die ja dann sehr kostengünstig sind, weil sie halt in einer großen Anzahl für viele Händler erbracht werden.
00:43:10: Speaker Und die Entscheidung, in ein Franchise-System zu gehen,
00:43:14: Speaker Die muss ich ja daran festmachen, ob ich das, was ich an Franchise-Gebühr zahle, auch hinten raus wieder erwirtschaften kann.
00:43:22: Speaker Also relativ einfaches Beispiel, wenn du jetzt in der Baiko bist, das kostet dich ja im Jahr 600 Euro.
00:43:30: Speaker Und wenn du jetzt ein Franchise-System gehst und bezahlst 2% von deinem Umsatz, jetzt nehmen wir mal die Millionen, weil sie einfacher zu rechnen ist, dann sind das schon 20.000 Euro.
00:43:39: Speaker Die musst du ja auch wieder erwirtschaften.
00:43:41: Speaker Und da stellt sich die Frage, gibt dir das Franchise-System so viel an Mehrwert, auf Einkaufs- wie auf Absatzseite, dass du diesen Betrag wieder erwirtschaften kannst.
00:43:51: Speaker Plus, und das ist natürlich das Zweite, du gibst einen Teil deiner Eigenständigkeit und deiner Freiheit auf.
00:43:57: Speaker Das ist für manche gut.
00:43:58: Speaker weil sie es selber nicht können oder auch nicht wollen, weil sie sich in einem Franchise-System wohler fühlen.
00:44:06: Speaker Aber für viele bedeutet es halt auch, dass sie zum Teil halt die Entscheidung nicht mehr selber treffen können.
00:44:11: Speaker Und ich glaube, deshalb muss man das differenzieren.
00:44:15: Speaker Das lässt mich jetzt ein bisschen aufhorchen, weil du gerade gesagt hast, das ist ja für den einen oder anderen vielleicht auch ganz gut.
00:44:21: Speaker Also wir sind jetzt bei den kleinen Fachgeschäften unter einer Million Euro Umsatz und du hast jetzt das nur so beiläufig erwähnt, das ist für den einen oder anderen vielleicht auch ganz gut, wenn er nicht mehr alle Entscheidungen selber treffen muss und auch kann.
00:44:37: Speaker Das würde bedeuten, also wer seine Entscheidung nicht selber treffen will oder kann, dem könnte man Franchise oder anschließend an ein sehr enges Konstrukt schon auch mal ans Herz legen, aber auch nur den.
00:44:52: Speaker Also wenn ich es selber nicht hinbekomme, also wenn ich selber, ich nehme jetzt mal ein Beispiel, ich habe den Laden von meinen Eltern übernommen und ich bekomme es selber, aus welchen Gründen auch immer nicht hin, die Prozesse aufzusetzen oder die Prozesse beizubehalten.
00:45:07: Speaker Ich brauche Unterstützung und ich muss sehr eng geführt werden.
00:45:12: Speaker Ich habe keine eigene Identität.
00:45:13: Speaker Also mein Fahrradgeschäft an sich hat keine Markenausstrahlung, auch lokal nicht und ich brauche halt irgendwie...
00:45:22: Speaker eine Franchise-Marke, dann könnte das Sinn machen.
00:45:27: Speaker Dafür müsste die Franchise-Marke dann aber auch so viel an Leistung bieten und so viel an Nachfrage produzieren, dass es sich am Ende des Tages rechnet.
00:45:35: Speaker Ich vergleiche das mal mit McDonalds.
00:45:36: Speaker Also jeder kann einen Burgerladen aufmachen.
00:45:39: Speaker Also du kannst morgen losgehen und sagen, ich mache einen Burgerladen auf, Brötchen kannst du überall kaufen, die Patties kannst du auch kaufen.
00:45:46: Speaker Aber was bringt dir das Franchise McDonald's mit?
00:45:48: Speaker Es bringt dir am Ende des Tages Unmengen an Endkunden.
00:45:52: Speaker Und es bringt dir halt sehr saubere Prozesse mit, die du wahrscheinlich sonst als Einzelunternehmen oder als Einzelrestaurant erstmal aufsetzen müsstest.
00:46:01: Speaker Wenn das ein Franchise-System alles liefert und die Kosten, die dadurch entstehen,
00:46:06: Speaker am Ende des Tages für dich rechenbar sind und du dich auch in einem engen Konstrukt nicht unwohl fühlst, dann könnte das Sinn machen.
00:46:12: Speaker Jetzt stellen wir uns mal die Frage, bringen das aktuell die Franchise-Systeme in der Fahrradbranche mit?
00:46:17: Speaker Ist es so?
00:46:19: Speaker Und da habe ich halt ein riesen Fragezeichen.
00:46:21: Speaker Also bei denen, die ich kenne, würde ich das nur sehr vorsichtig beantworten wollen, glaube ich.
00:46:28: Speaker Also da sehe ich das noch nicht so.
00:46:30: Speaker Also McDonald's ist da, glaube ich, dann aber auch eine Benchmark.
00:46:33: Speaker Ich weiß nicht, ob wir gleich den Franchise-König als Vergleich heranziehen müssen, aber ganz sicher wie McDonald's kann es keiner, glaube ich.
00:46:41: Speaker Das ist ziemlich sicher.
00:46:44: Speaker Aber auf der anderen Seite ist es ja auch so, dass viele in der Fahrradbranche tätig sind, weil sie sich auch ein bisschen selbst verwirklichen wollen.
00:46:51: Speaker Das geht ja auf jeden Fall verloren dann, oder?
00:46:54: Speaker Das wird zum Teil auf jeden Fall verloren gehen, weil du kannst ja ein Franchise insofern nur dann aufbauen, wenn es halt auch irgendwo überall ähnlich oder gleich ist.
00:47:05: Speaker Also das entwartet ja der Endkunde.
00:47:07: Speaker Und wenn ich das nicht tue als Franchise-System,
00:47:10: Speaker Dann habe ich ja unterschiedliche Endkundenwahrnehmungen an unterschiedlichen Standorten und dann ist es halt auch wieder sehr individuell und dann könnte es der Händler theoretisch auch wieder alleine machen.
00:47:20: Speaker Weil wenn ich es eh ganz individuell lokal mache, in der Sortimentsauswahl, in der Darstellung etc., wofür brauche ich dann auch das Franchise-System oben drauf?
00:47:30: Speaker Okay, mal eben für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, die jetzt überlegen, wo gehöre ich eigentlich hier hin?
00:47:35: Speaker Bin ich eigentlich der Typische, der jetzt Franchise machen soll oder muss?
00:47:38: Speaker Das ist, glaube ich, das größte Problem zu erkennen.
00:47:43: Speaker Für mich kommt eigentlich gar nichts anderes in Frage als Franchise, weil das muss man sich ja dann auch eingestehen, dass man quasi viele Sachen nicht auf die Reihe kriegt, die man eigentlich sonst als Fahrradhändler hinkriegen würde.
00:47:56: Speaker Aber für alle anderen können wir festhalten, VsF Beiko, ein guter Partner.
00:48:01: Speaker Fragt uns, fragt mal an.
00:48:03: Speaker Fahrradakademie ist ja noch so ein Thema, da ist ja auch eine Menge drin.
00:48:07: Speaker Eure Marketinggeschichten bei der Beiko.
00:48:10: Speaker Also kann nur die Aufforderung lauten, ruft an, fragt eure Gebietsvertreter.
00:48:17: Speaker Genau, also wenn ich ein wenig Selbstbestimmung mitbringe und ich auch selber agieren möchte, dann kriege ich wahrscheinlich bei der Beiko alles, was ich auch bei einem Franchise-System bekomme.
00:48:26: Speaker Nur, und das ist der Unterschied, wir nehmen halt keinen in ein sehr enges Konstrukt, wo ich sage, das müsst ihr jetzt tun.
00:48:33: Speaker Also ich habe einen Vertrag unterschrieben, da steht drin, das, das, das müsst ihr tun und dann laufe ich hinterher und sage, du hast es nicht getan.
00:48:38: Speaker Also...
00:48:39: Speaker So geht es nicht.
00:48:40: Speaker Du bist jetzt hier in einem System, wo du dich verpflichtet hast, das und das umzusetzen.
00:48:45: Speaker Sondern wenn ich das möchte als Händler, kann ich, wie gesagt, alle Leistungen, die ich in anderen Franchise-Systemen bekomme, bekomme ich bei der Baiko auch.
00:48:52: Speaker Wenn ich sie aber nicht wahrnehmen möchte,
00:48:55: Speaker Thorsten, du nimmst dir auch nicht alles von uns wahr, dann muss ich das auch nicht.
00:48:58: Speaker Also da zwingen wir niemanden zu, sondern wir versuchen durch Überzeugung und durch Vorteile, ja, gemeinsam mit dem Händler Thematiken umzusetzen.
00:49:08: Speaker Aber jeder ist selbstverantwortlich für das, was er tut.
00:49:13: Speaker Okay, sehr schön.
00:49:14: Speaker Ich glaube, das nehmen wir mal als Schlusswort.
00:49:15: Speaker Jeder ist selbst verantwortlich für das, was er tut.
00:49:17: Speaker Das finde ich auf jeden Fall gut.
00:49:19: Speaker Georg, vielen Dank, dass du da mal Stellung zubezogen hast.
00:49:23: Speaker Und ich habe ja auch erfahren, dass ich nicht zu den kleinen Läden zumindest gehöre, sondern noch eine Kategorie gehöre eingestuft werden darf.
00:49:31: Speaker Von daher auch ganz gut.
00:49:33: Speaker Jeder, der jetzt zugehört hat, wenn du zugehört hast, dann hast du eine Einstufe, wo du hingehörst und
00:49:38: Speaker Ja, Georg, vielen Dank für deine Einsicht in die Beiko-Leistung, die man abrufen kann.
00:49:46: Speaker Ja, liebend gerne.
00:49:47: Speaker Ich hoffe, das hört sich nicht zu viel nach Werbeveranstaltungen an.
00:49:50: Speaker Sollte es auf jeden Fall nicht sein, sondern halt ein wirklicher Appell.
00:49:53: Speaker Meldet euch bei uns, wenn ihr die eine oder andere Frage habt.
00:49:57: Speaker Und ansonsten wünsche ich jetzt erstmal allen weiterhin eine gute Saison.
00:50:01: Speaker Und dass wir uns dann freudig in Kassel vom 4. bis zum 6.9. sehen.
00:50:07: Speaker Das war jetzt die Werbeveranstaltung.
00:50:09: Speaker Sehr gut.
00:50:09: Speaker Auf jeden Fall.
00:50:10: Speaker Dankeschön.
00:50:12: Speaker Alles klar.
00:50:13: Speaker Uwe, unterm Strich würde ich sagen, wenn du eigenständiger Unternehmer, Unternehmerin bleiben willst, wenn du dein eigenes Geschäft führen willst, ob klein oder groß, wie auch immer, dann bist du ja mit Verbänden wie VsF und Beiko, vielleicht auch ZDG ganz gut aufgestellt.
00:50:29: Speaker Das Gegenbeispiel ist ja, du wirst irgendwie Franchise-Partner von irgendwas oder irgendjemandem oder verkaufst dich als Filiale komplett, oder?
00:50:39: Speaker Ja, aber ich meine, wir sind ja große Fans davon, dass man Unternehmer ist und einen Familienbetrieb führt oder eigenständig bleibt und dass ihr da draußen eure eigene Idee verwirklicht.
00:50:55: Speaker Wir können ja Anhaltspunkte geben, wie das funktioniert.
00:50:57: Speaker Wir können Empfehlungen geben.
00:50:59: Speaker Wir haben eine Menge Erfahrungen damit, wo es wirklich richtig, richtig gut funktioniert.
00:51:04: Speaker Bist du bei den vier Listen, dann wird dir gesagt, wie es funktioniert und das musst du dann mitmachen.
00:51:09: Speaker Du bist sozusagen eigentlich gezwungen.
00:51:12: Speaker Ja, eigenständiger Unternehmer ist man dann wohl nicht mehr, würde ich sagen.
00:51:14: Speaker Dann bist du halt quasi Befehlsempfänger, hätte ich beinahe gesagt.
00:51:19: Speaker Aber du kriegst dann deine Anweisung, die du auszuführen hast, dann läuft es oder läuft nicht.
00:51:25: Speaker Funktioniert ja auch nicht immer.
00:51:26: Speaker Also es ist ja nicht so, dass diese Modelle, ob Franchise oder Filiale, 100% funktionieren.
00:51:35: Speaker Gerade bei den Emotion Stores sehe ich, dass einer nach dem anderen zumacht.
00:51:38: Speaker Also es ist ja keine hundertprozentige Sicherheit, dass es dann funktioniert.
00:51:43: Speaker Naja, weil du bist dann nicht im Management und wenn Managementfehler passieren, dann hast du das natürlich auch mit auszubaden.
00:51:50: Speaker Das kommt ja auch vor.
00:51:53: Speaker Ich will jetzt gar kein Urteil über die Funktionalität von diesem Franchise-Unternehmen führen.
00:51:58: Speaker Ich kann nur sagen, damit verlierst du deine Selbstständigkeit und dann bist du auch kein Unternehmer mehr, sondern Angestellter.
00:52:04: Speaker Das ist der große Unterschied.
00:52:06: Speaker Und ich weiß, und das haben wir ja in den Zahlen jetzt auch schon gerade beschrieben, wie viel Prozent da draußen unterwegs sind und eigentlich eine Selbstständigkeit gewählt haben.
00:52:16: Speaker Macht sie richtig, gestaltet sie selbst, aber gestaltet auch und glaubt nicht an einmal das Konzept erstellt und dann funktioniert es, sondern ihr müsst euch weiterentwickeln, müsst euch bewegen, ihr müsst dazulernen.
00:52:30: Speaker Das ist genau der Unterschied.
00:52:32: Speaker Also Filialist heißt irgendwie angestellt zu sein.
00:52:36: Speaker Und dann noch der Abschlusssatz von mir, ich würde sagen, nutzt das, was andere schon machen, weil es gibt so viele gute Ideen, einfach kopierend nachmachen.
00:52:45: Speaker Also es ist immer noch viel besser, eine gute Kopie in den Markt zu bringen, als was Schlechtes, Eigenes.
00:52:50: Speaker Und ihr braucht euch auch keine Gedanken machen, es gibt so viel Gutes.
00:52:53: Speaker Also kopiert einfach und setzt vor allen Dingen um, was ihr woanders findet.
00:52:57: Speaker Ja, das ist ja einer deiner Leitsätze.
00:52:58: Speaker Du sagst ja, du bist der beste Kopierer sozusagen von guten Sachen.
00:53:03: Speaker Nicht, dass du aber selber Sachen auch erfindest oder selber entwickelt hast, aber kopieren tust du auch gut.
00:53:08: Speaker Auf jeden Fall.
00:53:11: Speaker Wenn mir was gefällt und das gut ist, dann habe ich kein Problem, das anzuerkennen und nachzumachen.
00:53:16: Speaker Pack das mal in dein Topcase.
00:53:18: Speaker Und da sind wir beim Kopieren.
00:53:20: Speaker Ich glaube, den Anschluss habe ich mal im Internet irgendwo gesehen von so einer Kampagne Pro Radfahren.
00:53:26: Speaker Und das war irgendwie länger bei mir im Kopf und dann habe ich da eine eigene Kampagne draus gemacht.
00:53:31: Speaker Wir sind jetzt bei uns gestartet mit einer Kampagne Pro Radfahren.
00:53:35: Speaker Wir bewerben gar nicht irgendwie unser Geschäft.
00:53:36: Speaker Wir bewerben gar nicht ein bestimmtes Fahrradmodell.
00:53:39: Speaker Wir sagen einfach, steig aufs Rad.
00:53:42: Speaker Ja, großartige Kampagne, tolle Bilder, super Vorlage und ich kann nur sagen, macht alle mit.
00:53:51: Speaker Das ist sensationell.
00:53:54: Speaker Ja, alle mitmachen heißt in diesem Fall, also entweder kopiert ihr euch das einfach oder wir haben ja sogar noch mehr angeboten.
00:54:00: Speaker Wir haben ja sogar angeboten über den VSF, diese Kampagne kopiert zu bekommen.
00:54:06: Speaker Also das ist ja vor allen Dingen in diesem Fall, braucht man ja eigentlich nur einsteigen und sagen, ja, ich bin dabei, ich mache mit.
00:54:12: Speaker Ja, deswegen haben wir es auch diesmal in das Top Case gelegt.
00:54:16: Speaker Genau, wir können es jetzt ja schwer beschreiben.
00:54:19: Speaker Wir haben ja keine Bilder im Podcast.
00:54:22: Speaker Vielleicht müssen wir mal ein, zwei Sprüche oder ich weiß es nicht, wie beschreiben wir das?
00:54:25: Speaker Oder wie machen wir dich jetzt am besten heiß, dass du mit einsteigst in diese Kampagne?
00:54:30: Speaker Uwe, hast du eine Idee?
00:54:31: Speaker Also ein Spruch hat mir ja richtig gut gefallen und das kann sich ja vielleicht jeder vorstellen.
00:54:35: Speaker Keine Preiserhöhung vor 12 Uhr.
00:54:38: Speaker Ab 12 Uhr.
00:54:41: Speaker Keine Preiserhöhung ab 12 Uhr.
00:54:43: Speaker Ja genau, das ist der eine.
00:54:45: Speaker Also ich habe jetzt schon einen getroffen, der da mit dem Spruch nichts anfangen könnte, weil er gar nicht mitgekriegt hat, dass es die Regelung gibt, dass Tankstellen ihre Preise erst ab, also nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen dürfen.
00:54:57: Speaker Aber ja, die meisten haben das sofort realisiert.
00:54:59: Speaker Der Spruch kam super an.
00:55:00: Speaker Im Hintergrund ist in diesem Fall ein Lastenrad zu sehen.
00:55:05: Speaker Ja, also ihr könnt daraus Postkarten machen, ihr könnt daraus Social Media Posts machen.
00:55:10: Speaker Für alle Social Media Formate haben wir das vorbereitet.
00:55:14: Speaker Ihr könnt euch die Dateien einfach runterladen als Datei und könnt die dann verwenden.
00:55:21: Speaker Ihr könnt, wie gesagt, daraus daraus drucken lassen oder das im Internet nutzen.
00:55:26: Speaker Es steht euch frei, das zu benutzen, wie ihr wollt, geschenkt.
00:55:30: Speaker Es könnte eine richtig tolle Kampagne der gesamten Branche werden und das finde ich eine Riesenchance.
00:55:36: Speaker Macht alle mit, so günstig oder geradezu kostenlos kriegt ihr das nie wieder.
00:55:41: Speaker Es ist ja komplett kostenlos, aber wenn ihr sagt, naja, das sind die falschen Fahrräder, ich will gar nicht Post verbreiten, wo ein Orbea oder ein Stevens drauf ist, weil ich die Marken nicht führe, dann könnt ihr euch auch noch an Klicklicht wenden, dann könnt ihr für ganz schmales Geld auch andere Fahrräder da reinkriegen.
00:56:00: Speaker Sehr gut.
00:56:00: Speaker Ihr findet alle Hinweise in den Shownotes und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch auch wenden an podcast.vsf-mail.de Das ist der heiße Scheiß.
00:56:10: Speaker Uwe, Standardartikel Schlauch.
00:56:13: Speaker Wenn wir jetzt sagen, der heiße Scheiß, verkauft mal Fahrradschläuche, dann werden uns ja alle einen Vogel zeigen und sagen, habe ich ein Programm, oder?
00:56:21: Speaker Hat überhaupt eine Händler Schläuche im Programm?
00:56:23: Speaker Na, selbstverständlich.
00:56:25: Speaker Gehört zum Standardartikel.
00:56:27: Speaker Ich meine, wir hatten ja schon das Klick-Walf als der heiße Scheiß.
00:56:31: Speaker Das finde ich auch nach wie vor noch.
00:56:33: Speaker Aber mein neuer heißer Scheiß wäre, oder nicht neu, sondern irgendwie jetzt erstmals auch verwendeter heißer Scheiß wäre TPU-Schläuche.
00:56:42: Speaker Okay, dann vielleicht mal ganz kurz erklären für die, die nicht nur sportlich und rennrad unterwegs sind.
00:56:49: Speaker Um was geht es?
00:56:50: Speaker Es geht darum, wie viele Jahrzehnte oder Jahrtausende war eigentlich der Butylschlauch der Stand der Technik.
00:56:59: Speaker Und in der Zwischenzeit ist der aber in starker Konkurrenz zu den TPU-Schläuchen, die aus anderem Material gemacht sind, viel, viel leichter und die sozusagen die Laufeigenschaften deines Laufrads verändern.
00:57:12: Speaker Man muss einfach sagen, es ist der Unterschied zwischen, wenn du jetzt im sportlichen Bereich unterwegs bist, zwischen 135, 150 Gramm pro Schlauch oder 100 Gramm weniger.
00:57:25: Speaker was man bei der bewegten Masse wirklich eine ganze Menge ausmacht.
00:57:29: Speaker Ich bin ja eher so der tubeless Rider.
00:57:31: Speaker Ich fahre ja sehr, sehr gerne und viel tubeless.
00:57:33: Speaker Aber nichtsdestotrotz ist für mich auch der Schlauch super interessant, zumindest als Ersatzschlauch zu mitnehmen.
00:57:39: Speaker Der ist ja nicht nur viel leichter, der ist ja auch viel kleiner.
00:57:42: Speaker Das heißt, in meiner Satteltasche, da wo ich mein Werkzeug drin habe,
00:57:47: Speaker wo auch immer ich das transportiere, habe ich dann wieder mehr Platz.
00:57:50: Speaker Auf jeden Fall eine gute Alternative.
00:57:52: Speaker Preislich eine gute Alternative.
00:57:53: Speaker Der Preis ist mittlerweile deutlich gesunken, sodass man das auch gut an viele Kunden verkaufen kann.
00:57:59: Speaker Deswegen würde ich sagen, auf jeden Fall mal auf die Theke stellen oder bei den Sporträdern mit hinstellen oder auch als Notfallpackage schon mal packen mit so einer Tasche.
00:58:10: Speaker Das kann man super mitverkaufen.
00:58:12: Speaker Auf jeden Fall der heiße Scheiß.
00:58:13: Speaker Muss man in jedem Fall im Programm haben, denke ich.
00:58:15: Speaker Ich finde ein Must-Have für alle, zumindest für alle, die im sportlichen Bereich unterwegs sind.
00:58:22: Speaker Immer vorwärts, das erwarte ich beim nächsten Mal.
00:58:26: Speaker Für die nächste Ausgabe habe ich schon eine Idee, welches Thema wir besprechen.
00:58:33: Speaker Da bin ich gespannt.
00:58:36: Speaker Lässt man sich die Beratung im Verkauf bezahlen oder lässt man sich nicht bezahlen?
00:58:42: Speaker Was?
00:58:44: Speaker Das willst du mit mir besprechen, oder was?
00:58:45: Speaker Das will ich mit dir besprechen.
00:58:48: Speaker Das wird, glaube ich, eine lustige Veranstaltung.
00:58:49: Speaker Du kommst nicht zu Wort, das kann ich dir jetzt schon mal sagen.
00:58:53: Speaker Sehr gut.
00:58:55: Speaker Ich habe ja auch keine Ahnung davon, deswegen brauche ich dich als Sparring.
00:59:02: Speaker Du bist Fahrradhändler oder arbeitest in der Fahrradbranche?
00:59:05: Speaker Bikes for Future ist der Podcast, in dem du erfährst, was gerade los ist, wer oder was angesagt ist.
00:59:12: Speaker Du profitierst von Lösungen, die dich in deinem Fahrradbusiness wirklich weiterbringen.
00:59:17: Speaker Durch die Episoden begleiten dich deine Branchenexperten Uwe Wöll und Thorsten Laschow vom VSF, dem Verbund der Fahrradhändler.
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